Portishead-Comeback, Portishead

Portishead-Comeback? Warum jetzt alle ausflippen

15.02.2026 - 08:03:48 | ad-hoc-news.de

Portishead sorgen wieder für Spannung. Comeback, Tour-Hoffnung, neue Musik? Was deutsche Fans 2026 wirklich erwarten können.

Wenn der Name Portishead fällt, wird es auf einmal still – und dann sehr laut. Still, weil jede:r kurz dieses Ziehen im Bauch spürt, diese Mischung aus Nostalgie und Gänsehaut. Laut, weil das Netz gerade wieder komplett eskaliert: Gerüchte über neue Musik, Hoffnungen auf Europa-Shows, Playlists, Memes, Analyse-Videos. Trip-Hop ist offiziell wieder Thema – und Portishead stehen wie ein Schatten über allem.

Offizielle Portishead-Seite: Alle offiziellen Infos hier checken

Die Band, die mit nur drei Studioalben ein komplettes Genre geprägt hat, ist seit Jahren fast komplett abgetaucht – und genau das macht jede noch so kleine Bewegung so intensiv. Ein kryptischer Social-Post, ein Interview-Schnipsel, ein seltenes Live-Lebenszeichen: Portishead-Fans drehen sofort am Rad. 2026 wirkt wie ein Jahr, in dem sich einiges entscheiden könnte: Bleibt es beim Mythos der radikalen Zurückhaltung? Oder kommt doch noch ein spätes Kapitel – mit Shows in Deutschland, vielleicht sogar neuem Material?

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

Um zu verstehen, warum der Hype gerade wieder hochkocht, musst du dir erst klar machen, wie konsequent Portishead sich in den letzten Jahren aus der Öffentlichkeit herausgehalten haben. Kein klassischer Album-Zyklus, keine nervige Promo-Dauerbeschallung, kaum Interviews. Stattdessen: seltene, extrem kuratierte Auftritte und zwischendurch einzelne Songs zu politischen oder wohltätigen Anlässen. Jedes Lebenszeichen wirkt dadurch wie eine Nachricht aus einer anderen Zeit.

In den letzten Monaten hat sich diese Funkstille allerdings leicht verschoben – und genau das feuert die Spekulationen an. Auf Fan-Foren wird analysiert, dass die offizielle Website https://www.portishead.co.uk wieder spürbar mehr Traffic bekommt, weil Menschen auf Hinweise auf ein mögliches Comeback hoffen. Auf Social Media kursieren Ausschnitte aus einem Interview mit Geoff Barrow aus den letzten Jahren, in dem er sinngemäß sagt, dass die Band nie offiziell aufgehört habe, aber dass sie nur dann etwas veröffentlichen würden, wenn es sich zu 100 % richtig anfühle. Für die Fanbase ist das ein Freifahrtschein für Hoffnung.

Dazu kommen Rückblicke großer Magazine, die das Trip-Hop-Erbe neu sortieren. Gerade in Deutschland tauchen Portishead immer wieder in Listen wie „Alben, die dein Leben verändert hätten, wenn du sie rechtzeitig gehört hättest“ oder in TikTok-Clips, die "Dummy" und "Roseland NYC Live"-Ausschnitte mit aktuellen Emo- und Indie-Szenen verknüpfen. Das Ergebnis: Eine junge Generation entdeckt Portishead nicht über MTV oder Viva, sondern über Reels und Kurzvideos – und ist überrascht, wie modern diese Songs 2026 noch klingen.

Konkrete, offizielle Tourdaten für Deutschland gibt es Stand Mitte Februar 2026 nicht. Aber: In UK- und EU-Fankreisen wird sehr aufmerksam beobachtet, welche Festivals ihre Line-ups noch nicht komplett veröffentlicht haben. Besonders die typischen „Heritage-Acts“-Slots – späte Abend-Slots auf alternativen Bühnen – werden im Zusammenhang mit Portishead genannt. Der Grund: Die Band war stets wählerisch, hat aber in der Vergangenheit immer wieder Festivalauftritte genutzt, um rare Shows zu geben, statt klassische Welttourneen durchzuziehen.

