Pronova BKK-Studie: Jeder dritte Arbeitnehmer leidet unter Quiet Cracking
16.02.2026 - 17:53:12 | boerse-global.deFast jeder dritte Beschäftigte in Deutschland zeigt Anzeichen von „Quiet Cracking“. Das geht aus einer neuen Studie der Pronova BKK hervor. Besonders alarmierend: Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 40 Prozent.
Was ist „Quiet Cracking“?
Hinter dem Begriff verbirgt sich eine stille, schleichende Überlastung. Betroffene erfüllen ihre Aufgaben nach außen hin weiter, während sie innerlich bereits an ihre Grenzen stoßen. Sie verbergen ihre Erschöpfung oft aus Angst vor negativen Konsequenzen oder um das Team nicht zu belasten. Wirtschaftspsychologen sehen in diesem Zustand eine gefährliche Vorstufe zum Burnout.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Burnout als Syndrom aus chronischem, ungelöstem Arbeitsstress. Es äußert sich in Erschöpfung, Distanz zum Job und verringertem Leistungsvermögen.
Stress und fehlende Wertschätzung als Haupttreiber
Die Studie „Arbeiten 2025“ identifiziert klare Ursachen für die stille Überlastung. Für die Untersuchung wurden im Oktober 2025 über 1.200 Berufstätige befragt.
* 42 Prozent der Befragten nennen zu viel Stress als Hauptgrund.
* 40 Prozent leiden unter fehlender Wertschätzung.
* 29 Prozent fühlen sich durch Überstunden und ständige Erreichbarkeit belastet.
Psychische Erkrankungen sind heute eine der Hauptursachen für Arbeitsausfälle in Deutschland. Die Ergebnisse decken sich mit dem TK-Stressreport von Ende 2025, wonach sich 31 Prozent der Menschen hierzulande häufig gestresst fühlen.
Prävention muss zur Chefsache werden
Angesichts der Zahlen wird klar: Die Verantwortung für den Schutz vor Überlastung liegt zunehmend bei den Unternehmen. Experten fordern systemische Veränderungen statt reiner Appelle an die Selbstoptimierung der Mitarbeiter.
Wirksame Maßnahmen auf Unternehmensebene sind:
* Gesunde Arbeitsstrukturen: Klare Aufgaben, realistische Ziele und flexible Modelle schaffen.
* Vorbildfunktion der Führung: Vorgesetzte, die Pausen einhalten und im Urlaub abschalten, setzen das richtige Signal.
* Offene Kommunikation: Eine Kultur, in der über Belastungen ohne Angst gesprochen werden kann.
* Gefährdungsbeurteilung: Arbeitgeber sind verpflichtet, auch psychische Risiken am Arbeitsplatz zu bewerten und zu minimieren.
Arbeitgeber sind gesetzlich gefordert, psychische Belastungen systematisch zu identifizieren – viele Verantwortliche wissen jedoch nicht, wie sie eine rechtssichere Gefährdungsbeurteilung erstellen sollen. Ein kostenloses Download-Paket bietet fertige Vorlagen, Checklisten und einen praktischen Leitfaden, mit dem Sie psychische Risiken erkennen, dokumentieren und Maßnahmen ableiten können. Ideal für Arbeitgeber, Sicherheitsbeauftragte und HR-Verantwortliche, die präventiv handeln wollen. Jetzt kostenlose GBU-Vorlagen herunterladen
Politik und EU nehmen Thema in den Fokus
Das Thema hat auch die politische Ebene erreicht. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) vernetzt Akteure in einer „Politikwerkstatt Psychische Gesundheit“. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) plant für 2026 bis 2028 eine Kampagne zu psychosozialen Risiken.
Der Trend für 2026 zeigt einen Wandel: Mentale Gesundheit wird vom Zusatzangebot zum Kernbestand der Unternehmenskultur. Zukunftsfähige Ansätze setzen auf datengestützte Früherkennung und personalisierte Unterstützung. Die Studie zum „Quiet Cracking“ unterstreicht die Dringlichkeit dieses Wandels.
Wenn du diese Nachrichten liest, haben die Profis längst gehandelt. Wie groß ist dein Informationsrü
An der Börse entscheidet das Timing über Rendite. Wer sich nur auf allgemeine News verlässt, kauft oft dann, wenn die größten Gewinne bereits gemacht sind. Sichere dir jetzt den entscheidenden Vorsprung: Der Börsenbrief 'trading-notes' liefert dir dreimal wöchentlich datengestützte Trading-Empfehlungen direkt ins Postfach. Agiere fundiert bereits vor der breiten Masse.
100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Jetzt abonnieren.


