Pinguin-Gang: So schützt ihr euch vor Glatteis-Stürzen
16.01.2026 - 14:32:12Die Wetterlage gleicht einer Rutschpartie. Nach Regen auf gefrorene Böden sind Gehwege in ganz Deutschland spiegelglatt. Unfallchirurgen empfehlen daher dringend den Pinguin-Gang. Diese Technik wirkt amüsant, verhindert aber effektiv Knochenbrüche.
Warum rutschen wir überhaupt?
Der normale Gang ist ein kontrolliertes Fallen. Auf Eis wird diese Dynamik zum Risiko. Beim Auftreten mit der Ferse entsteht eine horizontale Kraft – der Schuh findet keinen Halt und rutscht weg.
Der Pinguin-Gang setzt genau hier an. Er verlagert den Körperschwerpunkt statisch über das Standbein. Der Fuß setzt flach mit der ganzen Sohle auf. Diese vertikale Belastung minimiert die Rutschgefahr.
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So geht’s richtig:
* Den Oberkörper leicht nach vorne neigen.
* Extrem kurze und langsame Schritte machen.
* Die Füße leicht nach außen drehen, um die Auflagefläche zu vergrößern.
Notaufnahmen mit Hochkonjunktur
Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) erneuert ihre Warnung. Seit dem Jahreswechsel verzeichnen Kliniken sprunghaft steigende Unfallzahlen, besonders in den frühen Morgenstunden.
Am häufigsten behandeln Ärzte distale Radiusfrakturen – Brüche des Handgelenks. Sie entstehen reflexartig beim Abfangen des Sturzes. Bei älteren Menschen drohen gefürchtete Oberschenkelhalsbrüche.
„Einfache Verhaltensänderungen wie der Pinguin-Gang können langwierige Krankenhausaufenthalte verhindern“, betont PD Dr. Christopher Spering von der DGOU. Die klare Empfehlung: Sicherheit vor Ästhetik und Eile.
Die richtige Ausrüstung ist entscheidend
Neben der Gangtechnik schützt die passende Ausrüstung. Sicherheitsexperten raten dringend zu Schuhen mit starkem Profil. Glatte Ledersohlen oder hohe Absätze gelten als fahrlässig. Für extremes Glatteis helfen Schuh-Spikes mit Metallkrallen.
Ein weiterer kritischer Fehler: Hände in den Jackentaschen vergraben. Das verhindert, dass die Arme als Balancierstangen dienen. Im Sturzfall fehlen sie zum Schutz von Kopf und Gesicht.
Verkehrspsychologen warnen vor Zeitdruck. Wer mehr Zeit für den Weg einplant, bewegt sich automatisch ruhiger und bedachter. Hektik erhöht das Sturzrisiko signifikant.
Blitzeis stellt Räumdienste vor Probleme
Die aktuelle Gefahr entsteht durch eine tückische Wetterlage. Mildere Temperaturen im Westen und anhaltende Kälte im Osten und Süden sorgen für Blitzeis. Dabei gefriert Regen sofort beim Auftreffen auf den gefrorenen Boden.
Kommunale Räumdienste arbeiten an ihrer Belastungsgrenze. Da Streufahrzeuge nicht überall gleichzeitig sein können, liegt viel Verantwortung beim einzelnen Fußgänger. Rechtsexperten betonen: Es gibt keinen Anspruch auf „schwarzen Asphalt“ rund um die Uhr.
Langfristig hilft nur Training
Der Pinguin-Gang ist eine Akutmaßnahme. Für langfristige Sicherheit empfehlen Sportwissenschaftler Koordinations- und Gleichgewichtstraining. Eine gut trainierte Tiefenmuskulatur stabilisiert den Körper schneller, bevor es zum Sturz kommt.
Für das Wochenende prognostizieren Wetterdienste eine leichte Entspannung – warnen aber weiter vor Nachtfrösten. Der sichere Weg ans Ziel führt für viele also noch weiter über das Eis.
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