ProShares Bitcoin Strategy ETF: 635 Mio Abflüsse am 13. Mai
17.05.2026 - 06:27:15 | boerse-global.deDer Bitcoin-ETF von ProShares hat zum Wochenausklang spürbar nachgegeben. Hinter der Schwäche steckt kein einzelner Schock, sondern eine Mischung aus Inflationssorgen, sinkender Risikofreude und Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Erholung bei Bitcoin.
Für Anleger ist das Bild zwiespältig. Einerseits bleibt das institutionelle Interesse an Krypto-Produkten hoch, andererseits reagieren die Mittelzuflüsse in solchen Phasen schnell empfindlich auf makroökonomische Daten.
Abflüsse nach starkem Monat
Am 13. Mai verzeichneten Bitcoin-ETFs zusammen Abflüsse von 635 Millionen Dollar. Das ist ein deutlicher Stimmungswechsel nach kräftigen Zuflüssen von mehr als 2 Milliarden Dollar im April und einer Phase robuster Nachfrage zu Monatsbeginn.
Als Auslöser gelten vor allem die jüngsten Inflationsdaten. Die Verbraucherpreise stiegen im April auf 3,8 Prozent, der Erzeugerpreisindex legte auf 6 Prozent zu. Das hat die Erwartung gedämpft, dass die US-Notenbank bald den geldpolitischen Fuß vom Pedal nimmt.
Hinzu kommt: Unternehmenskäufe von Bitcoin sollen sich im Monatsvergleich um 80 Prozent verlangsamt haben. Auch das spricht für vorsichtigere Positionierung, nachdem der Kurs zuvor wieder an Boden gewonnen hatte.
Kurs bleibt volatil
BITO schloss am Freitag bei 10,81 Dollar und damit 2,88 Prozent tiefer als am Vortag. Auf Wochensicht steht ein Minus von 1,37 Prozent, auf 30 Tage gerechnet immer noch ein Plus von 4,95 Prozent.
Der ETF liegt damit knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch von 11,20 Dollar, das erst am 11. Mai markiert wurde. Zum Tief bei 8,12 Dollar vom 30. März beträgt der Abstand weiter gut ein Drittel. Der RSI von 84,2 signalisiert eine überhitzte kurzfristige Verfassung, während die annualisierte 30-Tage-Volatilität bei 29,75 Prozent liegt.
Technisch bleibt das Bild gemischt. Kurzfristig sendet der gleitende Durchschnitt ein Verkaufssignal, langfristig überwiegt weiter ein Kaufsignal. Entsprechend wurde die Einstufung zuletzt von „Buy“ auf „Hold“ zurückgenommen.
Futures-Fonds im Vergleich zu Spot-ETFs
BITO war 2021 der erste US-ETF mit Bitcoin-Bezug. Der Fonds hält nicht direkt Coins, sondern bildet die Entwicklung über Bitcoin-Futures ab. Das sorgt für liquide Handelbarkeit, bringt aber auch eine andere Kosten- und Rollstruktur mit sich.
Mit einer Gesamtkostenquote von 0,95 Prozent ist das Produkt teurer als viele breite Aktien-ETFs. Das Fondsvermögen liegt bei rund 1,88 Milliarden Dollar. Ausschüttungen aus dem Futures-Geschäft erfolgen monatlich; für den 1. Juni ist eine Dividende von schätzungsweise 0,0156 Dollar je Anteil im Raum.
Für die neue Handelswoche dürften vor allem weitere Inflationsdaten und Aussagen zur Zinspolitik den Ton angeben. Solange Bitcoin zwar institutionell gefragt bleibt, aber an den Geldmarkterwartungen hängt, dürfte auch BITO anfällig für schnelle Richtungswechsel bleiben.
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