Präzise Lackierbahnen, Dürr EcoPaintJet Pro macht Roboter zum Feingeist
19.06.2026 - 17:09:32 | ad-hoc-news.deVerantwortlich: ad hoc news Fachredaktion B2B & Profi. Vor der Veröffentlichung am 19.06.2026, 17:01 Uhr geprüft. Details im Impressum.
Der EcoPaintJet Pro von Dürr steht vor einem Roboterarm, die Düse gleitet millimetergenau über eine Karosserie, und statt Nebel sieht man klare, scharfe Lackbahnen. Wer dicht daneben steht, merkt sofort: Hier soll jeder Tropfen Farbe sitzen, nichts mehr in die Luft gehen.
Hintergründe zur Dürr-Aktie und Strategie
Wie Dürr mit Lackierrobotern, energieeffizienten Anlagen und digitalen Services im Anlagenbau unterwegs ist, zeigen weitere Meldungen und der Blick in den IR-Bereich.
Was der EcoPaintJet Pro verspricht
Der EcoPaintJet Pro ist ein spezieller Applikator, der Lack nicht versprüht, sondern in definierten Strahlen oder Punkten aufträgt. Das System arbeitet eng mit einem Lackierroboter zusammen und zielt auf große, möglichst ebene Flächen.
In der Praxis sind das etwa Dächer, Motorhauben oder Dekorflächen, die bisher mit hohem Overspray-Anteil beschichtet wurden. Die Idee ist konsequent: weniger Farbnebel, weniger Filterbelastung, geringere Energiekosten im Lackierbetrieb.
Wie sich das System anfühlt
Wer eine Anlage mit EcoPaintJet Pro laufen sieht, merkt, wie aufgeräumt der Prozess wirkt. Statt zischendem Sprühnebel hört man ein eher gleichmäßiges Surren der Technik, während der Lack in Bahnen auf die Oberfläche gelegt wird.
Der Lackauftrag wirkt fast grafisch, aus der Nähe erinnert die Struktur zunächst an sehr feine Linien. Danach wird geglättet, so dass im finalen Finish wieder die gewohnte, geschlossene Lackoberfläche entsteht.
Stärken im Lackieralltag
Die größte Stärke liegt in der Materialeffizienz, weil der Lack zielgenau auf der Oberfläche landet und kaum in der Kabinenluft verschwindet. Für Betreiber bedeutet das weniger Lackverbrauch und weniger Abfall in Filtern und Schlämmen.
Hinzu kommt, dass sich bestimmte Dekore oder Kontrastflächen ohne zusätzliche Maskierung darstellen lassen. Das spart Zeit in der Vorbereitung und reduziert manuelle Arbeitsschritte, die in vielen Werken noch nervig viel Kapazität fressen.
Wo es Grenzen gibt
Ganz ohne Einschränkungen kommt der EcoPaintJet Pro allerdings nicht aus. Besonders komplizierte Geometrien, scharfe Kanten und verwinkelte Zonen bleiben das Terrain klassischer Sprühapplikation mit Overspray.
Auch die Integration in bestehende Linien ist kein Selbstläufer. Abläufe, Programme und Qualitätsfreigaben müssen angepasst werden, was Investitionsprojekte länger und komplexer machen kann, gerade in gewachsenen Werken.
Einordnung im Konzern und Aktienblick
Für Dürr ist der EcoPaintJet Pro ein Baustein der Strategie, Lackierlinien effizienter und nachhaltiger zu machen und bestehenden Kunden zusätzliche Einsparpotenziale zu eröffnen. Das stärkt die Position im Automobilbau und darüber hinaus im industriellen Beschichtungsmarkt.
Die Aktie von Dürr (DE0005565204) notiert am 19.06.2026 auf Xetra; konkrete Realtime-Kurse können je nach Handelszeitraum schwanken und sollten direkt an der Börse oder über Broker abgerufen werden.
Kompakte Fakten zum EcoPaintJet Pro
- Produkt: EcoPaintJet Pro
- Hersteller: Dürr AG
- Kategorie: B2B-Lackierapplikation
- Markteinführung: wenige Jahre im industriellen Einsatz, vor allem in Automobil-Lackierlinien
- UVP / Preis: projektspezifische Investition, abhängig von Roboteranzahl und Anlagenumfang
- Verfügbarkeit: vor allem im OEM- und Tier-1-Umfeld, im Rahmen maßgeschneiderter Anlagenprojekte
- Zielgruppe: Automobilhersteller und Industrieunternehmen mit hohen Qualitäts- und Effizienzanforderungen in der Lackierung
- Besonderheit / USP: definierter Lackauftrag mit stark reduziertem Overspray auf großen Flächen
Dieser Artikel wurde a.i.-gestützt erstellt und redaktionell geprüft. Produktinformationen ohne Gewähr; Preise und Verfügbarkeit können sich kurzfristig ändern. Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Börsengeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.
