Playstation 5, Playstation 5 Pro

Playstation 5 Pro – wie viel Next?Gen steckt wirklich in der neuen Playstation 5?

Veröffentlicht: 19.07.2026 um 06:36 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Die Playstation 5 Pro verspricht mehr GPU-Leistung, smarteres PSSR-Upscaling und kräftigeres Raytracing. Ist die Playstation 5 in der Pro-Variante das Upgrade, auf das anspruchsvolle Gamer gewartet haben – oder reicht die Standard-PS5 noch aus?

Wenn ein neues High-End-System von Sony erscheint, geht es nicht nur um mehr Teraflops, sondern um das Gefühl, wenn der Bildschirm aufleuchtet und die Welt im Wohnzimmer plötzlich ein Stück realer wirkt. Genau da setzt die Playstation 5 Pro an: Die erweiterte Playstation 5 zielt auf alle, die bei Performance-Einbrüchen die Stirn runzeln, ihre 4K?Screens bis zum letzten Pixel ausreizen wollen und für stabile Framerates auch mal ein Upgrade in Kauf nehmen.

Die Frage steht im Raum: Ist die Playstation 5 Pro das sehnlich erwartete Power-Update für Hardcore-Gamer – oder ein Luxus-Gadget, das nur wenige wirklich ausnutzen?

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Bevor es ins Detail geht, ein Blick auf den offiziellen Rahmen: Sony positioniert die Playstation 5 Pro laut den Informationen auf der Herstellerseite Playstation 5 Pro ganz klar als Premium-Variante der bestehenden Playstation 5. Gleicher Kern, deutlich mehr Grafikleistung, smarteres Upscaling und konsequentere Raytracing-Unterstützung. Für alle, die sich gefragt haben, ob ihr 120-Hz-TV oder ihr neues OLED-Panel überhaupt schon ausgelastet wird, ist das ein direktes Angebot.

Technisch dreht sich fast alles um drei Worte: GPU-Power, Raytracing und PSSR. Und genau da trennt sich die Playstation 5 Pro von der normalen Playstation 5.

Was macht die Playstation 5 Pro überhaupt zur „Pro“?

Die Basis der Playstation 5 bleibt erhalten: Custom-AMD-SoC, Zen?2?CPU, schnelle SSD, eng verzahnt mit der GPU. Der große Unterschied sitzt im Grafikteil. Sony hebt die GPU-Leistung massiv an, optimiert die Architektur auf modernes Raytracing und ergänzt das Ganze um PSSR – PlayStation Spectral Super Resolution, Sonys eigenes KI-basiertes Upscaling-Verfahren.

Während die ursprüngliche Playstation 5 schon eine starke GPU besitzt, stoßen viele Titel bei nativer 4K-Auflösung und aktivem Raytracing sichtbar an Grenzen. Man sieht es in Form von dynamischer Auflösung, Flimmern in der Distanz oder Framerate-Dips, wenn das Bild besonders komplex wird. Mit der Playstation 5 Pro will Sony genau diese Momente entschärfen: Die GPU verfügt über deutlich mehr Rechenkerne, höhere Raytracing-Throughput und ist auf das Zusammenspiel mit PSSR hin optimiert.

Das Ziel ist klar: Statt ständig zwischen Auflösung, Raytracing und Framerate zu jonglieren, soll die Playstation 5 Pro häufiger alles gleichzeitig liefern – zumindest näher dran, als wir es auf der Standard-Playstation 5 gewohnt sind.

PSSR – Sonys Antwort auf DLSS und FSR

Das vielleicht spannendste Feature ist PSSR (PlayStation Spectral Super Resolution). Im Kern geht es um KI-unterstütztes Upscaling: Das Spiel rendert intern in einer niedrigeren Auflösung, PSSR rechnet das Bild frameweise auf eine höhere Zielauflösung hoch. Ziel: weniger Rechenlast für die GPU, dafür ein Bild, das sich anfühlt wie natives 4K – oder je nach Titel noch sauberer.

Wer schon mal ein modernes Upscaling-Verfahren live erlebt hat, weiß, wie viel das ausmacht. Das Bild wirkt knackscharf, Kanten sind sauber, feine Details in Texturen bleiben erhalten, und gleichzeitig bleibt die Framerate stabil, selbst wenn viel Partikelchaos, volumetrische Effekte und Lichtquellen die Szene fluten.

