PowerCell, Sweden

PowerCell Sweden Aktie: Unter Druck

11.03.2026 - 05:12:05 | boerse-global.de

Kritische Recherchen stellen die Technologie von PowerCell in Frage, woraufhin die Aktie auf ein Jahrestief fällt. Das Unternehmen weist die Vorwürfe entschieden zurück.

PowerCell Sweden Aktie: Unter Druck - Foto: über boerse-global.de
PowerCell Sweden Aktie: Unter Druck - Foto: über boerse-global.de

Zwei Medienberichte haben PowerCell Sweden in eine schwierige Lage gebracht. Schwedisches Fernsehen (SVT) und das norwegische Outlet NRK veröffentlichten Recherchen, die die technische Reife und Lebensdauer der Brennstoffzellensysteme des Unternehmens in Frage stellen – gestützt auf interne Dokumente und Aussagen von Mitarbeitern. Die Aktie reagierte entsprechend: Sie notiert aktuell auf einem 52-Wochen-Tief und hat in den vergangenen sieben Tagen rund 32 Prozent verloren.

Die Gegendarstellung des Unternehmens

PowerCell wies die Vorwürfe entschieden zurück. Laut Management beziehen sich die in den Berichten zitierten Dokumente und Tests auf Hardware, die zwei Produktgenerationen alt ist – und damit nicht repräsentativ für das aktuelle Produktportfolio. Als Beleg für die Zuverlässigkeit der heutigen Systeme verwies CEO Richard Berkling auf mehr als 200.000 Teststunden sowie über 500.000 Stunden Felddaten, die gemeinsam mit Partner Bosch gesammelt wurden.

Darüber hinaus betonte das Unternehmen seine Zertifizierungen: Die Entwicklungs- und Produktionsanlagen entsprechen dem international anerkannten Standard AS9100. Maritime und industrielle Systeme haben zudem Zulassungen von den Klassifikationsgesellschaften DNV und Lloyd's Register erhalten – Gütesiegel, die in der Branche als besonders streng gelten.

Analysten und Insider reagieren

Die Medienberichte hinterließen Spuren in der Analystenbewertung. DNB Carnegie senkte die Bandbreite des fairen Werts von zuvor 26–69 SEK auf nun 23–54 SEK. Als Begründung nannten die Analysten gestiegene Marktunsicherheit und geschwächtes Anlegervertrauen infolge der Berichterstattung – was sie dazu veranlasste, ihre Kapitalkostenannahmen auf 12–16 Prozent anzuheben.

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Ein anderes Signal sendete Aufsichtsratsvorsitzender Magnus Jonsson: Er kaufte nach dem Kursrückgang 7.000 Aktien des Unternehmens. Der Vorstand bekräftigte zudem sein Vertrauen in das Management und die laufende Industrialisierungsstrategie.

Ob die vorgelegten Daten ausreichen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, wird sich zeigen, sobald der Markt die Substanz der Gegenargumente bewertet – und nicht nur die Schlagzeilen.

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