Porsche, China-Absatz

Porsche: China-Absatz bricht um 32 Prozent ein

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 01:38 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Porsche verzeichnet weltweit 16 Prozent weniger Auslieferungen, vor allem wegen des China-Geschäfts. Der 911 legt dagegen zu.

Porsche Halbjahreszahlen: 911 wächst trotz globalem Absatzminus
Porsche - Porsche: China-Absatz bricht um 32 Prozent ein 10.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche liefert drastische Halbjahreszahlen ab. Weltweit gingen die Auslieferungen um 16 Prozent zurück. Der Hauptgrund: China schwächelt massiv. Einzig die Ikone 911 wächst zweistellig gegen den Trend.

China-Einbruch drückt die Bilanz

Porsche lieferte von Januar bis Juni 122.306 Fahrzeuge aus. Das sind rund 24.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Besonders krass fällt der Rückgang in China aus: minus 32 Prozent auf nur noch 14.501 Einheiten. Der wichtigste Absatzmarkt Nordamerika verlor 13 Prozent.

In Deutschland sanken die Auslieferungen um moderate 6 Prozent. Europa insgesamt verbuchte ein Minus von 14 Prozent. Die Aktie reagierte verhalten auf die Zahlen, sie notierte zuletzt bei 46,16 Euro. Seit Jahresbeginn geht es 2,64 Prozent nach unten.

Sparprogramm steht an

CEO Michael Leiters reagiert mit einem zweiten Effizienzpaket. Ende Juli soll es Details geben. Bereits bekannt ist der Abbau von rund 3.900 Stellen bis 2029. Vertriebsvorstand Matthias Becker bezeichnete die schwachen Zahlen trotzdem als „im Bereich der Erwartungen".

Ein Kapitalmarkttag im Oktober soll die langfristige „Strategie 2035" vorstellen. Bis dahin bleibt die Frage, ob Porsche die Margen trotz rückläufiger Volumen stabilisieren kann. Der Modellumbau zur Elektromobilität lastet auf dem Ergebnis, gleichzeitig kühlt die Nachfrage in China weiter ab. Das wird für den Vorstand noch lange eine knifflige Mischung bleiben.

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