Power, Tech

Power Up Tech Corps: Generationen lernen gemeinsam KI

08.02.2026 - 09:22:12

Städte und Organisationen weltweit setzen auf intergenerationelle Projekte, um die digitale Kluft zu überwinden und KI sicher zu nutzen. Gemeinsames Lernen wird zum Erfolgsrezept.

Eine globale Welle von Gemeinschaftsprojekten zeigt, wie der digitale Graben zwischen Jung und Alt überwunden werden kann. Anlässlich des bevorstehenden Safer Internet Day setzen Städte und Organisationen weltweit auf ein neues Erfolgsrezept: intergenerationelles Lernen.

Philadelphia startet digitale Freiwilligen-Truppe

Die US-Metropole Philadelphia geht mit einem innovativen Pilotprojekt voran. Die Stadt hat am vergangenen Donnerstag das „Power Up Tech Corps“ ins Leben gerufen. Das Programm rekrutiert gezielt zwei Gruppen: Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren und Erwachsene. Gemeinsam sollen sie als digitale Botschafter in ihren Stadtteilen wirken.

Im ersten Jahr werden mehr als 30 Freiwillige in mindestens zehn Gemeindezentren und Bibliotheken eingesetzt. Sie ergänzen das bestehende Netzwerk der städtischen „Digital Navigators“. Nach einer speziellen Schulung helfen sie Bürgern bei grundlegenden Digitalfähigkeiten. Der Clou: Die Generationen lernen voneinander. Jugendliche sammeln wertvolle Berufserfahrung, während Ältere von der Tech-Affinität der Jungen profitieren.

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Gipfel in Neu-Delhi: KI muss menschlich bleiben

Während Philadelphia auf Graswurzel-Ebene agiert, fand in Neu-Delhi eine globale Strategiedebatte statt. Beim Digital Inclusion Summit 2026 diskutierten über 350 Experten unter dem Motto „Humanizing AI“. Die zentrale Frage: Wie bereitet man die Jugend auf eine KI-geprägte Zukunft, ohne die menschliche Komponente der Bildung zu verlieren?

Ein Konsens war deutlich: Technologie soll menschliche Beziehungen im Klassenzimmer stärken, nicht ersetzen. Besonders Lehrer benötigten dringend mehr Unterstützung, um Schüler in einer automatisierten Welt zu führen. Ein weiterer Fokus lag auf der digitale Einbeziehung von Mädchen aus benachteiligten Gemeinschaften. Hier gilt generationenübergreifende Mentorenschaft als Schlüssel, um die Geschlechterkluft in der Tech-Branche zu schließen.

Safer Internet Day setzt auf gemeinsame Verantwortung

Die Initiativen passen perfekt zum Safer Internet Day am morgigen Dienstag. Das globale Motto 2026 lautet: „Smart tech, safe choices – KI sicher und verantwortungsvoll nutzen“. Organisationen wie ConnectSafely haben neue Leitfäden veröffentlicht. Sie sollen Eltern und Großeltern helfen, mit Kindern über KI, Sprachassistenten und Algorithmen zu sprechen.

Der Ansatz hat sich gewandelt. Früher ging es oft darum, Kinder vor dem Internet zu schützen. Heute steht im Vordergrund, Familien zu befähigen, die digitale Welt gemeinsam zu erkunden. Diese Neuausrichtung erkennt an, dass auch ältere Erwachsene aktive Teilnehmer sein müssen. Sie müssen die Technologien verstehen, die ihre Enkel täglich nutzen.

Schulen und NGOs springen auf den Zug auf

Der Trend zum Brückenschlag zwischen den Generationen geht über rein digitale Projekte hinaus. In Indien hat das nationale Schul-Board (CBSE) Schulen aufgefordert, strukturierte Aktivitäten zwischen Schülern und Großeltern zu organisieren. Durch gemeinsames Kochen oder Kunst sollen emotionale Bindungen gestärkt werden.

Experten sehen darin einen cleveren Schachzug gegen die soziale Isolation Älterer – ein Problem, das durch den Digital Gap oft verschärft wird. Bringt man Großeltern in die Schule, entstehen natürliche Wege für Wissensaustausch, der auch digitale Kompetenzen umfassen kann.

Parallel dazu hat die NGO Pace e Bene ihre „Changemaker Youth Grants 2026“ ausgeschrieben. Das Programm fördert Jugendliche zwischen 12 und 23 Jahren, die eigene Gemeindeprojekte entwickeln. Die Botschaft ist klar: Die junge Generation wird als Motor für sozialen Wandel vor Ort gesehen.

Vom Aktionstag zur gelebten Kultur

Die Landschaft der Digital-Bildungsinitiativen verändert sich grundlegend. Aus einzelnen Aktionstagen werden dauerhafte Bewegungen. Die Organisation All4Ed stellt fest, dass der „Digital Learning Day“ ab 2026 kein Kalenderdatum mehr ist, sondern ein kontinuierlicher Prozess in Schulen.

Experten prognostizieren für das laufende Jahr eine Zunahme von „Tandem-Lern“-Modellen. Dabei werden jüngere und ältere Lernende gepaart, um gemeinsam neue Technologien zu erkunden. Der Erfolg von Pilotprojekten wie dem Power Up Tech Corps wird entscheidend sein. Sollte er sich bewähren, könnten andere Großstädte mit ähnlichen demografischen und digitalen Herausforderungen nachziehen.

Die Ereignisse dieser Woche zeigen eine klare Richtung auf. Die Antwort auf die disruptiven Veränderungen durch KI liegt nicht in noch mehr Technologie, sondern in einer der ältesten menschlichen Strukturen: der Gemeinschaft. Indem sie Generationen zum gemeinsamen Lernen zusammenbringen, setzen Städte und Nationen auf eine einfache Wahrheit. Die entscheidende Anwendung im digitalen Zeitalter bleibt die menschliche Verbindung.

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