Für deutsche Fans heißt das: Es gibt aktuell keine Tickets, die du offiziell kaufen kannst, aber ein Comeback wäre logischerweise ohne Stop in Deutschland kaum vorstellbar. Die Fan-Hotspots wären dann vermutlich Städte wie Berlin, Hamburg oder Köln, wo die Schnittmenge aus Indie, Elektronik und nostalgischer 90s-Liebe besonders groß ist. Besonders häufig fällt in Spekulationen der Name Berlin, weil hier die Club- und Kunstszene ideal zum dunklen Portishead-Sound passt.

Wichtig ist: Alle konkreten Tourgerüchte stammen gerade eher aus Foren, TikTok-Kommentaren und Reddit-Threads als aus offiziellen Statements. Das ändert aber nichts daran, dass die Band in Interviews der letzten Jahre immer wieder durchblicken ließ, dass sie sich nicht komplett von der Idee Live-Auftritte verabschiedet hat. Sollte Portishead also wieder auf die Bühne zurückkehren, würden deutsche Fans ziemlich sicher nicht leer ausgehen – die Frage ist eher: Wann und in welcher Form?

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Was würdest du von einer Portishead-Show 2026 erwarten? Die Antwort ist verrückt einfach und gleichzeitig maximal komplex: Die Fans wollen im Kern immer noch dieselben Songs wie vor 20 Jahren – aber in einer Intensität, die sich anfühlt, als würden sie zum ersten Mal passieren.

Ein Blick auf die Setlisten der letzten bekannten Auftritte (etwa bei ausgewählten Festivals und Charity-Shows in den 2010ern) zeigt ein klares Muster: "Mysterons" als bedrohlicher Einstieg, gefolgt von Klassikern wie "Sour Times", "Glory Box" und "Roads". Dazu kamen Stücke aus "Third" wie "Machine Gun", "The Rip" oder "We Carry On". Die Dramaturgie: langsam aufbauen, Spannung halten, am Ende alles einreißen.

Wenn du dir die Struktur einer typischen Portishead-Show vorstellst, kannst du grob mit drei Phasen rechnen:

  • 1. Der Aufbau: Songs wie "Mysterons", "Numb" oder "Cowboys" legen die Grundstimmung. Viel Hall, spröde Beats, diese charakteristische, leicht verzerrte Produktion, dazu Beth Gibbons’ Stimme – brüchig, aber brutal präsent. Da redet niemand, da starrt jede:r auf die Bühne.
  • 2. Die Eskalation: "Sour Times", "All Mine", "Over" und gerade die härteren "Third"-Tracks wie "Machine Gun" oder "We Carry On" machen spürbar, wie kompromisslos Portishead live klingen können. Das ist nicht chilliger Lounge-Trip-Hop, das ist kantig, metallisch, teilweise fast industriell.
  • 3. Der emotionale Knockout: Fast jeder Bericht über ein Portishead-Konzert endet bei denselben Songs: "Roads" und "Glory Box". Live sind das keine bloßen 90er-Hits, sondern Momente, in denen es im Publikum wahlweise komplett leise oder komplett laut wird, weil Leute mitsingen, weinen, sich aneinander festhalten.

Das Visuelle spielt dabei eine große Rolle. In früheren Shows setzte die Band auf Projektionen, körnige Bilder, teilweise Live-Kameras mit bewusst schlechter Auflösung, um eine Art Albtraum-Filmästhetik zu erzeugen. In einer möglichen 2026-Show wären genau diese Elemente extrem anschlussfähig an das, was heute auf TikTok und in Musikvideos abgefeiert wird: Retro-Visuals, VHS-Ästhetik, Glitch-Effekte. Du kannst dir ziemlich sicher sein, dass bei einem neuen Portishead-Auftritt keine übertriebene LED-Show à la Stadion-Pop kommen würde – eher ein sehr bewusst gestalteter, dunkler, fast filmischer Raum.

Spannend ist auch, wie sich die Songs über die Jahre verändert haben. Fans berichten, dass Stücke wie "Glory Box" live teilweise langsamer und noch schwerer wirkten als auf Platte, während Nummern wie "The Rip" fast hypnotisch wurden. Das liegt auch daran, dass Portishead live mit echten Instrumenten und analogen Geräten arbeiten, statt alles stumpf aus dem Rechner zu schicken. Drums, Gitarren, alte Synths, Samples, dazu Beths Stimme – das ergibt einen Sound, der sich nicht wie Nostalgie anfühlt, sondern wie eine Herausforderung an das, was heute als „live“ durchgeht.

