PROFESS-Studie: 58 Prozent der Professoren leiden unter Dauerstress
11.03.2026 - 00:00:26 | boerse-global.deEine neue Studie enthüllt das dramatische Ausmaß der psychischen Belastung unter Deutschlands Professorinnen und Professoren. Die repräsentative PROFESS-Erhebung zeigt: Rund 58 Prozent fühlen sich häufig bis dauerhaft gestresst. Die Ergebnisse wurden diese Woche auf einer Fachtagung in Köln vorgestellt.
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Alarmierende Zahlen zur Professorengesundheit
Die Daten sind eindeutig. Über 85 Prozent der Befragten sehen ihre Gesundheit durch den Job gefährdet. Acht Prozent erlitten in den letzten sechs Monaten ein Burnout. Fast 60 Prozent klagen über mentale Erschöpfung, many zusätzlich über Schlafstörungen.
Besonders betroffen sind Frauen. Ihre Stressquote liegt bei knapp 74 Prozent – deutlich höher als bei männlichen Kollegen (56 Prozent). Forscher führen das auf zusätzliche Care-Arbeit und häufige Gremientätigkeiten zurück.
Dauerfeuer aus Aufgaben bringt System an Grenzen
Was treibt die Belastung in die Höhe? Die Studie identifiziert strukturelle Gründe. Über 80 Prozent empfinden ihre Arbeit als sehr intensiv. Fast 70 Prozent stehen unter permanentem Termindruck. Zwei Drittel müssen wichtige Aufgaben vernachlässigen.
Die Mischung aus Forschung, Lehre, Drittmittelakquise und Selbstverwaltung erzeugt einen toxischen Zeitdruck. Die ständige Erreichbarkeit verwischt die Grenze zwischen Beruf und Privatleben. Kann unter diesen Bedingungen überhaupt noch exzellente Forschung entstehen?
Der Stress sickert nach unten durch
Die Überlastung an der Spitze hat Folgen für das gesamte Team. Professorinnen und Professoren sind die Taktgeber ihrer Institute. Laut Studie berichten 62 Prozent von einer hohen Beanspruchung ihrer Mitarbeitenden. Bei den Studierenden sehen sogar 71 Prozent eine extreme Belastung.
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Fast 90 Prozent sind sich ihrer Verantwortung für die Teamgesundheit bewusst. Doch die Hälfte gibt zu: Durch die eigene Überlastung sind sie kein gutes Vorbild für Work-Life-Balance.
Hochschulen bieten kaum Unterstützung
Während die Wirtschaft auf betriebliches Gesundheitsmanagement setzt, hinken Hochschulen hinterher. Rund 40 Prozent der Befragten erhalten von ihrer Institution keinerlei Unterstützung zur Gesundheitsförderung. Nur ein Fünftel weiß überhaupt, ob es solche Angebote gibt.
Experten warnen: Die Gesundheit der Wissenschaftsspitze darf kein Privatproblem sein. Sie ist systemrelevant für den gesamten Forschungsstandort.
Wege aus der Erschöpfungsspirale
Die Studie soll ein Wendepunkt sein. Gefordert werden jetzt strukturelle Lösungen: mehr Verwaltungsunterstützung, Entlastung von Bürokratie und realistischere Aufgabenzuschnitte. Viele Lehrende sind bereit, Prüfungsformate zu entschärfen – wenn sie dafür Freiräume und didaktische Hilfe erhalten.
Netzwerke wie das Kompetenzzentrum Gesundheitsfördernde Hochschulen wollen nun verbindliche Leitlinien erarbeiten. Die Botschaft ist klar: Nur mit gesunden Führungskräften bleibt das Wissenschaftssystem langfristig innovativ.
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