PromptSpy, Android-Malware

PromptSpy: Android-Malware nutzt erstmals KI direkt auf dem Gerät

24.02.2026 - 19:20:40 | boerse-global.de

Die Android-Schadsoftware PromptSpy setzt erstmals Googles KI-Modell Gemini direkt auf dem Gerät ein, um sich durch Bildschirmanalyse dauerhaft zu verankern und eine vollständige Fernsteuerung zu ermöglichen.

Eine neue Android-Malware namens PromptSpy nutzt erstmals generative KI direkt auf dem infizierten Smartphone. Die Schadsoftware setzt Googles KI-Modell Gemini ein, um sich hartnäckig im System festzusetzen. Dieser technologische Sprung stellt Nutzer und Sicherheitsanwendungen vor völlig neue Herausforderungen.

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So trickst der KI-Trojaner das System aus

PromptSpy wird aktuell nicht über den Play Store, sondern über präparierte Webseiten verbreitet. Opfer werden per SMS auf gefälschte Seiten gelockt, wo sie vermeintliche Banking-Apps herunterladen. Nach der Installation beginnt der Trojaner sofort mit seinem Hauptziel: der dauerhaften Kontrolle.

Die eigentliche Innovation ist die Persistenzstrategie. Statt auf feste Befehle setzt PromptSpy auf KI. Er macht einen Screenshot und schickt ihn an Gemini. Die KI analysiert die sichtbaren Elemente und gibt Schritt-für-Schritt-Anweisungen zurück: Welche Schaltflächen muss die Malware virtuell drücken, um nicht beendet oder deinstalliert zu werden? Diese Methode macht den Schädling extrem anpassungsfähig.

Vollständige Fernsteuerung im Visier

Ist PromptSpy einmal installiert, richtet er ein Fernsteuerungsmodul ein. Angreifer können dann den Bildschirm live mitverfolgen, alle Tastatureingaben auslesen und sogar den Sperrcode abfangen. Im Wesentlichen bedienen sie das Gerät, als hielten sie es selbst in der Hand.

Zusätzlich setzt die Malware transparente Overlays ein. Unsichtbare Fenster legen sich über Systemoptionen wie "Deinstallieren", um die Entfernung zu blockieren. Das primäre Ziel ist klar: der Diebstahl sensibler Daten wie Banking-Logins und Krypto-Wallet-Zugänge.

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KI als Waffe – ein gefährlicher Trend

Die Entdeckung von PromptSpy ist kein Einzelfall. Experten beobachten, dass KI zunehmend das gesamte Spektrum von Cyberangriffen verstärkt. KI-gestützte Malware kann ihr Verhalten in Echtzeit anpassen, um unentdeckt zu bleiben. Generative KI erstellt zudem massenhaft personalisierte Phishing-Nachrichten.

Diese Entwicklung trifft auf ein grundlegendes Problem: Über eine Milliarde aktive Android-Geräte erhalten keine Sicherheitsupdates mehr und sind besonders anfällig. Die Professionalisierung schreitet voran – Tools wie ZeroDayRAT bieten Angreifern bereits kommerziell vollständige Fernkontrolle.

Wie können sich Nutzer schützen?

Die Integration von KI läutet eine neue Phase im Wettrüsten ein. Für Verbraucher wird ein mehrstufiger Schutz immer wichtiger. Experten raten zu diesen Maßnahmen:

  • Apps nur aus dem Play Store: Meiden Sie Downloads von unbekannten Webseiten oder alternativen Stores.
  • Vorsicht bei Nachrichten: Klicken Sie nie auf Links in unaufgeforderten SMS, die zu dringendem Handeln auffordern.
  • System aktuell halten: Halten Sie Android und alle Apps stets auf dem neuesten Stand.
  • Berechtigungen prüfen: Gewähren Sie neuen Apps nur Zugriff, der für ihre Funktion absolut nötig ist.
  • Sicherheits-App nutzen: Eine seriöse Mobile-Security-Lösung kann viele Bedrohungen automatisch erkennen und blockieren.

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