Eine mögliche 2026-Setlist würde mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die drei bisherigen Alben verteilt sein. Du kannst fest davon ausgehen, dass diese Songs sehr weit oben auf der Wunschliste der Fans stehen:

  • "Mysterons"
  • "Sour Times"
  • "Glory Box"
  • "Roads"
  • "All Mine"
  • "Over"
  • "Only You"
  • "The Rip"
  • "Machine Gun"
  • "We Carry On"

Sollte es neue Songs geben, würden sie höchstwahrscheinlich nicht als „Hit-Single“ mit fetter Hook daherkommen, sondern eher als verstörende, langsam wachsende Stücke, die sich in die bisherigen Tracks einfügen. Gerade TikTok-Fans spekulieren, wie schnell ein neuer Portishead-Song in Mood-Edits, Fashion-Clips oder Serien-Szenen landen würde.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

Auf Reddit, TikTok und in deutschen Twitter-Bubbles (bzw. X) ist Portishead seit Monaten immer wieder Thema – und zwar nicht nur nostalgisch, sondern mit echter Erwartung. Die Spekulationen drehen sich grob um drei Fragen: Kommt ein viertes Album? Gibt es 2026/27 Live-Shows in Europa? Und wie würde ein moderner Portishead-Sound überhaupt klingen?

In mehreren Reddit-Threads wird diskutiert, dass die Band sich technisch nie auf einem Stand ausgeruht hat. Besonders "Third" wird ständig als Argument herangezogen, weil das Album damals viele Fans überrascht hat: weniger klassischer Trip-Hop, mehr kantige, fast postpunkige Strukturen, verzerrte Synths, merkwürdige Taktarten. Daraus leiten einige User die Theorie ab, dass ein neues Portishead-Album sich nicht an den typischen 90er-Melodien festklammern würde, sondern eher noch weiter weg gehen könnte – vielleicht in Richtung düsterer Electronica, experimenteller Pop oder fast schon minimalistische, trockene Beats.

Ein anderer Strang der Gerüchteküche dreht sich um Gastauftritte und mögliche Features. Gerade auf TikTok tauchen immer wieder Fantasy-Features auf: Beth Gibbons mit Billie Eilish, FKA twigs oder The Weeknd. Deutschsprachige Fans spekulieren sogar darüber, wie ein Feature mit Künstler:innen wie Alli Neumann, Nina Chuba oder ÄTNA klingen könnte, weil deren melancholische, leicht verschobene Pop-Ansätze theoretisch gut mit der Portishead-Düsternis harmonieren würden. Realistisch? Eher schwierig – aber diese Gedankenspiele zeigen, wie stark Portishead als Referenz für aktuellen Pop geworden ist.

Thema Ticketpreise: In Diskussionen zu anderen „Comeback-Acts“ (von Blur bis Depeche Mode) kommt immer wieder die Sorge auf, dass ein eventuelles Portishead-Konzert für Normalverdiener:innen kaum noch bezahlbar wäre. User vergleichen hypothetische Ticketpreise mit den aktuellen Summen für 90er- und 2000er-Legenden, die teils problemlos dreistellige Beträge pro Ticket aufrufen. Viele hoffen, dass Portishead – mit ihrem eher anti-kommerziellen Image – nicht zu aggressiv in diese Richtung gehen würden. Andererseits sind gestiegene Produktions- und Reisekosten real, was die Diskussion zusätzlich auflädt.

Ein weiterer Dauerbrenner in den Fan-Theorien: Kommt als erstes wirklich ein neues Studioalbum – oder eher eine limitierte Live-Veröffentlichung oder ein Reissue-Special? Einige Nerds verweisen darauf, dass Vinyl seit Jahren wieder boomt und dass sich eine aufwendig kuratierte Neuauflage von "Dummy" oder "Roseland NYC Live" mit Bonus-Material sehr gut verkaufen würde – inklusive möglicher, kleiner Showcase-Gigs zur Veröffentlichung. Für viele Fans wäre das schon genug, um alles stehen und liegen zu lassen und für ein oder zwei exklusive Termine nach London, Amsterdam oder Berlin zu reisen.

