POET Technologies: Amazon-Warrant-Spekulation treibt Rallye
26.04.2026 - 02:52:51 | boerse-global.deEine bestätigte Marvell-Bestellung, ein aufkeimender Short Squeeze und wilde Spekulation über Amazon Web Services — POET Technologies hat eine Handelswoche hinter sich, die in die Firmengeschichte eingehen dürfte.
Marvell als Ausgangspunkt
Der eigentliche Auslöser ist konkret. POET beliefert seit 2022 das KI-Photonik-Unternehmen Celestial AI mit sogenannten Blazar-Lichtquellen. Marvell übernahm Celestial AI im Dezember für 3,25 Milliarden Dollar — und erbte damit POET als Zulieferer.
CFO Thomas Mika bestätigte, dass POET eine Bestellung von Marvell erhalten hat. Erste Lieferungen sollen noch im laufenden Quartal erfolgen. Marvell selbst hat die Bestellung bislang nicht öffentlich bestätigt. Das bleibt ein zentrales Risiko.
Die Amazon-Spekulation
Am Freitag kam eine neue Erzählung hinzu. Retail-Trader verbreiteten auf Stocktwits die These, Amazon könnte indirekt von POET profitieren. Der Hintergrund: Amazon hält Warrants auf Marvell-Aktien. Diese Warrants entstanden im Zuge der Celestial-AI-Übernahme und sind an Amazons Einkauf von photonischen Komponenten geknüpft — bis Ende 2030.
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Marvell beliefert große Hyperscaler und Nvidia mit Netzwerk- und Speicherhardware. POET-Aktionäre spekulieren nun, dass dieselben Kunden irgendwann auch POET-Technologie nachfragen könnten. Belege dafür gibt es nicht.
Short Squeeze verstärkt die Bewegung
Die Kursdynamik hat eine mechanische Komponente. Das Short-Interesse stieg zuletzt auf 13,14 Millionen Aktien — rund 8,6 Prozent des Streubesitzes. Als der Kurs anzog, mussten Leerverkäufer Positionen schließen und kauften dabei nach oben.
Im Optionsmarkt spiegelte sich das wider. Allein am Donnerstag wurden rund 129.000 Kontrakte gehandelt. Das Put-Call-Verhältnis lag bei 0,29 — Calls dominierten klar.
Fundamentale Realität
Der Kurs schloss die Woche auf einem 52-Wochen-Hoch von 12,86 Euro — ein Wochenplus von über 111 Prozent, ein Jahresplus von rund 259 Prozent. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt beträgt fast 120 Prozent.
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Die Fundamentaldaten halten mit dieser Bewertung nicht Schritt. Im vierten Quartal erzielte POET einen Umsatz von rund 341.000 Dollar — nach knapp 29.000 Dollar im Vorjahr. Der Verlust je Aktie verbesserte sich auf -0,32 Dollar. Das Unternehmen plant, 2026 mehr als 30.000 optische Engines auszuliefern und wartet noch auf Bestellungen von Foxconn und Luxshare.
Die Lücke zwischen aktuellen Erlösen und Anlegererwartungen ist enorm. POET selbst listet in seinen Risikohinweisen, dass Produkte Leistungsziele verfehlen könnten, Kunden abspringen oder steuerliche Probleme bei einer geplanten Sitzverlegung auftreten könnten. Wer hier investiert, wettet auf eine Lieferkette, die noch weitgehend Versprechen ist.
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