Präzise Trennleistung im Laboralltag - Agilents 1260 Infinity II LC legt die Messlatte hoch
18.06.2026 - 18:43:56 | ad-hoc-news.deVerantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Software & Services. Vor der Veroeffentlichung am 18.06.2026, 18:42 Uhr geprueft. Details im Impressum.
Die 1260 Infinity II LC von Agilent steht oft unscheinbar in der Ecke, während im Labor hektisch Proben getauscht und Ergebnisse diskutiert werden. Doch genau dieses HPLC-System hält im Hintergrund die Qualität zusammen, mit reproduzierbaren Chromatogrammen, klaren Peaks und erstaunlich wenig Drama im Alltag.
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Wie sich Agilent mit Laborinstrumenten von der HPLC bis zu Massenspektrometern positioniert und was das fuer Forscher und Anleger bedeutet.
Was die 1260 Infinity II LC auszeichnet
Die 1260 Infinity II LC ist ein modular aufgebautes HPLC-System, das sich von der isokratischen Routineanlage bis zur gradienfähigen Methodentransfer-Plattform hochskalieren lässt. In vielen Laboren ersetzt sie ältere 1100- und 1200-Systeme, ohne die etablierten Methoden über Nacht unbrauchbar zu machen.
Typisch ist das kompakte Stack-Design: Pumpe, Autosampler, Thermostat und DAD-Detektor stehen wie Bausteine übereinander, die Status-LEDs leuchten beruhigend in Grün. Im Betrieb ist die Anlage vergleichsweise leise, das Pumpengeräusch bleibt auch bei 400 bar eher Hintergrundrauschen als Störsignal.
Leistung und Alltagstauglichkeit
Agilent gibt einen maximalen Systemdruck von bis zu 600 bar an, womit die 1260 Infinity II LC klar im Bereich der Standard-HPLC bleibt. Für viele Pharma-, Umwelt- und Lebensmittelanalysen ist genau das der Sweet Spot zwischen Performance und Reagenzienkosten.
Wichtig im Alltag ist die hohe Injektionspräzision des Autosamplers; der Multisampler der Serie schafft typischerweise Spitzenflächen-RSD-Werte im Promillebereich, was die Validierung deutlich entspannter macht. Gerade bei stabilen Routine-Methoden spürt man, wie selten Nachinjektionen nötig sind.
Bedienung, Software, Integration
Gesteuert wird die 1260 Infinity II LC in der Regel über die Software OpenLab CDS, die in vielen regulierten Laboren längst Standard ist. Wer einmal sein Probenbatch aufgesetzt hat, erlebt einen recht aufgeräumten, wenn auch nicht verspielten Workflow.
Die Integration in bestehende LIMS-Umgebungen gilt als Stärke; Audit-Trails, Benutzerrechte und elektronische Signaturen sind darauf ausgelegt, 21 CFR Part 11 und ähnliche Vorgaben abzudecken. Das System fühlt sich dadurch von Beginn an wie ein Werkzeug für regulierte Umgebungen an, nicht wie ein akademisches Spielzeug.
Modulare Varianten und Optionen
Spannend ist, wie breit Agilent das 1260-Portfolio aufspannt: von der kostengünstigen Prime-Variante bis zu Systemen mit binären Hochdruckpumpen, Thermostatkolonnen und erweiterten Probenkapazitäten. Labore können klein starten und bei Bedarf Module ergänzen.
Für schnelle Methoden bietet Agilent spezielle „Rapid Resolution“ Konfigurationen an, bei denen Säulen mit kleinerem Partikeldurchmesser und optimierter Fluidik zum Einsatz kommen. So lassen sich Laufzeiten deutlich verkürzen, ohne gleich in die Preisklasse echter UHPLC-Systeme zu rutschen.
Zielgruppe und typische Einsatzfelder
Die 1260 Infinity II LC zielt klar auf Routine- und Qualitätskontrolllabore, die viele Proben mit stabilen Methoden abarbeiten. Ob Freigabeanalytik in der Pharmaindustrie, Pestizid-Screening oder Stabilitätsstudien, das System soll schlicht zuverlässig funktionieren.
Auch Auftragslabore schätzen die Plattform, weil sie bekannte Hardware mit leicht nachvollziehbarer Service-Historie verbindet. Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und qualifiziertem Servicepersonal reduziert Ausfallzeiten, was gerade bei hohem Probendurchsatz entscheidend ist.
Stärken, Schwächen, Überraschungen
Zu den Stärken zählen die ausgereifte Mechanik, die breite Methodenkompatibilität und die gute Balance aus Leistung und Kosten. Wer bereits ein Agilent-Ökosystem im Haus hat, profitiert von einheitlichen Bedienoberflächen und Zubehör wie Degassern oder Säulenöfen.
Weniger glamourös ist der Platzbedarf, wenn mehrere Systeme nebeneinanderstehen. Dazu kommt: Für sehr schnelle Gradienten oder extrem hohe Drücke stößt die 1260 Infinity II LC irgendwann an ihre physikalischen Grenzen, hier greifen Labore meist zur 1290 Infinity II.
Was der Preis über das System verrät
Agilent nennt in Europa selten öffentliche Listenpreise, doch Angebote aus Distributorenkreisen zeigen, dass komplette 1260 Infinity II LC Systeme schnell in den mittleren fünfstelligen Euro-Bereich reichen, je nach Konfiguration. Das ist kein Schnäppchen, aber im direkten Vergleich mit ähnlichen Laborplattformen marktüblich.
In der Gesamtrechnung kommt es auf Verbrauchsmaterialien, Wartungsverträge und Stillstandszeiten an. Labore, die das System nahezu rund um die Uhr fahren, berichten von einer erstaunlich gelassenen Stabilität über viele Jahre hinweg, solange Wartung und Kalibrierung ernst genommen werden.
Einordnung im Unternehmen und Aktienbezug
Die LC-Plattformen rund um die 1260 Infinity II LC bilden einen Kernbereich im Segment „Life Sciences and Applied Markets“ von Agilent Technologies, das einen wesentlichen Anteil am Konzernumsatz beisteuert. Damit ist das System weit mehr als nur ein Nischenprodukt; es ist Teil der Grundausstattung moderner analytischer Labore weltweit.
Die Aktie von Agilent Technologies (US00846U1016) notiert an der New York Stock Exchange; zuletzt wurden die Anteile in US-Dollar gehandelt, während das Unternehmen seine Wachstumsstory stark auf analytische Geräte und begleitende Services stützt.
Kompakte Fakten zur 1260 Infinity II LC
- Produkt: 1260 Infinity II LC
- Hersteller: Agilent Technologies Inc.
- Kategorie: Software/Service/Abo-nahe Laborplattform (HPLC-System)
- Markteinfuehrung: ab etwa Mitte der 2010er-Jahre, sukzessive Ausbau der Varianten
- UVP / Preis: je nach Konfiguration typischerweise mittlerer fuenfstelliger Euro-Bereich
- Verfuegbarkeit: weltweit ueber Agilent-Vertrieb und Fachhaendler, auch in Deutschland
- Zielgruppe: Routine- und QC-Labore, Auftragslabore, akademische Einrichtungen mit hohem Probendurchsatz
- Besonderheit / USP: modular erweiterbare HPLC-Plattform mit breiter Methodenkompatibilitaet und enger Verzahnung mit OpenLab CDS
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