Die Playstation 5 Pro nutzt PSSR als zentralen Baustein. Während die Playstation 5 in vielen Fällen auf klassisches temporales Upscaling angewiesen ist, kann die Pro-Variante durch PSSR die interne Renderauflösung noch weiter senken – ohne, dass das Bild zwangsläufig verwaschen wirkt. Für dich heißt das im Idealfall: echtes 4K-Feeling mit deutlich weniger Performance-Einbrüchen, oder sogar 120-FPS-Modi, die sich nicht wie grafische Sparversionen anfühlen.

Gerade auf großen 4K-OLEDs oder hochwertigen LCD-Panels sieht man den Unterschied früh. Das Bild bleibt in hektischen Szenen stabil, feine Muster flimmern weniger, und bei langsamen Kameraschwenks wirkt alles ruhiger. PSSR zielt genau auf diese Momente, in denen die Standard-Playstation 5 ins Schwitzen gerät.

Raytracing – von „nice to have“ zu „Standardoption“

Raytracing ist die Königsdisziplin der modernen Grafik, frisst aber Unmengen an Leistung. Auf der ursprünglichen Playstation 5 ist Raytracing oft ein Kompromiss: eingeschränkte Auflösung, reduzierte Reflexionszonen, weniger Lichtbounces oder klare Abstriche bei der Bildschärfe. Viele Spieler entscheiden sich am Ende für den Performance-Modus ohne Raytracing, einfach weil 60 FPS spürbar besser sind.

Mit der Playstation 5 Pro erhöht Sony gezielt die Raytracing-Leistung. Die GPU kann mehr Raytracing-Berechnungen parallel stemmen, und durch PSSR ist zusätzlich Luft frei, um die Strahlen-Effekte überhaupt zu ermöglichen, ohne die Framerate kollabieren zu lassen. Praktisch bedeutet das: Spiele, die auf der Playstation 5 Raytracing nur im 30-FPS-Modus anbieten, könnten auf der Playstation 5 Pro Raytracing plus 60 FPS kombinieren – abhängig davon, wie die Entwickler das Budget nutzen.

Stell dir einen Action-Titel vor, der bei Nacht in einer neongetränkten Stadt spielt: Nasse Straßen spiegeln Reklamen wider, Fensterfronten reflektieren Gegnerbewegungen, Lichtquellen werfen dynamische, weiche Schatten. Auf der Playstation 5 wirkt das beeindruckend, aber oft mit spürbaren Einschnitten in der Klarheit. Auf der Playstation 5 Pro hat man erstmals das Gefühl, dass Raytracing nicht nur ein optionaler Show-Modus für Screenshots ist, sondern ein Feature, das man dauerhaft aktiviert lässt, ohne sich über das Ruckeln zu ärgern.

Pures Zahlenmaterial vs. tatsächliches Spielgefühl

Zahlen sind schön, aber am Ende zählt, was auf dem Screen passiert. Die Playstation 5 Pro verspricht bei vielen Third-Party-Engines – etwa Unreal Engine oder hauseigenen Sony-Engines – mehr „Headroom“. Anders gesagt: Die Entwickler können dieselben Szenen mit mehr Effekten oder stabileren Framerates darstellen.

Für den Alltag heißt das:

  • Mehr Titel mit stabilem 60-FPS-Modus, selbst in großen Open Worlds.
  • Bessere Bildqualität in Performance-Modi – weniger aggressive dynamische Auflösung.
  • Raytracing-Modi, die spielbar bleiben und nicht mehr nur 30 FPS anpeilen.
  • PSSR-gestützte 4K-Ausgabe, bei der dein TV endlich zeigt, was er kann.

Der Moment, in dem du vom Standard-Playstation-5-Bild auf die Playstation 5 Pro wechselst, fühlt sich subtil, aber konsequent an: weniger Flackern in der Ferne, klarere Schrift, feinere Texturen auf Distanz, dazu dieses „Butterweiche“, wenn die Kamera schwenkt und die 60 FPS einfach halten.

Vergleich: Playstation 5 vs. Playstation 5 Pro – lohnt der Aufpreis?

Die wohl wichtigste Frage: Wie groß ist der Sprung wirklich, wenn du schon eine Playstation 5 besitzt? Und wenn nicht, welche Variante ist sinnvoller für dich?

