Präsidentin, Bildungsminister

Präsidentin der Bildungsminister: 'Langer Atem nötig'

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 09:44 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach dem schlechten Abschneiden deutscher Schülerinnen und Schüler in der neuen Pisa-Studie sieht die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, Anna Stolz, die Grundlagen für eine Trendumkehr bereits gelegt.

"Wir fangen nicht bei null an - im Gegenteil: Die Länder haben bereits wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht", kommentierte Stolz die Ergebnisse. "Wir stärken die Basiskompetenzen, setzen früher und gezielter bei der Förderung an und entwickeln die Qualität unseres Unterrichts datengestützt weiter."

Stolz, die zugleich bayerische Kultusministerin ist, betonte: "Die Ergebnisse von Pisa 2025 sind inakzeptabel, kommen nach den vergangenen Bildungsstudien aber nicht überraschend." Entscheidend sei es jetzt, den eingeschlagenen Weg mit aller Kraft fortzuführen, die Wirkung der Maßnahmen genau in den Blick zu nehmen und erfolgreiche Ansätze in die Breite zu bringen. "Eine nachhaltige Trendumkehr braucht genau dieses konsequente Handeln und auch einen langen Atem, bis getroffene Maßnahmen ihre Wirkung in der Fläche erzielen."

In der Pisa-Studie haben Deutschlands Schülerinnen und Schüler so schlecht abgeschnitten wie nie zuvor. In Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften wurden bei den getesteten 15-Jährigen "die niedrigsten Kompetenzwerte seit Beginn der Pisa-Erhebungen erzielt", heißt es in der neuen Ausgabe der internationalen Vergleichsstudie. Die Ergebnisse liegen somit auch niedriger als bei der ersten Pisa-Studie im Jahr 2000, die den sogenannten Pisa-Schock und in der Folge Bildungsreformen ausgelöst hatte.

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