PowerCell, Sweden

PowerCell Sweden Aktie: Elektrolyseur-Projekt fällt weg

14.05.2026 - 04:21:11 | boerse-global.de

PowerCell Sweden fokussiert sich auf marktfähige Brennstoffzellen und reduziert Forschungsaktivitäten. Das erste Quartal 2026 zeigt einen Nettoverlust von 39,76 Millionen SEK.

PowerCell Sweden Aktie: Elektrolyseur-Projekt fällt weg - Foto: über boerse-global.de
PowerCell Sweden Aktie: Elektrolyseur-Projekt fällt weg - Foto: über boerse-global.de

Der schwedische Brennstoffzellen-Spezialist PowerCell Sweden vollzieht einen strategischen Richtungswechsel. Das Unternehmen konzentriert sich künftig stärker auf kommerzielle Produkte – und stellt die Forschung hinten an. Gemeinsame Projekte mit Vinnova und der Schwedischen Energieagentur machten 2025 nur noch rund ein Prozent der gesamten Aktivitäten aus.

Weniger Förderung, mehr Markt

PowerCell liefert bereits industrialisierte Brennstoffzellen an Kunden, vor allem in der Schifffahrt und der Stromerzeugung. Langfristige Forschungsprojekte – oft mit Universitäten – laufen zwar weiter, aber mit einem Horizont nach 2030. Das Management setzt auf kommerzielle Installationen statt auf Zuschüsse.

Zwischen 2023 und 2025 erhielt PowerCell rund 7,6 Millionen SEK an öffentlichen Geldern aus Schweden. Davon entfielen etwa 5,2 Millionen SEK auf Vinnova, wovon rund 3 Millionen SEK für Aktivitäten im Jahr 2026 vorgemerkt sind. Die tatsächlichen Abrufe blieben hinter den genehmigten Projektplänen zurück. Hinzu kamen rund 2,4 Millionen SEK von der Schwedischen Energieagentur.

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Ein geplantes Industrieprojekt aus dem Jahr 2024 – die Entwicklung schwedischer Elektrolyseur-Technologie für grünen Wasserstoff – kam nicht zustande. Beteiligt waren unter anderem Hitachi Energy, Alfa Laval, Stegra und Alleima. Wäre das Projekt umgesetzt worden, hätte PowerCell jährlich 10 bis 15 Millionen SEK an öffentlicher Kofinanzierung erhalten.

Quartalszahlen mit Verlust

Im ersten Quartal 2026 erzielte PowerCell einen Nettoumsatz von 46,95 Millionen SEK. Unterm Strich stand ein Nettoverlust von 39,76 Millionen SEK. Der verwässerte Verlust je Aktie aus fortgeführten Geschäften betrug 0,69 SEK. Über die letzten zwölf Monate summierte sich der Verlust je Aktie auf 0,93 SEK.

Die Aktie notierte zuletzt bei 2,47 Euro – das entspricht einem Minus von rund zehn Prozent seit Jahresbeginn. Auf Jahressicht liegt das Papier dagegen gut vier Prozent im Plus. Derzeit handelt die Aktie knapp ein Viertel über ihrem 50-Tage-Durchschnitt, die annualisierte Volatilität liegt bei über 100 Prozent.

Analysten bewerten die Aktie im Durchschnitt mit "Halten" und sehen ein Kursziel von umgerechnet rund 32,00 SEK. Der Strategiewechsel in Richtung kommerzieller Produkte könnte langfristig die Wende bringen. Die hohen Verluste und die dünne Kapitaldecke bleiben jedoch Risiken. Ob PowerCell den Spagat zwischen Forschung und Markt schafft, entscheiden die kommenden Quartale.

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