Wenn du bereits eine Playstation 5 hast

Die Playstation 5 bleibt eine starke Maschine. Viele aktuelle Spiele laufen bereits heute in 60 FPS, entweder mit leicht reduzierter Auflösung oder mit eingeschränktem Raytracing. Wenn du ein 1080p- oder 1440p-Display nutzt, ist der Unterschied im Alltag geringer, weil die Standard-Playstation 5 diese Auflösungen relativ gut bedient.

Spannend wird die Playstation 5 Pro in diesen Szenarien:

  • Du zockst auf einem großen 4K-OLED oder Top-LCD und bist empfindlich bei Bildunschärfe und Kantenflimmern.
  • Du möchtest Raytracing aktiv nutzen, ohne dich von 60 FPS zu verabschieden.
  • Du setzt auf kommende AAA-Titel mit riesigen Welten und rechenintensiven Effekten, bei denen die Standard-Playstation 5 zunehmend an die Grenzen stößt.

In diesem Fall ist die Playstation 5 Pro zwar kein Pflichtkauf, fühlt sich aber wie ein sehr konsequentes Upgrade an. Speziell Enthusiasten werden sich fragen, warum sie sich mit den weicheren Performance-Modi der Standard-Playstation 5 zufriedengeben sollten, wenn die Pro sichtbar mehr bietet.

Wenn du noch gar keine Playstation 5 besitzt

Für Neueinsteiger ist die Entscheidung leichter: Wer ohnehin im High-End-Segment unterwegs ist, sich einen guten 4K-TV oder Gaming-Monitor hingestellt hat und langfristig das Maximum aus den kommenden Jahren rausholen will, fährt mit der Playstation 5 Pro klar besser. Die Mehrleistung kaufst du dir nur einmal, profitierst aber in jedem kommenden Titel davon, den Entwickler für die Pro optimieren.

Spielst du eher gelegentlich, hast vielleicht noch einen Full?HD?TV und bist nicht der Typ, der Pixel zählt oder Frametimes analysiert, reicht die Standard-Playstation 5 nach wie vor locker. In Sachen Ladezeiten, grafischem Grundniveau und Feature-Set ist sie immer noch ein sehr starkes Angebot.

Enthusiasten vs. Gelegenheitsspieler – wer braucht die Playstation 5 Pro?

Enthusiasten

Du erkennst dich wieder, wenn du:

  • Digital Foundry, NX Gamer & Co. konsumierst, sobald ein neuer Patch raus ist.
  • Dir auffällt, wenn ein Spiel von 60 auf 50 FPS droppt.
  • Die Grafikoptionen in jedem Titel durchklickst, bevor du das erste Level richtig spielst.

Für diese Zielgruppe ist die Playstation 5 Pro im Grunde Sonys Angebot, weniger Kompromisse einzugehen. PSSR ermöglicht höhere Framerates oder Auflösungen, die zusätzliche GPU-Power reduziert Flaschenhälse, und die stärkere Raytracing-Leistung macht Grafikmodi nutzbar, die vorher im Alltag kaum Sinn ergaben.

Du wirst den Unterschied nicht in jedem Titel spüren, aber in vielen: ein saubererer 60-FPS-Modus, klarere Bildausgabe an deinem 4K-TV, mehr Ruhe in schnellen Szenen. Wenn du ohnehin bereit bist, Geld in dein Setup zu stecken, fügt sich die Playstation 5 Pro nahtlos in dieses Mindset ein.

Gelegenheitsspieler

Wenn du ein paar Abende im Monat spielst, gerne Story-Games genießt und dich vor allem für das Erlebnis interessierst, ist die Standard-Playstation 5 weiterhin völlig ausreichend. Die grafische Basisqualität ist ohnehin hoch, und viele Spiele bieten stabile Modi, die dein TV-Panel gut auslasten. Ja, die Playstation 5 Pro sieht in Direktvergleichen besser aus, aber der Schritt ist eher „Feintuning plus Headroom“ als „komplett neue Generation“.

Du kannst dir die Playstation 5 Pro dann guten Gewissens sparen – oder direkt zur Pro greifen, wenn der Aufpreis im Angebot gering ist und du dich langfristig gern absichern willst.

Qualität des Upscalings: Wo PSSR den Unterschied macht

Ein großes Thema der Playstation 5 Pro ist Bildstabilität. PSSR arbeitet mit temporalen Informationen, erhält Details über mehrere Frames hinweg und nutzt KI-Modelle, um Kanten, Muster und Feinstrukturen sauber wiederherzustellen. Das Ergebnis: weniger Aliasing, deutlich reduzierte Artefakte bei diagonalen Linien und ein insgesamt ruhigeres Bild.

