PlayStation, Spekulationen

PlayStation 6: Spekulationen über 30 GB Hochleistungs-RAM

09.02.2026 - 01:44:12

Gerüchte deuten auf eine Verdopplung des Arbeitsspeichers bei Sonys nächster Konsole hin, was Entwicklern neue Möglichkeiten eröffnen, aber auch den Preis erhöhen könnte.

Die Gerüchteküche um Sonys nächste Konsolengeneration brodelt: Der PlayStation 6 könnte mit einem massiven Speicher von 30 GB des neuesten GDDR7-Standards ausgestattet sein. Diese Spekulation, die aus Quellen mit glaubwürdiger Leak-Historie stammt, deutet auf einen gewaltigen Technologiesprung hin, der die Spielentwicklung neu definieren könnte.

Fast doppelt so viel Speicher wie die PS5

Im Kern geht es um eine deutliche Steigerung von Menge und Geschwindigkeit des Arbeitsspeichers. Die aktuelle PlayStation 5 arbeitet mit 16 GB GDDR6. Ein Sprung auf 30 GB GDDR7 würde die Kapazität nahezu verdoppeln. Entwickler hätten damit deutlich mehr Ressourcen für komplexere Spielwelten zur Verfügung. Die neuen Details deuten darauf hin, dass die internen Ziele bei Sony ambitionierter geworden sind als in früheren Gerüchten angenommen.

Technische Details: Aufbau und Bandbreite

Den kursierenden Informationen zufolge plant Sony ein spezifisches Konfigurationsmodell. Demnach sollen zehn einzelne 3-GB-GDDR7-Module in einer sogenannten „Clamshell“-Anordnung auf dem Mainboard verbaut werden. Dieser Aufbau soll über einen 160-Bit-Bus laufen. In Kombination mit der hohen Geschwindigkeit von GDDR7 könnte so eine beeindruckende Gesamtbandbreite von 640 GB/s erreicht werden.

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Zum Vergleich: Die PlayStation 5 kommt auf 448 GB/s. Die mutmaßliche Steigerung von über 40 Prozent bei der Bandbreite, gepaart mit dem größeren RAM, würde viele heutige Engpässe beseitigen. Die Folge: höher aufgelöste Texturen, komplexere Geometrie, fortschrittlichere KI und anspruchsvollere Physiksimulationen – alles gleichzeitig und ohne Performance-Einbußen. Dies wäre die Grundlage für flüssiges 4K-Gaming und ein Schritt in Richtung 8K.

Revolution für Entwickler und Spieler

Ein derartiger Speicherschub wäre ein Wendepunkt. Der einheitliche Speicher (Unified Memory), der sowohl CPU als auch GPU dient, ist ein Markenzeichen der Konsolenarchitektur. Seine Verdoppelung würde Studios ermöglichen, nahtlose Open Worlds mit nie dagewesenen Details und Sichtweiten zu erschaffen. Lästiges „Pop-in“ von Objekten könnte stark reduziert oder ganz eliminiert werden, Umgebungen würden dynamischer reagieren.

Diese Entwicklung passt zu anderen erwarteten Technologietrends. Sonys eigene KI-Upscaling-Technik PSSR (PlayStation Spectral Super Resolution) würde enorm von mehr Speicher und Bandbreite profitieren. Größere KI-Modelle könnten für eine überlegene Bildqualität sorgen und Ziele wie natives 4K mit 120 Bildern pro Sekunde realistischer machen. Die Partnerschaft mit AMD wird voraussichtlich fortgesetzt, womit eine Next-Gen-CPU und eine GPU auf RDNA-4- oder RDNA-5-Basis den Gesamtumbau komplettieren würden.

Die Schattenseite: Drohende Preissteigerungen

Die Aussicht auf 30 GB RAM begeistert Gamer, wirft aber auch kritische Fragen zum Preis auf. Die Tech-Branche kämpft mit steigenden Komponentenkosten, besonders bei Hochleistungsspeichern. Fast die doppelte RAM-Menge in einem neueren, teureren Standard könnte die Herstellungskosten der Konsole erheblich in die Höhe treiben.

In der Community wird bereits über einen spürbaren Aufschlag im Vergleich zu früheren Generationen diskutiert. Einige Beobachter schätzen, dass der große Speicherpool den Endpreis um bis zu 100 Euro erhöhen könnte. Sony steht vor der Herausforderung, seinen Performance-Anspruch mit einem für den Massenmarkt erschwinglichen Preis in Einklang zu bringen. Die finale Entscheidung wird stark vom Zustand des Speichermarktes und der Produktionsstrategie zum Zeitpunkt des Launch abhängen.

Noch ist nichts in Stein gemeißelt

Es gilt zu betonen: Alle Details sind bislang nicht bestätigte Gerüchte. Sony hat keine offiziellen Ankündigungen zur PlayStation 6 gemacht. Der Release wird allgemein erst für 2027 oder 2028 erwartet. Historisch gesehen durchlaufen Konsolenspezifikationen zahlreiche Revisionen, bevor sie finalisiert werden.

Doch dieser Leak aus glaubwürdiger Quelle bietet einen verlockenden Blick auf die mögliche Power der Next-Gen-Hardware. Der Fokus auf einen massiven Hochgeschwindigkeitsspeicher legt nahe, dass Sony einen substanziellen Sprung in der Gaming-Leistung anstrebt. Sollten sich die Gerüchte bewahrheiten, könnte die PlayStation 6 Entwicklern Erfahrungen ermöglichen, die heute noch unmöglich sind – und für Jahre einen neuen Maßstab setzen. Die Branche wartet nun auf ein offizielles Wort aus Tokio.

@ boerse-global.de