Porsche, Aktie

Porsche Aktie: Gewinnkollaps

13.03.2026 - 00:18:34 | boerse-global.de

Porsche verzeichnet einen massiven Gewinnkollaps nach Aufgabe der reinen E-Auto-Plattform. Die operative Marge sank auf 0,3 Prozent, die Dividende wurde halbiert.

Porsche Aktie: Gewinnkollaps - Foto: über boerse-global.de
Porsche Aktie: Gewinnkollaps - Foto: über boerse-global.de

Der einstige Margenprimus der Automobilbranche hat sich in einem einzigen Jahr nahezu selbst überholt — in die falsche Richtung. Auf der Jahrespressekonferenz am 11. März präsentierte Porsche AG Zahlen, die das Ausmaß einer fundamentalen Fehlwette auf Elektromobilität offenbaren.

Wenn 5,6 Milliarden zu 413 Millionen werden

Der operative Konzerngewinn brach 2025 um 92,7 Prozent ein — von 5,6 Milliarden auf nur noch 413 Millionen Euro. Noch drastischer traf es die Automobilsparte selbst: Deren operative Marge kollabierte von 14,5 auf 0,3 Prozent. Verantwortlich dafür waren außerordentliche Aufwendungen von rund 3,9 Milliarden Euro, aufgeteilt auf drei Blöcke:

  • Strategische Neuausrichtung der Produktstrategie: ~2,4 Mrd. Euro
  • Abschreibungen auf batteriebezogene Aktivitäten: ~700 Mio. Euro
  • US-Zölle: ~700 Mio. Euro

Der größte Posten erklärt sich durch eine strategische Kehrtwende: Porsche hatte jahrelang eine rein elektrische Fahrzeugplattform für die kommende Dekade entwickelt — und dieses Programm nun vollständig aufgegeben. Der Schwenk zurück zu Verbrennungsmotoren und Plug-in-Hybriden zwingt das Unternehmen, alle versunkenen Entwicklungskosten sofort zu erfassen.

China und Taycan enttäuschen gleichermaßen

Zum Gewinneinbruch gesellte sich ein spürbarer Absatzrückgang. Weltweit lieferte Porsche 2025 rund 279.000 Fahrzeuge aus — etwa 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders schmerzhaft: In China, lange der wichtigste Wachstumsmarkt, brachen die Verkäufe um 26 Prozent ein. Heimische Hersteller haben europäische Premiummarken technologisch und preislich unter Druck gesetzt. Als Reaktion plant das Management, das chinesische Händlernetz bis Ende 2026 auf rund 80 Standorte zu verkleinern.

Auch das Flaggschiff-Elektromodell Taycan lieferte keine Gegenbewegung — die Auslieferungen sanken um 22 Prozent.

Als direkte Konsequenz kürzte der Vorstand die Dividende um 56 Prozent auf 1,01 Euro je Vorzugsaktie. Das liegt zwar noch über dem Gewinn je Aktie von 0,48 Euro, signalisiert aber, wie eng der finanzielle Spielraum geworden ist.

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Neues Führungsduo, verhaltener Ausblick

Seit dem 1. Januar 2026 steht Michael Leiters — zuvor CEO bei McLaren und langjähriger CTO bei Ferrari — an der Spitze des Unternehmens. Die Jahrespressekonferenz war sein erster großer Auftritt gemeinsam mit CFO Jochen Breckner. Eine schnelle Erholung stellte das neue Duo nicht in Aussicht: Für 2026 prognostiziert Porsche einen Umsatz zwischen 35 und 36 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von 5,5 bis 7,5 Prozent — beides leicht unterhalb der Analystenerwartungen.

Goldman Sachs sieht einen herausfordernden Ausblick für 2026 und 2027 und erwartet eine mögliche Entlastung durch neue Modelle erst ab 2028. Kepler Cheuvreux ist etwas optimistischer und verweist auf eine potenzielle positive Cash-Konversion bereits im laufenden Jahr, getrieben durch sinkende Restrukturierungskosten.

Unter den geprüften Maßnahmen befindet sich auch eine mögliche Fusion der Baureihen Panamera und Taycan unter einem gemeinsamen Modellnamen — was erhebliche Einsparungen durch Teilegleichheit ermöglichen würde, während Kunden weiterhin zwischen Elektro-, Hybrid- und Verbrennervarianten wählen könnten.

Die Aktie notiert aktuell bei 37,82 Euro und damit knapp über ihrem 52-Wochen-Tief — mit einem Minus von über 20 Prozent seit Jahresbeginn spiegelt der Kurs die anhaltende Skepsis der Investoren wider.

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