Präkrastination: Der gefährliche Zwang zum sofortigen Erledigen
27.02.2026 - 02:09:42 | boerse-global.dePräkrastination kann direkt in den Burnout führen. Neue psychologische Studien entlarven den Drang, Aufgaben sofort zu erledigen, als ernstes Risiko für die psychische Gesundheit.
Lange galt schnelles Abhaken als Ideal in einer auf Effizienz getrimmten Welt. Doch die Forschung warnt jetzt eindringlich: Der Zwang zur sofortigen Erledigung ist oft kein Zeichen von Produktivität, sondern ein maladaptiver Bewältigungsmechanismus. Aktuelle Studien aus Deutschland und Japan belegen die globale Relevanz des Phänomens.
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Was steckt hinter dem Drang, sofort zu handeln?
Präkrastination beschreibt den Impuls, Aufgaben sofort zu beginnen und abzuschließen – selbst wenn dies strategisch unklug ist oder mehr Aufwand bedeutet. Der Begriff geht auf ein Experiment des US-Psychologen David Rosenbaum aus dem Jahr 2014 zurück.
Im Gegensatz zur Prokrastination suchen Betroffene die sofortige Erleichterung nach dem Erledigen einer Aufgabe. Dieses Gefühl wird durch einen kleinen Dopaminausstoß im Gehirn belohnt und kann in einen problematischen Kreislauf münden. Schätzungen zufolge neigen etwa 18 Prozent der Bevölkerung zu diesem Verhalten.
Angst und Kontrolle als heimliche Treiber
Die Ursachen sind vielfältig und oft tief verwurzelt. Ein zentraler Motor ist das starke Bedürfnis nach Kontrolle und die Angst, etwas zu vergessen. Viele handeln, um innere Unruhe zu beruhigen, die unerledigte Aufgaben auslösen.
Oft liegen die Wurzeln in der Kindheit, wo ein hohes Pflichtgefühl erlernt wurde. Perfektionismus spielt eine wesentliche Rolle: Die Überzeugung, Aufgaben selbst am besten erledigen zu können, führt zum sofortigen Handeln, um potenzielle Kritik zu vermeiden. Experten sehen einen klaren Zusammenhang mit Persönlichkeitsmerkmalen wie Neurotizismus.
Die dunkle Seite der vermeintlichen Effizienz
Neue Forschungsergebnisse enthüllen die gravierenden Folgen. Eine bedeutende Studie von Ende 2025 belegte, dass insbesondere angstgetriebene Präkrastination signifikant mit chronischem Stress korreliert.
Die Konsequenzen sind fatal: Überstürztes Handeln verhindert tiefere Reflexion und kreative Lösungen. Die Qualität der Arbeit leidet, und es werden schlechtere strategische Entscheidungen getroffen. Langfristig erhöht der ständige Druck das Risiko für psychische Erschöpfung massiv.
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Wie bricht man den Teufelskreis?
Experten raten Betroffenen zum bewussten Innehalten vor dem Handeln. Der wichtigste Schritt ist das aktive Priorisieren von Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit. Methoden wie die Eisenhower-Matrix können hier Klarheit schaffen.
Entscheidend ist es, das unangenehme Gefühl unerledigter Aufgaben aushalten zu lernen. Das Setzen klarer Grenzen – wie feste Zeitfenster für E-Mails – reduziert den ständigen Handlungsdruck. Das Ziel ist nicht Untätigkeit, sondern ein Gleichgewicht, in dem überlegtes Handeln Vorrang vor zwanghaftem Aktionismus hat.
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