Project, Patchouli

Project Patchouli: Laptops werden zum Zeichentablett

15.01.2026 - 17:31:12

Das Open-Source-Projekt Patchouli entwickelt einen Sensor, der Standard-Laptops in präzise Grafiktabletts verwandelt und damit teure Profi-Hardware herausfordert.

Ein Open-Source-Projekt verwandelt Standard-Laptops in hochpräzise Grafiktabletts – und stellt damit die teure Profi-Hardwarebranche in Frage. Die Initiative Project Patchouli hat einen flexiblen Sensor entwickelt, der sich hinter bestehende Laptop-Displays einbauen lässt.

Die Technologie: Elektromagnetisches Prinzip

Kern der Innovation ist die Elektromagnetische Resonanz (EMR). Diese Technologie nutzen auch teure Profi-Tabletts. Ein Gitter aus Spulen im Sensor erzeugt ein Feld. Ein spezieller Stift absorbiert diese Energie und reflektiert ein Signal zurück. So wird die Position millimetergenau erfasst.

Der Druck des Stifts wird über eine Frequenzverschiebung gemessen. Je stärker der Nutzer aufdrückt, desto mehr ändert sich das zurückgesendete Signal. Die Software übersetzt dies in variable Linienstärken – genau wie bei High-End-Geräten.

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Der Durchbruch: Integration hinter dem Display

Die eigentliche Sensation gelang dem Entwickler „Yukidama“ kürzlich: Ein flexibler Sensor wurde erfolgreich hinter dem Bildschirm eines Panasonic-RZ-Laptops verbaut. Das Gerät behielt sein ursprüngliches Gehäuse, gewann aber vollwertige Zeichenfunktionen.

Dieser Proof-of-Concept öffnet die Tür für zahlreiche Modifikationen. Theoretisch ließen sich so viele Laptop-Modelle nachrüsten. Nutzer bräuchten kein separates, klobiges Peripheriegerät mehr. Das Ergebnis ist ein integriertes Erlebnis, das teuren All-in-One-Kreativdisplays Konkurrenz macht.

Offene Baupläne gegen teure Profi-Hardware

Das Projekt ist konsequent Open-Source. Alle Hardware-Designs, Algorithmen und Anleitungen sind öffentlich. Die Komponenten sind handelsüblich erhältlich. Selbst der Stift ist nicht festgelegt; die meisten handelsüblichen EMR-Pens funktionieren.

Die Lizenzen (CERN OHL für Hardware, GPLv3 für Code) sichern die Offenheit. Sie ermöglichen es der Community, die Technologie weiterzuentwickeln, für andere Geräte anzupassen und ihre Fähigkeiten zu erweitern. Eine Demokratisierung der Profi-Technologie.

Markt-Disruption und DIY-Bewegung

Bisher beherrschen wenige Hersteller den Markt für professionelle Zeichentabletts. Preise von mehreren tausend Euro sind keine Seltenheit. Project Patchouli untergräbt dieses Geschäftsmodell fundamental. Es bietet eine Bauanleitung für vergleichbare Funktionen zu Bruchteil der Kosten.

Besonders der erfolgreiche Laptop-Einbau weist auf ein neues Potenzial hin: DIY-Upgrade-Kits und Modifikationsdienstleistungen durch Drittanbieter. Könnte dies eine Community-basierte Bewegung auslösen, die Umrüst-Anleitungen für beliebte Laptop-Modelle teilt? Es würde den Trend zu „Right-to-Repair“, Customization und offenen Standards stärken.

Was kommt als Nächstes?

Der gelungene Prototyp und die mediale Aufmerksamkeit dürften dem Projekt weiteren Schub verleihen. Die nächsten Schritte sind klar: Das flexible Sensordesign verfeinern, die Treibersoftware für breitere Kompatibilität optimieren und die Dokumentation für Einsteiger verbessern.

Die langfristige Wirkung hängt von der Community ab. Wenn Entwickler und Hardware-Bastler die Plattform annehmen, könnte die Innovation Fahrt aufnehmen. Denkbar sind Anpassungen für verschiedene Bildschirmgrößen, bessere Druckkurven-Anpassung oder die Integration mit Open-Source-Kreativsoftware. Project Patchouli zeigt, wie Open-Source-Prinzipien komplexe Hardware revolutionieren können.

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