Interessant ist dabei, wie stark gerade jüngere User Portishead über visuelle Memes ansteuern. Es gibt Edits, in denen Szenen aus Euphoria, Skins oder alten Anime mit "Roads" oder "The Rip" unterlegt werden – und in den Kommentaren taucht ständig dieselbe Frage auf: „Wie heißt dieses Lied?“. Die Antwort darauf ist oft der Einstieg in ein tieferes Rabbit Hole. Viele schreiben, dass sie nach einem einzelnen TikTok-Clip die ganze Diskografie durchgehört haben. Genau hier entsteht 2026 eine neue Fan-Generation, die nie eine echte Portishead-Tour erlebt hat – und dementsprechend emotional reagiert, wenn das Thema Comeback hochpoppt.

Unterm Strich lässt sich sagen: Nichts ist offiziell bestätigt, aber kaum eine Band löst mit so wenig Aktivität so viel Spekulation aus. Und die größte Theorie von allen lautet: Wenn Portishead wirklich zurückkommen, dann nicht halbherzig, sondern mit einer künstlerisch extrem durchdachten Vision – egal, ob Album, Festival-Slot oder einmalige Europa-Shows.

Alle Daten auf einen Blick

Auch wenn es aktuell keine offiziell bestätigte Deutschland-Tour gibt, hilft ein Blick auf die bekannten Eckpunkte der Bandgeschichte und typische Muster früherer Auftritte, um die Lage besser einzuordnen.

JahrEvent / ReleaseOrt / RegionRelevanz für Fans in Deutschland
1994Albumrelease "Dummy"UK, internationaler ReleaseStart des Portishead-Hypes, Kultstatus in alternativen Szenen, später Klassiker in deutschen Indie- und Trip-Hop-Kreisen.
1997Albumrelease "Portishead"UK / weltweitVertiefung des düsteren Sounds, verfestigt den Ruf der Band als eine der prägendsten Acts der 90er.
1998"Roseland NYC Live"New York, Live-RecordingDie orchestrale Live-Umsetzung landet in unzähligen deutschen Wohnzimmern, bis heute Referenz für Live-Arrangements.
2008Albumrelease "Third"UK / weltweitComeback nach langer Pause, auch in Deutschland von Kritik gefeiert, erreicht neue, jüngere Hörer:innen.
2010erAusgewählte Festival- und Charity-ShowsEuropa & UKSeltene Auftritte, teilweise gut erreichbar für deutsche Fans, schaffen legendären Live-Ruf.
2010–2025Vereinzelt neue Songs/Features und politische BeiträgeOnline / internationalZeigen, dass Portishead künstlerisch nicht komplett inaktiv sind, halten die Hoffnung auf mehr Material lebendig.
2026Intensivierte Gerüchte über mögliche Shows & ProjekteForen, Social MediaKeine offiziellen Tourdaten, aber hoher Erwartungsdruck – besonders in Deutschland, wo die Fanbasis stabil gewachsen ist.

Sollten in Zukunft konkrete Tourdaten auftauchen, würden typische Infos zu Städten, Venues und Ticketpreisen ungefähr in folgendem Rahmen liegen (hypothetische Orientierung, keine offiziellen Angaben):

Mögliche StadtTypische Venue-GrößeVermuteter Ticketpreis-BereichBemerkung
Berlin3.000–10.000 Plätzeca. 70–140 €Hohe Nachfrage, viele internationale Fans, schnell ausverkaufte Kontingente denkbar.
Hamburg2.000–6.000 Plätzeca. 60–120 €Starke Alternative-Szene, gute Erreichbarkeit für Norddeutschland und Skandinavien.
Köln2.000–5.000 Plätzeca. 60–120 €NRW als riesiger Einzugsbereich, top angebunden für Fans aus Benelux.
München2.000–5.000 Plätzeca. 60–120 €Attraktiv für Süddeutschland, Österreich und die Schweiz.

Häufige Fragen zu Portishead

Zum Schluss klären wir die wichtigsten Fragen, die deutsche Fans 2026 zu Portishead haben – von Tourhoffnungen bis zum Einfluss der Band.

