Pilbara Minerals Aktie: Rückkehr in die Gewinnzone
22.02.2026 - 03:39:06 | boerse-global.dePilbara Minerals hat im ersten Halbjahr des Geschtsjahres 2026 den operativen Turnaround geschafft. Trotz einer deutlichen Rückkehr in die Gewinnzone und gesteigerter Produktionsmengen reagiert der Markt jedoch zunächst verhalten. Im Fokus steht dabei die Entscheidung des Managements, vorerst auf eine Dividende zu verzichten, um die finanzielle Flexibilität für kommende Großprojekte zu wahren.
Die Zahlen für das erste Halbjahr verdeutlichen eine signifikante Erholung. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 47 % auf 624 Millionen AUD, während das bereinigte EBITDA sogar um 241 % auf 253 Millionen AUD nach oben schnellte. Nach einem herben Verlust im Vorjahreszeitraum steht nun ein Nettogewinn von 33 Millionen AUD in den Büchern.
Verantwortlich für diese Entwicklung waren vor allem ein Produktionsplus von 6 % beim Spodumen-Konzentrat sowie eine verbesserte EBITDA-Marge, die von 17 % auf 41 % stieg. Gleichzeitig gelang es dem Unternehmen, die Betriebskosten pro Tonne um 8 % zu senken. Parallel dazu sicherte sich Pilbara Minerals durch den Rückkauf eines Joint-Venture-Anteils von Calix für 11,4 Millionen AUD die volle Kontrolle über eine wichtige Veredelungstechnologie ? ein strategischer Schritt, um künftige Lizenzeinnahmen allein zu vereinnahmen.
Verzicht auf Dividende belastet
Doch warum reagiert der Markt trotz der starken operativen Entwicklung mit Kursabschlägen? Am vergangenen Freitag schloss das Papier mit einem Minus von 4,04 % bei 2,47 Euro. Ein Hauptgrund für die Skepsis der Anleger dürfte der Beschluss des Vorstands sein, trotz einer liquiden Reserve von insgesamt 1,6 Milliarden AUD keine Zwischendividende auszuschütten.
Das Management begründet diesen Schritt mit dem Vorrang der finanziellen Stabilität. Das Kapital wird für den geplanten Neustart der Ngungaju-Anlage in Westaustralien im Juli 2026 sowie für weitere Expansionsstudien benötigt. Diese Priorisierung von Wachstum gegenüber sofortigen Ausschüttungen sorgt bei renditeorientierten Investoren kurzfristig für Enttäuschung.
Ausblick und künftige Kapazitäten
Für das zweite Halbjahr stellt sich das Unternehmen auf leicht steigende Kosten ein, da die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme des Betriebs in der Ngungaju-Anlage Geld kosten. Die Anlage soll nach ihrer Rückkehr aus der Wartungsphase die jährliche Produktionskapazität um rund 200.000 Tonnen erhöhen.
Anleger müssen zudem bei den langfristigen Ausbauplänen mehr Geduld aufbringen. Die Machbarkeitsstudie für die Erweiterung auf eine Kapazität von zwei Millionen Tonnen pro Jahr (P2000) wurde auf das vierte Quartal 2026 verschoben. Auch das Colina-Projekt in Brasilien verzögert sich; hier wird ein Ergebnis der Studie erst Ende 2027 erwartet. Diese zeitlichen Anpassungen verdeutlichen, dass Pilbara Minerals derzeit einen vorsichtigen, auf Liquiditätssicherung fokussierten Kurs fährt.
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