Polizei warnt vor neuer Betrugswelle auf Kleinanzeigen
27.02.2026 - 03:30:34 | boerse-global.deEine neue Phishing-Masche auf Kleinanzeigen-Plattformen bringt Verkäufer um ihr Geld. Die Polizei Niedersachsen warnt vor professionell gefälschten Zahlungslinks. In einem aktuellen Fall verlor eine 18-Jährige über 700 Euro.
So locken die Betrüger in die Falle
Die Täter geben sich als Käufer aus und einigen sich schnell auf einen Preis. Statt der offiziellen Bezahlfunktion schlagen sie eine "besondere Sicherheitsoption" vor. Der Verkäufer erhält einen Link – oft per WhatsApp.
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Dieser führt zu einer täuschend echten Fälschung des Zahlungsportals. Dort sollen Opfer ihre Bankdaten eingeben, angeblich zum Empfang des Geldes. Mit einer TAN autorisieren sie jedoch eine Abbuchung vom eigenen Konto. Die Betrüger erbeuten so direkt hohe Summen.
Dreiecksbetrug: Wenn zwei Opfer gegeneinander spielen
Eine weitere raffinierte Masche ist der Dreiecksbetrug. Hier tritt der Täter gleichzeitig als Käufer und Verkäufer auf. Er lässt einen echten Käufer an einen ahnungslosen Verkäufer zahlen.
Der Verkäufer schickt seine Ware in dem Glauben, bezahlt worden zu sein. Der Käufer erhält sie nie und fordert sein Geld zurück. Der Betrüger geht mit der Beute davon, der Verkäufer steht ohne Ware und Geld da.
Warum die Masche immer öfter funktioniert
Die gefälschten Seiten werden immer professioneller und sind kaum noch von echten zu unterscheiden. Die Angriffe zielen nicht auf technische Lücken, sondern auf das Vertrauen der Nutzer.
Kleinanzeigen-Portale sind mit ihrer riesigen Nutzerbasis ein lukratives Ziel. Die Betrüger nutzen gezielt den guten Ruf von Funktionen wie "Sicher bezahlen" aus, um Opfer in falscher Sicherheit zu wiegen.
So schützen Sie sich vor den Fallen
Die Polizei gibt klare Empfehlungen: Führen Sie die gesamte Kommunikation und Bezahlung nur über die offizielle Plattform. Klicken Sie niemals auf Links von Kaufinteressenten.
Nutzen Sie ausschließlich die integrierten Bezahlmethoden. Werden Sie misstrauisch, wenn jemand Druck ausübt oder Sie zur Eingabe einer TAN auffordert. Im Betrugsfall sofort die Bank informieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.
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