Pokémon-Karten: Betrugswelle trifft Sammler-Markt
07.02.2026 - 07:55:11Der Handel mit Sammelkarten wird zum Tummelplatz für Cyberkriminelle. Neue Betrugsmethoden verursachen Millionenschäden – auch in Deutschland.
Die lukrative Welt der Pokémon-Sammelkarten steckt in einer ernsten Vertrauenskrise. Auf Online-Marktplätzen grassieren immer raffiniertere Betrugsmethoden und Fälschungen. Sie verursachen weltweit Millionenschäden und stellen Strafverfolgungsbehörden vor neue Herausforderungen. Der Trend betrifft auch den deutschsprachigen Raum, wo der Markt für Tauschkarten boomt.
Vorbestellungsfallen und gefälschte Ware fluten Marktplätze
Ein gängiges Betrugsmuster sind Vorbestellungen für limitierte Editionen. Betrüger locken auf Plattformen wie eBay Kleinanzeigen mit angeblich exklusiven Karten. Nach der Vorauszahlung per Überweisung brechen sie den Kontakt ab. In Singapur führte ein solcher Fall vergangene Woche zur Festnahme eines 25-Jährigen. Ihm werden 35 Betrugsfälle mit einem Schaden von umgerechnet über 90.000 Euro zur Last gelegt.
Parallel schwemmt eine Flut gefälschter Karten den Markt. In den USA wurde Ende Januar eine 29-Jährige festgenommen, die gegen Bargeld gefälschte Pokémon-Karten verkauft haben soll. Das Opfer hatte 3.000 Dollar für zwei vermeintlich wertvolle Sammlerstücke bezahlt. Der Fall zeigt ein Muster: Besonders hochpreisige Karten wie die „1999 Pokémon Base Set 1st Edition Charizard“ stehen bei Fälschern hoch im Kurs.
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Betrug wird professioneller: Gefälschte Zertifikate im Umlauf
Die Methoden der Kriminellen werden immer ausgeklügelter. Nicht mehr nur die Karten selbst werden gefälscht, sondern auch die Authentifizierungsnachweise. In Washington wurde kürzlich ein Mann verurteilt, der in einen bundesweiten Betrugsring verwickelt war. Die Bande hatte Sport- und Pokémon-Karten mit gefälschten Zertifikaten des renommierten Dienstleisters Professional Sports Authenticator (PSA) verkauft. Der Schaden belief sich auf über zwei Millionen Dollar.
Eine besonders hinterhältige Masche warnen nun die Behörden in Singapur: Job-Angebote für den Handel mit digitalen Pokémon-Karten. Opfer werden auf gefälschte Websites gelockt, sollen Kryptowährung einzahlen und durch das Auswählen digitaler Karten „Provision“ verdienen. Nach ersten Einzahlungen fordern die Betrüger größere Summen für lukrativere Aufgaben – und verschwinden dann. Seit Jahresbeginn entstand so ein Schaden von mindestens 35.000 Euro.
Warum der Markt so anfällig ist
Der Betrugsboom hat einen einfachen Grund: Das Geschäft mit Sammelkarten ist extrem lukrativ geworden. Die globale Betrugserkennungsbranche wurde 2024 auf über 45 Milliarden Euro taxiert – ein Indiz für das wachsenden Risiko im E-Commerce. Die Anonymität des Internets und die globale Reichweite der Marktplätze bieten Kriminellen ideale Bedingungen.
Zwar haben große Plattformen wie Amazon und eBay Schutzprogramme gegen Fälschungen. Doch Betrüger umgehen diese Maßnahmen ständig. Die Last, Fälschungen zu erkennen, liegt oft beim Käufer. Laien übersehen dabei leicht Details wie falsche Schriftarten, abweichende Farben oder eine untypische Papierstärke.
Was Sammler jetzt beachten müssen
Die Strafverfolgungsbehörden raten zu erhöhter Vorsicht. Ihre Empfehlungen lauten:
* Nur bei autorisierten Händlern kaufen: Seriöse Quellen reduzieren das Risiko deutlich.
* Übermäßige Schnäppchen skeptisch sehen: Unrealistisch niedrige Preise sind ein Alarmzeichen.
* Transaktionen auf der Plattform belassen: Der Wechsel zu externen Messengern wie WhatsApp umgeht oft den Käuferschutz.
* Bei hochpreisigen Käufen Sachverstand einholen: Bei Unsicherheit sollte ein Fachmann die Authentizität prüfen.
Die Zukunft des Online-Sammelkartenmarkts hängt von drei Faktoren ab: besseren Sicherheitsvorkehrungen der Plattformen, konsequenter Strafverfolgung – und einer informierten, wachsamen Käuferschaft. Für Sammler gilt derzeit: Die bunte Welt der Pokémon-Karten erfordert einen scharfen Blick, um nicht auf kostspielige Betrüger hereinzufallen.
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