Porsche, Aktie

Porsche AG Aktie: Prognosen bekräftigt

07.01.2026 - 22:45:23

Die Porsche-Aktie zeigt ein charttechnisches Kaufsignal, während ein umfangreicher Rückruf im US-Markt die fundamentale Lage trübt. Analysten bewerten die Perspektiven uneinheitlich.

Zum Auftakt des Börsenjahres 2026 sendet das Papier des Sportwagenbauers extrem gegensätzliche Signale. Während Charttechniker ein lang ersehntes Kaufsignal feiern, holt eine großangelegte Rückrufaktion im wichtigen US-Markt die Anleger auf den Boden der Tatsachen zurück. Der neue CEO Michael Leiters muss direkt zu Amtsantritt einen Spagat zwischen technischer Kursfantasie und operativen Problemen bewältigen.

Das sind die aktuellen Fakten:
* Technik: Ein “Golden Cross” signalisiert mittelfristiges Aufwärtspotenzial.
* Operativ: Softwareprobleme erzwingen Rückruf von 173.000 Fahrzeugen.
* Bewertung: Die Kursziele der Analysten gehen weit auseinander.

Golden Cross trifft auf Qualitätsmängel

Rein charttechnisch hat sich das Bild für die Vorzugsaktie deutlich aufgehellt. Die 50-Tage-Linie (aktuell 45,69 Euro) hat die 200-Tage-Linie (44,32 Euro) von unten nach oben durchschnitten. Dieses als “Golden Cross” bekannte Muster werten Marktteilnehmer oft als Indikation für eine nachhaltige Trendwende. Mit einem aktuellen Kurs von 46,35 Euro notiert das Papier stabil oberhalb dieser nun wichtigen Unterstützungszonen.

Die Euphorie der Techniker wird jedoch durch fundamentale Nachrichten gebremst. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA meldet Softwareprobleme bei der Rückfahrkamera, die einen Werkstattbesuch für rund 173.000 Fahrzeuge nötig machen. Für den seit dem 1. Januar 2026 amtierenden Chef Michael Leiters ist dies ein ungünstiger Einstand. Statt sich voll auf Kosteneffizienz konzentrieren zu können, rücken erneut Qualitätsfragen in den Vordergrund.

Analysten uneins über weiteres Potenzial

Die Diskrepanz zwischen Chartbild und Nachrichtenlage spiegelt sich auch in den Expertenmeinungen wider. JPMorgan hält an einer optimistischen Einschätzung fest und sieht mit einem Kursziel von 58 Euro deutliches Aufwärtspotenzial. Goldman Sachs hingegen bewertet die Risiken stärker und taxiert den fairen Wert auf 46 Euro – ein Niveau, das dem aktuellen Handelspreis entspricht.

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Zusätzliche Spannung bringen Marktgerüchte über einen möglichen Verkauf von Anteilen an Bugatti-Rimac. Ein solcher Schritt könnte frisches Kapital in die Kassen spülen, ist bisher jedoch unbestätigt.

Der entscheidende Impuls für die weitere Richtung dürfte am 20. Januar 2026 erfolgen. Der für dieses Datum angesetzte Pre-Close Call wird zeigen, ob die Strategie des neuen Managements greift oder ob die Rückrufkosten die Margen stärker belasten als erwartet. Bis dahin fungiert der Bereich um den 50-Tage-Durchschnitt als zentrale Unterstützungslinie für den Kurs.

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