Auf der Standard-Playstation 5 sieht man in vielen Games ein typisches Muster: Schönes Bild im Stand, aber bei Kameraschwenks taucht feines Flimmern auf, Stromleitungen zittern, Zäune glitzern. Mit der Playstation 5 Pro verschiebt sich dieser Eindruck: Die Szene wirkt bei Bewegung stabiler, Textdetails auf Distanz bleiben besser lesbar, und auch komplexe Strukturen (Laub, Gras, Ziegel) zerfallen nicht so schnell in Pixelrauschen.

Gerade auf Screens über 55 Zoll, mit reduzierter Sitzdistanz, kippt das Spielerlebnis damit spürbar in Richtung „High-End-PC-Feeling“ – ohne, dass du dich mit klassischen PC-Problemen herumschlagen musst.

CPU, SSD & Architektur – was bleibt, was wurde verfeinert?

Die Playstation 5 Pro baut weiterhin auf einer Zen?2?CPU und einer extrem schnellen SSD auf. Das heißt: Die dramatisch kurzen Ladezeiten bleiben, Streaming von Assets in Open Worlds ist nach wie vor eine Stärke, und auch die grundsätzliche Systemreaktionszeit ist schnell. Sony fokussiert die Pro-Variante bewusst auf den Grafikteil – CPU-limitiert sind die meisten Games auf der Basis-PS5 schlicht nicht in dem Maße, wie es die GPU ist.

Für dich als Spieler heißt das: Der Sprung beim reinen „gefühlten Speed“ der Benutzeroberfläche oder bei Ladebildschirmen wird moderat ausfallen, weil die Playstation 5 hier bereits sehr stark ist. Der große Unterschied sitzt auf dem Panel vor dir – in Form hochwertigerer Bilder und ruhigerer Framerates.

4K, 120 Hz, VRR – wie sehr reizt die Playstation 5 Pro dein Display aus?

Wer einen aktuellen 4K-TV mit 120 Hz, VRR (Variable Refresh Rate) und guten HDR-Fähigkeiten besitzt, nutzt mit der Playstation 5 schon viel davon. Die Playstation 5 Pro setzt hier aber noch einen drauf, weil sie eben häufiger stabile 120-FPS- oder zumindest extrem saubere 60-FPS-Modi liefern kann.

Mit VRR können leichte Schwankungen kaschiert werden, aber Wunder wirken auch moderne Panels nicht, wenn die Framerate dauerhaft im Keller ist. Genau da spielt die zusätzliche GPU-Power ihre Stärken aus: Statt zwischen 40–60 FPS zu pendeln, hält ein Spiel auf der Playstation 5 Pro eher bei 60, was mit VRR dann butterweich wirkt. Der subjektive Eindruck ist: Der Controller fühlt sich direkter an, Kamerabewegungen sind flüssiger, und das „Input-Gelee“ verschwindet.

Bei 120 Hz ist die Playstation 5 Pro vor allem dort interessant, wo Entwickler gezielt leichte Grafikprofile anbieten, um hohe Framerates zu erzielen – etwa kompetitive Shooter oder schnelle Multiplayer-Games. Auf der Standard-Playstation 5 sind solche Modi häufig optisch arg abgespeckt. Mit der Playstation 5 Pro besteht die Chance, dass 120-FPS-Modi nicht mehr ganz so rabiat an der Grafik sparen müssen.

Wie stark hängt alles von den Entwicklern ab?

Ein Punkt, der gern vergessen wird: Die Playstation 5 Pro legt zwar die technischen Grundlagen, aber wie gut sie genutzt werden, liegt an den Studios. Sony-eigene Teams – Naughty Dog, Santa Monica Studio, Insomniac, Guerrilla – sind bekannt dafür, die Hardware bis an die Grenzen auszureizen. Hier darf man signifikante Pro-Optimierungen erwarten: saubere 60-FPS-Modi, Raytracing-Kombinationen, fein abgestimmte PSSR-Profile.

Bei Third-Party-Studios wird das Bild gemischter sein. Große AAA-Marken und technisch ambitionierte Projekte werden die Playstation 5 Pro gezielt berücksichtigen. Kleinere Titel, Cross-Gen-Games oder Projekte mit begrenzten Ressourcen werden vielleicht nur moderate Anpassungen bekommen. Trotzdem ist der generelle Trend klar: Die Playstation 5 Pro verschiebt die Messlatte dessen, was als „Konsolen-Standard“ gilt, und Studios passen sich langfristig dieser neuen Obergrenze an.

