Potsdam startet Campus-Planung auf dem Brauhausberg
26.01.2026 - 04:00:12Potsdams Stadtverordnete haben grünes Licht für einen neuen Universitätscampus gegeben. Sie beschlossen in der vergangenen Woche den Start des Bebauungsplanverfahrens für das 6,2 Hektar große Gelände auf dem historischen Brauhausberg. Das Großprojekt wird maßgeblich von der Hasso Plattner Foundation finanziert und soll die Universität Potsdam langfristig im Stadtzentrum verankern.
Im Fokus steht der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 188 „Universitätscampus Brauhausberg“. Dieses formale Verfahren soll bis 2027 abgeschlossen sein und Baurecht für das Areal des ehemaligen Landtags schaffen. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel betont die Priorität: „Ich ziehe einen öffentlichen, lebendigen Hochschulcampus der Alternative von Luxuswohnungen klar vor.“ Die Stadt will die Investitionen in die Wissenschaft planungsrechtlich absichern.
Vom Brachland zum Innovations-Hub
Auf dem lange brachliegenden Gelände entsteht ein modernes Zentrum für Lehre, Forschung und Verwaltung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung der Digital Engineering Fakultät, die von der Universität und dem Hasso-Plattner-Institut gemeinsam betrieben wird. Die bestehenden Studentenwohnheime auf dem Brauhausberg bleiben erhalten – eine klare Antwort auf Sorgen um bezahlbaren Wohnraum.
Viele Forschungsprojekte und Ausgründungen scheitern, weil der Businessplan Investoren und Förderstellen nicht überzeugt – Studien zeigen, dass ein klar strukturierter Plan oft über Finanzierung entscheidet. Wenn am Brauhausberg künftig Start-ups und Technologietransfer entstehen sollen, helfen praxisnahe Vorlagen, Finanzpläne und Checklisten beim professionellen Auftritt. Holen Sie sich kostenlose Businessplan-Vorlagen mit Musterstrukturen und Tipps für Investorenansprache. Kostenlose Businessplan-Vorlagen herunterladen
Transparenz trifft auf Kritik
Die Stadt verspricht einen zügigen und transparenten Prozess mit öffentlicher Beteiligung. Das Interesse ist groß: Eine erste öffentliche Begehung des sonst gesperrten Geländes zog trotz Kälte hunderte Bürger an. Nicht alle sind überzeugt. Die Fraktionen Die Linke und Die Andere stimmten gegen den Beschluss. Sie äußerten Bedenken zum Einfluss des privaten Mäzens. Anträge für einen vorgeschalteten Masterplan-Wettbewerb fanden keine Mehrheit.
Was kommt als nächstes?
Nun beginnt die konkrete Planungsphase. Eine Taskforce aus Vertretern von Stadt, Land, Universität und Stiftung erarbeitet den städtebaulichen Entwurf. Sollte alles nach Plan laufen, könnte der neue Campus tausende Studierende und Forschende in die Stadtmitte bringen. Ein deutschlandweit einzigartiges Projekt nimmt Fahrt auf.


