POET, Technologies

POET Technologies: 47,35% Crash am 27. April

29.04.2026 - 15:46:05 | boerse-global.de

Nach einem Interview bricht der Aktienkurs von POET Technologies ein. Mehrere US-Kanzleien prüfen mögliche Verstöße gegen Wertpapiergesetze.

POET Technologies: 47,35% Crash am 27. April - Foto: über boerse-global.de
POET Technologies: 47,35% Crash am 27. April - Foto: über boerse-global.de

Ein CFO-Interview löste eine Kettenreaktion aus, die POET Technologies innerhalb weniger Tage fast die Hälfte seines Börsenwerts kostete. Jetzt ermitteln mehrere US-Anwaltskanzleien gegen das Photonikunternehmen — und der Vorwurf wiegt schwer.

Was den Absturz auslöste

Im Mittelpunkt steht ein Interview von CFO Thomas Mika mit der Finanzplattform Stocktwits. Mika nannte dort Marvell Technology explizit als Großkunden und bestätigte, dass POET eine Kauforder aus Marvells Hardware-Ökosystem erhalten hatte. Das war offenbar zu viel: Marvell — das Celestial AI übernommen hatte, von dem die Order ursprünglich stammte — sah darin einen Verstoß gegen Vertraulichkeitspflichten und kündigte sämtliche Kaufaufträge schriftlich am 23. April 2026.

POET veröffentlichte diese Information allerdings erst am Morgen des 27. April — vier Tage nach Eingang der Kündigung. In diesem Zeitraum wechselten rund 77 Millionen Aktien den Besitzer. Genau dieser Zeitverzug bildet den Kern der rechtlichen Vorwürfe.

Drei Kanzleien, ein Vorwurf

Johnson Fistel, Block & Leviton sowie die Rosen Law Firm haben unabhängig voneinander Untersuchungen eingeleitet. Der gemeinsame Vorwurf: POET könnte Anlegern wesentliche Informationen vorenthalten und damit gegen US-Wertpapierrecht verstoßen haben — konkret steht eine sogenannte 10b-5-Klage wegen des Offenlegungszeitpunkts im Raum.

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Kurseinbruch und Retail-Euphorie

Am 27. April verlor die Aktie 47,35 Prozent und schloss bei 7,95 Dollar. Noch am 24. April hatte der Kurs bei 15,10 Dollar geschlossen, nach einem Intraday-Hoch von 15,50 Dollar. Am 29. April pendelte das Papier zwischen 7,36 und 8,84 Dollar.

Bemerkenswert: Trotz des Einbruchs blieb die Stimmung auf Stocktwits im Bereich "extrem bullish". Das Nachrichtenvolumen zum Ticker stieg innerhalb von 24 Stunden um mehr als 2.400 Prozent — ein Zeichen dafür, dass Retail-Investoren das Papier weiter intensiv verfolgen.

Was bleibt

POET verfügt noch über eine Kauforder eines anderen Technologieunternehmens im Wert von rund 5 Millionen Dollar. Ob das Unternehmen rechtliche Schritte gegen Marvell einleiten wird, ließ die offizielle Pressemitteilung offen.

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Das Unternehmen steht nun vor zwei parallelen Herausforderungen: Am 26. Juni stimmen die Aktionäre über eine Verlegung des Firmensitzes in die USA ab, im Mai folgen die Quartalszahlen für Q1. Bis dahin dürfte jede neue Mitteilung zum Auftragsbestand unter dem Vergrößerungsglas stehen — von Anlegern wie von Anwälten.

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