Rückwärtskompatibilität und bestehende Library

Ein Pluspunkt: Die Playstation 5 Pro ist nicht der Start einer neuen Generation, sondern eine Verstärkung der aktuellen. Deine bestehende Bibliothek an Playstation-5-Spielen läuft weiter, und zahlreiche Titel können durch Patches oder dynamische Skalierung automatisch von der stärkeren Hardware profitieren. Selbst Spiele ohne expliziten Pro-Patch können indirekt Vorteile haben, etwa durch stabilere Framerates in Szenen, in denen die Standard-Playstation 5 an ihre Grenzen kommt.

Damit ist die Playstation 5 Pro kein brutaler Reset, sondern ein Upgrade, das deine bestehenden Investitionen schützt und gleichzeitig die Tür für anspruchsvollere Titel in den nächsten Jahren weit aufstößt.

Alltagserlebnis: Wie fühlt sich der Umstieg wirklich an?

Stell dir vor, du spielst ein grafisch intensive Open World auf deiner bisherigen Playstation 5. Du bist zufrieden – bis zu dem Moment, in dem du dieselbe Szene auf der Playstation 5 Pro siehst. Plötzlich wirkt das Bild ruhiger, der Himmel banding-frei, feine Details in der Ferne bleiben stehen, wenn du die Kamera drehst. Die FPS-Anzeige (falls eingeblendet) zeigt vielleicht „nur“ 10–15 Frames mehr im Schnitt, aber dein Gehirn merkt sofort: Das ist entspannter.

Der Umstieg ist kein brachialer Generationssprung wie damals von PS4 auf Playstation 5, wo Ladezeiten pulverisiert und ganze Effektebenen neu möglich wurden. Es ist eher so, als würdest du von einer guten GPU auf eine High-End-GPU im PC wechseln. Du spielst dieselben Spiele, aber du spielst die „bessere Version“ davon. Wenn du ein Auge dafür hast, fühlt sich das schnell nach „nie wieder zurück“ an.

Energie, Lautstärke und Alltagstauglichkeit

Die Playstation 5 war bereits vergleichsweise leise und für die gebotene Leistung effizient. Die Playstation 5 Pro muss trotz Mehrleistung in einem ähnlichen Rahmen bleiben – Wohnzimmer-tauglich, ohne den TV-Ton zu übertönen. Sony hat in den letzten Generationen viel Erfahrung damit gesammelt, Hitze und Geräuschentwicklung im Zaum zu halten, und der grundsätzliche Formfaktor der Playstation 5 bildet eine solide Basis.

Für dich bedeutet das: Trotz zusätzlicher GPU-Power bleibt die Playstation 5 Pro ein Gerät, das du problemlos im Wohnzimmer, im Gaming-Zimmer oder sogar im Schlafzimmer betreiben kannst, ohne dass der Lüfter dich aus dem Erlebnis reißt. Genau das macht den Reiz der Konsole aus: PC-nahe Grafikleistung, aber als geschlossener, wartungsarmer und akustisch kontrollierter Kasten.

Preis-Leistungs-Betrachtung: Rational vs. emotional

Rational betrachtet, ist die Standard-Playstation 5 weiterhin die vernünftigere Wahl für viele – sie bietet enorm viel Leistung fürs Geld, hat eine breite Spielebibliothek und wird noch lange unterstützt. Die Playstation 5 Pro ist dagegen das Modell für Leute, die sich fragen: „Wie gut könnte dieses Spiel aussehen, wenn die Technik nicht bremst?“.

Emotional ist der Unterschied größer, als die reinen Datenblätter suggerieren. Wer Freude daran hat, sein Setup auszureizen, wer abends das Licht runterdreht, HDR voll aufdreht und sich in eine Spielwelt fallen lässt, spürt jeden visuellen Bonus. PSSR, stärkeres Raytracing, stabilere 60 bis 120 FPS – das sind genau die Dinge, die aus einem „guten Erlebnis“ ein „rundes Erlebnis“ machen.

Die Playstation 5 Pro ist damit weniger ein Muss als ein Statement. Du signalisierst dir selbst: „Ja, mir ist das Erlebnis so wichtig, dass ich für diese letzte Schärfe und Stabilität bezahle.“

Luxus-Upgrade oder Pflichtkauf?

