POET Technologies: CFO Mika im Zentrum der Klage
30.04.2026 - 15:52:59 | boerse-global.deEin einziges Interview hat bei POET Technologies Monate des Wachstums vernichtet. Der Finanzchef plauderte öffentlich über einen Großauftrag. Die Quittung folgte prompt. Der Kunde stornierte den Vertrag, die Aktie stürzte ab und Anwälte bringen sich in Stellung.
Der fatale Auftritt
Der Auslöser der Krise liegt wenige Tage zurück. Finanzchef Thomas Mika bestätigte in einem Interview auf Stocktwits einen Auftrag von Celestial AI. Dieses Unternehmen gehört mittlerweile zum Chipkonzern Marvell. Mika deutete sogar an, dass das Volumen die Marke von fünf Millionen US-Dollar übersteigt.
Marvell reagierte hart. Am 23. April kündigte der Konzern den Vertrag schriftlich. Die Begründung: POET habe vertrauliche Informationen zu Bestellungen und Lieferungen verraten. Damit verliert das Unternehmen seinen wichtigsten bekannten Kunden.
Die Börse strafte den Fehler sofort ab. Zwischen dem 24. und 27. April verlor die Aktie rund 47 Prozent an Wert.
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Bis zum heutigen Donnerstag fiel der Kurs weiter auf 6,47 US-Dollar. Vom jüngsten Hoch ist das Papier damit fast 60 Prozent entfernt. Die Jahresgewinne sind fast vollständig ausradiert.
Die Folge: Sammelklagen. Kanzleien wie Block & Leviton werfen dem Management Wertpapierbetrug vor. Aktionäre haben bis zum 29. Juni Zeit, sich als Hauptkläger zu registrieren.
Steuerprobleme belasten zusätzlich
Neben dem geplatzten Deal droht rechtlicher Ärger an einer zweiten Front. Die Klagen thematisieren auch den unklaren Steuerstatus von POET. Das Unternehmen gilt in den USA voraussichtlich als passive ausländische Investmentgesellschaft. Ohne korrekte Meldung bringt das den US-Aktionären handfeste steuerliche Nachteile.
Das Management steuert bereits gegen. Auf der Hauptversammlung am 26. Juni steht eine Sitzverlegung in die USA zur Abstimmung.
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Finanziell hat POET zumindest einen Puffer. Das Unternehmen beendete das letzte Quartal mit Barreserven von rund 430 Millionen US-Dollar. Parallel dazu arbeitet die Firma an Lieferungen für andere Kunden. Dazu gehört ein kürzlich gemeldeter Auftrag im Wert von etwa fünf Millionen US-Dollar.
Der Weg zur Profitabilität wird nun deutlich steiler. POET steckt noch in einer frühen Vermarktungsphase. Im Schlussquartal 2025 erwirtschaftete die Firma kaum nennenswerte Umsätze, verbrannte aber fast 43 Millionen US-Dollar. Für das laufende Jahr plant das Management die Auslieferung von 30.000 optischen Engines. Diesen Hochlauf muss POET nun ohne seinen wichtigsten Partner bewältigen.
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