1. Gibt es 2026 eine bestätigte Portishead-Tour in Deutschland?

Stand Mitte Februar 2026: Nein, es gibt keine offiziell bestätigten Tourdaten oder Konzertankündigungen für Deutschland. Weder auf der offiziellen Seite noch über große europäische Promoter sind aktuelle Termine gelistet. Was es jedoch reichlich gibt, sind Gerüchte, Analysen, angebliche „Insider-Leaks“ und Wunsch-Spekulationen – insbesondere im Umfeld großer europäischer Festivals.

Realistisch betrachtet ist ein komplettes, mehrmonatiges Tourrouting eher unwahrscheinlich, weil Portishead schon früher lieber wenige, sorgfältig ausgewählte Shows gespielt haben. Sollte die Band aber wirklich zurückkommen, wären gezielte Europa-Termine oder Festival-Auftritte sehr plausibel. Gerade Deutschland – mit seiner starken Alternative-, Indie- und Elektronik-Szene – wäre so gut wie sicher im Fokus. Bis offizielle Infos auftauchen, bleibt aber alles im Bereich Spekulation.

2. Arbeiten Portishead an neuer Musik oder einem vierten Studioalbum?

Auch hier gilt: Es gibt keine offizielle Album-Ankündigung. In vergangenen Interviews hat Geoff Barrow jedoch immer wieder durchblicken lassen, dass die Band sich nie „offiziell aufgelöst“ habe. Er betonte, dass sie nur dann etwas veröffentlichen würden, wenn es sich künstlerisch richtig anfühlt und nicht, weil der Markt oder die Fans Druck machen.

Für viele Beobachter:innen ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass ein neues Projekt zumindest möglich bleibt. In den letzten Jahren hat es immer wieder einzelne Lebenszeichen gegeben, etwa neue Songs in speziellen Kontexten oder Gastbeiträge. Das zeigt, dass die kreativen Kanäle grundsätzlich offen sind. Ob daraus ein komplettes Album entsteht – und wann – kann im Moment niemand seriös vorhersagen. Die Band ist bekannt dafür, sich nicht hetzen zu lassen.

3. Warum gelten Portishead als so einflussreich für heutige Musik?

Portishead haben in den 90ern wesentlich dazu beigetragen, was heute landläufig als Trip-Hop bezeichnet wird: langsame, schwere Beats, düstere Harmonien, Samples aus Filmen und alter Musik, dazu eine fragile, aber extrem intensive Stimme. Zusammen mit Acts wie Massive Attack und Tricky haben sie eine Ästhetik etabliert, die weit über ein Genre hinaus wirkt.

Ihr Einfluss ist heute in ganz unterschiedlichen Bereichen zu spüren: in melancholischem Pop, in finsterem R&B, in experimentellen Elektronik-Sounds, in Soundtracks und Serienmusik. Wenn du dir etwa die düsteren, reduzierten Produktionen von Künstler:innen wie Billie Eilish, FKA twigs oder The Weeknd in seinen melancholischeren Phasen anhörst, merkst du, wie sehr die Idee von „dunklem, langsam brennendem Pop“ inzwischen im Mainstream angekommen ist. Portishead haben diese Ästhetik früh extrem konsequent umgesetzt.

4. Was macht Portishead live so besonders im Vergleich zu anderen Acts?

Berichte von Leuten, die die Band live erlebt haben, klingen oft fast schon ehrfürchtig. Der Unterschied zu vielen anderen Acts: Portishead verlassen sich nicht auf reinen Nostalgie-Faktor oder auf Hochglanz-Showeffekte. Stattdessen setzen sie konsequent auf Atmosphäre und Intensität. Die Lichtgestaltung ist sparsam, die Visuals sind bewusst roh, der Sound ist schwer und direkt.

Besonders häufig wird beschrieben, wie still es im Publikum während leiser Songs wird. Kein nerviges Gequatsche, kaum Handy-Blau im Raum – viele Leute sind so gefesselt, dass sie eher vergessen, zu filmen. Dieser Fokus verstärkt die Wirkung von Songs wie "Roads" oder "The Rip" enorm. Dazu kommt die Tatsache, dass die Band mit echten Instrumenten, analogen Geräten und Live-Sampling arbeitet. Nichts wirkt wie ein glattgezogener Playback-Komfortmodus. Das Ergebnis: Konzerte, die man eher als intensive Sessions erlebt als als klassische Hit-Parade.

