ProShares, UltraShort

ProShares UltraShort Oil ETF: Heftige Verluste

28.03.2026 - 16:45:49 | boerse-global.de

Der inverse Öl-ETF verzeichnet starke Kursverluste, da die Eskalation im Nahen Osten die Rohölpreise auf über 110 US-Dollar treibt und die Hebelwirkung des Fonds nachteilig wirkt.

ProShares UltraShort Oil ETF: Heftige Verluste - Foto: über boerse-global.de
ProShares UltraShort Oil ETF: Heftige Verluste - Foto: über boerse-global.de

Der ProShares UltraShort Bloomberg Crude Oil ETF gerät massiv unter die Räder. Während die Ölpreise aufgrund geopolitischer Krisen auf Mehrmonatshochs klettern, bricht der Kurs des inversen Fonds ein. Für Anleger, die auf fallende Notierungen gesetzt haben, entwickelt sich die Lage im Nahen Osten zum teuren Problem.

Geopolitische Spannungen treiben Ölpreis

Hinter der jüngsten Entwicklung steht ein schwerer Angebotsschock am Energiemarkt. Die Eskalation im Nahen Osten und die faktische Schließung der Straße von Hormus haben die Rohölpreise in die Höhe getrieben. Brent-Öl überschritt am 28. März 2026 die Marke von 110 US-Dollar pro Barrel – dies entspricht einer Verdopplung des Preises seit Mitte Dezember 2025. Auch die US-Sorte WTI legte allein am 27. März um über sieben Prozent auf 101,18 US-Dollar zu.

Hebelwirkung verstärkt den Abwärtstrend

Diese Rallye trifft die Strategie des ETFs empfindlich. Der Fonds zielt darauf ab, die tägliche Entwicklung des WTI-Rohölindex zweifach invers (-2x) abzubilden. In einem Umfeld rasant steigender Preise führt dieser Hebel zu überproportionalen Verlusten. Aktuelle technische Indikatoren signalisieren ein klares Verkaufssignal, nachdem der Kurs zuletzt auf 7,83 US-Dollar abrutschte.

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Zusätzlich erschwert die aktuelle Marktstruktur die Situation für Short-Strategien. Der Ölmarkt befindet sich in einer tiefen Backwardation. Dieser Zustand deutet auf eine extreme kurzfristige Knappheit hin, was die Spotpreise historisch stützt und den Druck auf inverse Instrumente aufrechterhält.

Portfolio und Marktausblick

Der ETF hält keine physischen Ölvorräte, sondern steuert sein Marktrisiko über Derivate wie WTI-Futures für Juni 2026. Ein erheblicher Teil des verwalteten Vermögens von rund 911 Millionen US-Dollar ist zudem in US-Staatsanleihen geparkt, um die notwendigen Sicherheiten für die Termingeschäfte zu gewährleisten.

Analysten von Goldman Sachs haben ihre Prognosen bereits angepasst und erwarten, dass der Brent-Preis bis Ende April im Durchschnitt bei 110 US-Dollar verharren wird. Die weitere Entwicklung des Fonds hängt nun maßgeblich davon ab, ob eine diplomatische Lösung im Nahen Osten die Lieferwege stabilisieren kann oder ob anhaltende Störungen die Ölpreise weiter stützen.

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