Porsche SE Aktie: Gegensätzliche Signale
22.02.2026 - 03:51:48 | boerse-global.deDie Porsche Automobil Holding SE steht vor einer paradoxen Situation. Wrend das operative Herzstück Porsche AG mit dem Produktionsstart des elektrischen Cayenne und neuen Rekorden auf der Rennstrecke glänzt, belasten massive Abschreibungen das Konzernergebnis der Holding. Kann die operative Stärke der Sportwagenmarke die Holding dauerhaft aus dem aktuellen Bewertungstief ziehen?
Das Geschäftsjahr 2024 hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz der Stuttgarter Beteiligungsgesellschaft. Ein Konzernergebnis nach Steuern von minus 20 Milliarden Euro steht zu Buche. Verantwortlich für diesen massiven Verlust sind vor allem nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen auf die Kernbeteiligungen an der Volkswagen AG und der Porsche AG.
Diese buchhalterischen Abwertungen spiegeln den hohen Bewertungsdruck wider, unter dem die gesamte Automobilbranche zuletzt stand. Trotz dieser bilanziellen Schwere bleibt die Nettoverschuldung mit rund 5,2 Milliarden Euro im erwarteten Rahmen. An der Börse notiert das Papier mit einem Schlusskurs von 3,70 Euro derzeit knapp drei Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt, wobei ein RSI von 26 auf eine technisch überverkaufte Marktlage hindeutet.
Elektrifizierung und Rennsport-Rekorde
Im Gegensatz zur Holding-Bilanz stehen die operativen Fortschritte bei der Tochter Porsche AG. In Bratislava ist die Serienfertigung des vollelektrischen Cayenne angelaufen. Der SUV nutzt eine 800-Volt-Architektur für besonders schnelles Laden und zielt mit einer 113-kWh-Batterie auf Reichweiten von über 600 Kilometern ab.
Strategisch bedeutsam ist hierbei die hauseigene Fertigung der Batteriemodule, um die technologische Kompetenz im Konzern weiter zu steigern. Gleichzeitig beweist die Marke ihre sportliche DNA: Der neue 911 GT3 stellte auf dem Nürburgring mit einer Zeit von 6:56,294 Minuten einen neuen Rekord für Serienfahrzeuge mit manuellem Getriebe auf. Diese Kombination aus technischer Innovation und Tradition bleibt der wesentliche Treiber für den inneren Wert der Holding.
Fokus auf den Mai
Ob die operativen Erfolge bei den neuen Elektromodellen ausreichen, um die bilanziellen Belastungen dauerhaft zu kompensieren, bleibt für Investoren das zentrale Thema. Das Unternehmen konzentriert sich darauf, die technologische Führerschaft der Tochtermarken in einen stabilen Cashflow für die Holding zu übersetzen.
Ein wichtiger Termin im Kalender der Anleger ist der 13. Mai 2026. An diesem Tag wird die Porsche SE ihren Zwischenbericht für das erste Quartal veröffentlichen. Dieser Bericht wird zeigen, inwieweit sich die operative Dynamik der Tochtergesellschaften bereits positiv auf die Finanzkennzahlen und den Schuldenabbau der Holding auswirken kann.
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