Procter, Gamble

Procter & Gamble Aktie: Aktuelle Marktanalyse

22.01.2026 - 21:54:31

Der Konsumgüterkonzern meldet im zweiten Quartal 2026 stagnierende Erlöse, hält aber sein bereinigtes Ergebnis je Aktie stabil. Das Management zeigt sich zuversichtlich für eine Umsatzerholung im zweiten Halbjahr.

Die Quartalszahlen von Procter & Gamble für das zweite Geschäftsquartal 2026 (per Ende Dezember) zeichnen ein zwiespältiges Bild. Der Konsumgüterriese aus Cincinnati meldete einen organischen Umsatz von null Prozent – eine Stagnation, die unter den Erwartungen der Analysten lag. Während die Erlöse nominal um ein Prozent auf 22,2 Milliarden Dollar stiegen, blieb das währungs- und portfoliobereinigte Wachstum komplett aus.

Die Ursachen? Ein Preisanstieg von einem Prozent wurde durch einen ebenso starken Volumenrückgang neutralisiert. Besonders schwach entwickelten sich die Sparten Babypflege, Damenhygiene und Haushaltswaren. Lichtblicke gab es nur in den Bereichen Kosmetik und Healthcare, die über den Prognosen lagen, während Grooming enttäuschte.

Der Gewinn schrumpft – aber das EPS hält stand

Unter dem Strich verdiente Procter & Gamble im Quartal 4,3 Milliarden Dollar – sieben Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Doch das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 1,88 Dollar auf Vorjahresniveau und schlug die Konsenserwartung von 1,86 Dollar. Goldman Sachs hatte ebenfalls 1,86 Dollar prognostiziert und bestätigte nach den Zahlen sein Neutral-Rating mit einem Kursziel von 159 Dollar.

Die Bruttomarge erreichte 51,9 Prozent und erfüllte damit die Erwartungen. Positive Faktoren unterhalb der operativen Ebene – eine niedrigere Steuerquote und ein reduzierter Aktienbestand – sorgten für einen zusätzlichen Schub von 0,02 Dollar beim Gewinn je Aktie.

Hoffnung auf Erholung im zweiten Halbjahr

Finanzchef Andre Schulten gibt sich optimistisch: Er erwartet eine Erholung des Umsatzes in den kommenden sechs Monaten. Das schwache Quartal sei durch schwierige Vergleichswerte belastet worden. Im Vorjahr hatten US-Konsumenten wegen eines Hafenstreiks Vorräte an lebensnotwendigen Gütern und Waschmittel angelegt. Zudem drückten der Teil-Shutdown der US-Regierung und die vorübergehende Aussetzung der Lebensmittelhilfe auf die Nachfrage.

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Die Jahresprognose für das bis Ende Juni laufende Geschäftsjahr 2025/26 blieb unverändert: Procter & Gamble rechnet weiterhin mit einem organischen Umsatzwachstum zwischen null und vier Prozent. Für das zweite Halbjahr impliziert die Guidance ein Wachstum von rund 3,4 Prozent – deutlich über den Analystenschätzungen von 2,5 bis 2,6 Prozent.

Wie reagiert die Börse?

Die Aktie zeigte sich am 22. Januar im NYSE-Handel zeitweise 2,11 Prozent fester bei 149,15 Dollar. Offenbar honorieren Anleger die leicht besseren Gewinnzahlen und die optimistische Haltung des Managements – trotz der ernüchternden Umsatzentwicklung. Bleibt abzuwarten, ob sich die versprochene Erholung in der zweiten Jahreshälfte tatsächlich materialisiert.

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