5. Wo fange ich an, wenn ich Portishead neu entdecken will?

Wenn du bisher nur einzelne Songs aus Clips kennst, lohnt sich ein systematischer Einstieg. Eine mögliche Reihenfolge könnte so aussehen:

  • Step 1 – "Dummy" (1994): Das Debüt ist der beste Startpunkt, weil hier viele der ikonischen Tracks liegen: "Mysterons", "Sour Times", "Glory Box", "Roads". Du bekommst sofort ein Gefühl dafür, warum so viele Leute dieses Album als lebensverändernd beschreiben.
  • Step 2 – "Portishead" (1997): Düsterer, kantiger, noch weniger „komfortabel“. Wenn du nach dem Debüt neugierig geblieben bist, merkst du hier, wie ernst die Band es mit ihrem eigenen Universum meint.
  • Step 3 – "Roseland NYC Live": Die orchestralen Versionen der Songs zeigen, wie stark das Songwriting ist, auch wenn die Produktion komplett anders aufgezogen wird.
  • Step 4 – "Third" (2008): Hier wird klar, dass Portishead keine Nostalgie-Act sind, sondern sich künstlerisch weiterdrehen. Viele sehen dieses Album als eines der mutigsten Comebacks der 2000er.

Parallel dazu lohnt es sich, Live-Videos auf YouTube zu checken und auf Social Media nach aktuellen Portishead-Edits zu suchen. So bekommst du ein Gefühl dafür, wie die Band heute wahrgenommen wird – nicht nur von Leuten, die in den 90ern dabei waren.

6. Sind Portishead eher ein „90er-Ding“ oder auch 2026 noch relevant?

Portishead sind beides – und genau das macht sie so spannend. Ihre 90er-Alben haben definierende Spuren in der Popgeschichte hinterlassen, klar. Aber die Themen und Stimmungen ihrer Musik – Entfremdung, Melancholie, innere Zerrissenheit, das Gefühl, in einer überdrehten Welt an sich selbst zu zweifeln – wirken heute fast noch zeitgemäßer als damals.

Für Gen Z und Millennials, die mit Klimakrisen, Social-Media-Druck und Dauer-Overload groß geworden sind, funktionieren diese Songs absolut organisch. Viele schreiben online, dass Portishead ihnen geholfen hat, bestimmte Emotionen überhaupt erst zu benennen. Dazu kommt der stilistische Aspekt: Die aktuelle Liebe für analoge Sounds, Lo-Fi-Ästhetik und düstere, langsame Popmusik passt perfekt zu dem, was Portishead seit Jahrzehnten machen. Die Band ist damit nicht nur ein Nostalgie-Act, sondern ein Referenzpunkt für das Hier und Jetzt.

7. Wie wahrscheinlich ist es, dass Portishead noch einmal komplett abtauchen?

Angesichts der Bandgeschichte ist das absolut möglich. Portishead haben nie nach klassischen Karriere- oder Veröffentlichungslogiken funktioniert. Lange Pausen sind Teil ihres Selbstverständnisses, und sie haben keinen offensichtlichen Druck, sich dem Markt anzupassen. Das bedeutet: Ein großes Comeback ist denkbar, aber genauso gut könnten sie einfach weiterhin vereinzelt auftauchen – mit Feature-Beiträgen, Einzeltracks oder einmaligen Performances – und ansonsten im Hintergrund bleiben.

Für Fans kann das frustrierend sein, aber genau diese Haltung schützt auch das, was viele an Portishead lieben: das Gefühl, dass nichts aus Kalkül passiert. Sollte es doch noch große Shows in Deutschland geben, wird jede einzelne Nacht sich dadurch umso besonderer anfühlen.


Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen. Jetzt kostenlos anmelden

Anzeige

Die Kurse spielen verrückt – oder folgen sie nur Mustern, die du noch nicht kennst?

Emotionale Kurzschlussreaktionen auf unruhige Märkte kosten dich bares Geld. Vertraue bei deiner Geldanlage stattdessen auf kühle Analysen und harte Fakten. Seit 2005 navigiert 'trading-notes' Anleger mit präzisen Handlungsempfehlungen sicher durch jede Marktphase. Hol dir dreimal pro Woche unaufgeregte Experten-Strategien in dein Postfach. 100% kostenlos.
Jetzt abonnieren .