Für Gelegenheitsspieler ist die Antwort klar: Luxus-Upgrade. Die Playstation 5 deckt alles ab, was du im Alltag brauchst, und wird es auch noch eine ganze Weile tun. Neue Exklusivspiele, große Third-Party-Blockbuster, Indie-Highlights – alles läuft, alles sieht gut aus.

Für Enthusiasten sieht die Sache anders aus. Die Playstation 5 Pro fühlt sich für diese Zielgruppe schnell wie ein Pflichtkauf an, weil sie gleich mehrere Reizpunkte triggert:

  • Dein 4K- oder 120?Hz-Display wird effektiver ausgereizt.
  • Raytracing wandert vom „Spielerei“-Status Richtung Standardoption.
  • Du musst seltener zwischen Grafik- und Performance-Modus wählen – du bekommst eher beides.
  • Du bist für die zweite Hälfte der Playstation?5?Ära optimal gewappnet.

Wer zudem von Anfang an bewusst in die Playstation-5-Ökosphäre investiert hat – DualSense-Controller, PS VR2, digitale Library – wird mit der Playstation 5 Pro ein System erhalten, das diese Investitionen technisch auf das nächste Level hebt, ohne dich aus deinem Ökosystem zu reißen.

Für wen ist die Playstation 5 Pro ungeeignet?

Es gibt auch klare Fälle, in denen die Playstation 5 Pro überdimensioniert wirkt:

  • Du spielst primär Retro-Games, Indies mit schlichter Grafik oder stylisierte Titel, die ohnehin nicht GPU-limitiert sind.
  • Du nutzt noch einen älteren 1080p-TV ohne HDR – der Hauptvorteil der Pro geht an dir vorbei.
  • Du bist preisbewusst und möchtest das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, ohne dich an Details aufzuhalten.

In diesen Szenarien bringt dir die Playstation 5 Pro zwar trotzdem Vorteile, aber sie rechtfertigen den Aufpreis nur schwer. Die Standard-Playstation 5 bleibt in solchen Setups die logischere Wahl.

Der Blick nach vorn: Wie lange hält die Playstation 5 Pro durch?

Ein Aspekt, der oft unterschätzt wird, ist die Langzeitperspektive. Konsolengenerationen laufen über viele Jahre, und die zweite Hälfte ist meist grafisch deutlich anspruchsvoller als der Anfang. Die Playstation 5 Pro ist genau dafür ausgelegt: Sie stellt sicher, dass selbst spät in der Generation noch genug Luft für hübsche, flüssige Games bleibt – ohne, dass du deine grafischen Ansprüche zu stark drosseln musst.

Wenn du heute auf die Playstation 5 Pro setzt, minimierst du das Risiko, in drei oder vier Jahren das Gefühl zu haben, „hinterherzuhinken“. Stattdessen sitzt du auf der Oberkante der Leistungsfähigkeit der Playstation-5-Plattform – und kannst in Ruhe beobachten, wie Studios das Maximum daraus holen.

Fazit: Playstation 5 Pro – ehrlicher Leistungsboost für alle, die mehr wollen

Die Playstation 5 Pro ist kein lautes, revolutionäres Statement, sondern ein fokussiertes Upgrade für alle, die jedes Prozent Bildqualität und jede Millisekunde Frametimes ernst nehmen. PSSR-Upscaling wirkt wie ein Turbo für 4K, das Raytracing-Level rückt näher an das, was wir uns von moderner Beleuchtung erhoffen, und die zusätzliche GPU-Leistung sorgt für genau die Art von Stabilität, nach der anspruchsvolle Spieler seit der Einführung der Playstation 5 fragen.

Wer die Standard-Playstation 5 besitzt und zufrieden ist, wird nicht plötzlich das Gefühl haben, sein System sei „alt“. Aber wer einmal sieht, wie sauber derselbe Titel auf der Playstation 5 Pro läuft, wie ruhig das Bild bleibt und wie wenig sich die Framerate von Effektausbrüchen beeindrucken lässt, wird Mühe haben, den Unterschied zu ignorieren.

Für Puristen, Technikfans und alle, die ihr Wohnzimmer- oder Studio-Setup als Projekt betrachten, ist die Playstation 5 Pro mehr als ein Luxus-Gadget. Sie ist die konsequentere Version dessen, was die Playstation 5 immer sein wollte: eine Konsole, die deine Spiele nicht nur abspielt, sondern sie visuell ausreizt.

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