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Power Napping: Das kurze Nickerchen für mehr Leistung

16.01.2026 - 02:55:12

Ein gezielter Kurzschlaf von 10 bis 20 Minuten am frühen Nachmittag verbessert Konzentration und Leistung. Immer mehr Unternehmen erkennen die Vorteile und integrieren Ruhepausen.

Ein kurzes Nickerchen am Tag steigert die Konzentration und Produktivität. Das sogenannte Power Napping etabliert sich als wissenschaftlich fundierte Methode gegen das Mittagstief – und findet sogar Einzug in die Arbeitswelt.

Warum 20 Minuten den Unterschied machen

Ein Power Nap ist ein gezielter Kurzschlaf von 10 bis 20 Minuten. Diese Dauer ist entscheidend: Sie ermöglicht Erholung in der Leichtschlafphase, ohne in den Tiefschlaf zu fallen. Wer länger als 30 Minuten schläft, riskiert die sogenannte Schlafträgheit – ein Zustand von Benommenheit nach dem Aufwachen. Studien, unter anderem der NASA, belegen, dass ein solcher Minutenschlaf die Reaktionszeit und Aufmerksamkeit signifikant verbessert.

Der perfekte Zeitpunkt für den Energieschub

Wann ist der richtige Moment? Experten empfehlen das natürliche Leistungstief am frühen Nachmittag, typischerweise zwischen 12 und 15 Uhr. Eine Studie der australischen Flinders University zeigt: Bereits zehn Minuten können positive Effekte erzielen. Von einem Nickerchen nach 16 Uhr wird abgeraten, da es den nächtlichen Schlafrhythmus stören kann. Für Menschen mit Schlafproblemen gilt sogar eine Grenze von 15 Uhr.

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Immer mehr Unternehmen setzen auf Ruhepausen

Die Vorteile überzeugen auch Arbeitgeber: Ausgeruhte Mitarbeiter sind produktiver, kreativer und machen weniger Fehler. Während in Japan das „Inemuri“ (Nickerchen am Arbeitsplatz) längst Kult ist, zieht Europa nach. Immer mehr Firmen erkennen den Wert strategischer Erholung.
* Ein Power Nap kann Stress reduzieren und die Stimmung ausgleichen.
* Einige Unternehmen richten bereits spezielle Ruheräume ein.
* Im Homeoffice nutzen rund 40 Prozent der Berufstätigen die Flexibilität für einen kurzen Schlaf – besonders die Generation Z.

Die größten Fehler beim Power Napping

Trotz aller Vorteile kann die Strategie nach hinten losgehen. Die beiden häufigsten Fehler:
1. Zu lange schlafen: Überschreitet man die 30-Minuten-Marke, droht der unerwünschte Eintritt in den Tiefschlaf.
2. Der falsche Zeitpunkt: Ein Nap am späten Nachmittag baut den Schlafdruck für die Nacht ab und kann zu Einschlafproblemen führen.

Ein Power Nap ist außerdem kein Ersatz für chronischen Schlafmangel. Er bleibt eine effektive Zusatzstrategie – die Basis muss ein erholsamer Nachtschlaf sein.

Vom Trend zur gelebten Unternehmenskultur

Die wachsende Akzeptanz des Power Nappings spiegelt einen gesellschaftlichen Wandel wider: Mentale Gesundheit und Work-Life-Balance gewinnen an Bedeutung. Forschungsergebnisse der Harvard School of Public Health deuten sogar auf langfristige gesundheitliche Vorteile wie ein reduziertes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin.

Mit der Zunahme flexibler Arbeitsmodelle dürfte die Integration solcher Erholungsphasen weiter wachsen. Der Power Nap hat das Potenzial, sich von einer persönlichen Gewohnheit zu einem festen Bestandteil einer modernen, gesundheitsorientierten Arbeitswelt zu entwickeln.

@ boerse-global.de