Procept Biorobotics Aktie: Brutaler Absturz
26.02.2026 - 13:09:22 | boerse-global.deDie Aktie von Procept BioRobotics steht massiv unter Druck. Nach katastrophalen Quartalszahlen und einer dramatischen Analystenbewertung ist der Titel auf 27,84 Dollar abgestürzt – nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 26,23 Dollar. Innerhalb von zwölf Monaten verlor die Aktie erschreckende 59 Prozent an Wert.
Der Auslöser: Das vierte Quartal 2025 war ein Debakel. Mit einem Umsatz von nur 76 Millionen Dollar verfehlte das Unternehmen die Erwartungen von 94 Millionen Dollar um satte 18,5 Prozent. Besonders bitter: Der Verlust je Aktie lag bei -0,53 Dollar, während Analysten lediglich -0,32 Dollar prognostiziert hatten.
Strategiewechsel mit Folgen
Was ist schiefgelaufen? Procept vollzog einen radikalen Kurswechsel in der Vertriebsstrategie. Das Unternehmen strich die bisherige Praxis, Kunden am Quartalsende Rabatte für Großbestellungen von Handstücken zu gewähren. Gleichzeitig reorganisierte man die gesamte Vertriebsorganisation. Die Konsequenzen waren verheerend.
Die US-Erlöse erreichten 67 Millionen Dollar – ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr, aber weit unter den erwarteten 84 Millionen Dollar. Beim Systemumsatz stagnierten die Erlöse bei 28 Millionen Dollar, obwohl die 65 platzierten Systeme den Erwartungen entsprachen. Die Handstück-Sparte legte zwar um 16 Prozent auf 34 Millionen Dollar zu, verfehlte aber die Prognose von 50 Millionen Dollar deutlich.
Hinzu kamen operative Probleme: Die Bruttomarge brach auf 60,6 Prozent ein – Wells Fargo hatte 63 Prozent erwartet. Verantwortlich waren neben den schwachen Verkaufszahlen auch eine einmalige Feldrückrufaktion mit einem Kostenblock von 1,5 Millionen Dollar.
Analysten verlieren Vertrauen
Die Reaktion der Wall Street war vernichtend. BofA Securities stufte die Aktie von Neutral auf Underperform herab und kappte das Kursziel drastisch von 38 auf 20 Dollar. Die Begründung: Die verlangsamte Auslastung und die strukturellen Probleme lassen Zweifel aufkommen, ob das Unternehmen überhaupt noch die Schätzungen erreichen kann.
Wells Fargo senkte das Kursziel von 51 auf 34 Dollar, hält aber noch an der Overweight-Bewertung fest. Die Bank verweist auf den bevorstehenden Investor Day, bei dem Procept seine Argumente für die auf das zweite Halbjahr gewichtete Prognose darlegen muss.
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Innerhalb der letzten drei Monate revidierten drei Analysten ihre Gewinnschätzungen nach unten. Das spricht Bände über die Stimmung gegenüber dem Unternehmen.
Ausblick bleibt trüb
Für das Geschäftsjahr 2026 stellte Procept Erlöse zwischen 390 und 410 Millionen Dollar in Aussicht. Das liegt spürbar unter dem Analystenkonsens von 422 Millionen Dollar. Der operative Verlust weitet sich aus, was den Bewertungsspielraum weiter einschränkt.
BofA bewertet das Unternehmen nun mit dem Zweifachen des Umsatzes für 2026 – am oberen Ende der Spanne für unprofitable Medizintechnik-Firmen, die üblicherweise zwischen 0,5 und 2 handeln. Die Begründung für den noch relativ hohen Multiplikator: möglicher strategischer Wert für einen Käufer.
Immerhin: Die Bilanz ist solide. Procept verfügt über mehr Cash als Schulden und weist eine Current Ratio von 8,44 auf. Über die letzten zwölf Monate wuchs der Umsatz um 50 Prozent. Doch diese positiven Aspekte werden derzeit von den operativen Problemen und der Ergebnisschwäche vollständig überschattet.
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