Planet Labs: NGA-Vertrag über 22 Millionen Dollar
05.06.2026 - 03:10:01 | boerse-global.de
Planet Labs hat am Donnerstagabend gleich zwei positive Signale geliefert. Der Satellitenanbieter meldete Rekordumsätze für das erste Geschäftsquartal und verlängerte parallel einen wichtigen Regierungsvertrag in den USA. Für Anleger ist das eine ungewöhnlich klare Kombination: operativ wächst das Geschäft schnell, und bei den Behördenaufträgen kommt weiter Substanz dazu.
Umsatz springt auf neuen Höchststand
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 kletterte der Umsatz auf 94 Millionen Dollar. Das entspricht einem Plus von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und lag über der Erwartung der Analysten von 90 Millionen Dollar. Auch beim Ergebnis je Aktie schnitt das Unternehmen besser ab als gedacht: Der bereinigte Verlust belief sich auf 3 Cent je Aktie statt der erwarteten 4 Cent.
Unter dem Strich blieb zwar ein GAAP-Verlust von 138,9 Millionen Dollar stehen. Der fiel aber vor allem wegen eines einmaligen Bewertungseffekts von 106,5 Millionen Dollar an. Für das operative Bild ist wichtiger: Der Auftragsbestand erreichte rund 906 Millionen Dollar und lag damit 72 Prozent über dem Vorjahreswert.
Der Vorstand zog nach den Zahlen die Jahresprognose an. Für den Umsatz stellt Planet Labs nun 425 bis 441 Millionen Dollar in Aussicht. Das signalisiert Vertrauen in die Nachfrage, vor allem aus dem öffentlichen Sektor.
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Militärgeschäft bleibt Wachstumstreiber
Parallel zu den Zahlen meldete Planet Labs eine Vertragsverlängerung mit der US-Geheimdienstbehörde NGA über 22 Millionen Dollar. Die Tochter Planet Labs Federal erhielt die erste Optionsverlängerung für das „Luno B“-Programm. Es geht um maritime Lagebilder und Aufklärungsauswertungen für verschiedene militärische Kommandos.
Hinzu kommt ein neuer Auftrag gemeinsam mit der Defense Innovation Unit. Dabei liefert Planet seinen Global Monitoring Service auf Basis der SuperDove-Satellitenkonstellation. Der Fokus liegt auf nahezu täglicher Veränderungserkennung und Lageaufklärung für nationale Sicherheitsinteressen.
Für das Unternehmen ist das mehr als ein Einzelerfolg. Die Verträge zeigen, dass die Plattform in sicherheitsrelevanten Anwendungen weiter Fuß fasst und die Kundenbindung im US-Regierungsumfeld hoch bleibt.
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An der Börse kam die Nachricht trotzdem nicht als Befreiungsschlag an. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 37,40 Euro. Auf Sicht von sieben Tagen liegt sie trotzdem noch 14,22 Prozent im Minus, seit Jahresbeginn aber mit 114,75 Prozent im Plus. Der Kurs notiert damit knapp 20 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 46,60 Euro, zugleich aber gut 12 Prozent über der 50-Tage-Linie.
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