Phishing-Welle zielt mit „Jahreswechsel-ID-Check“ auf Bankkunden
15.01.2026 - 03:00:12Verbraucherschützer und Sicherheitsbehörden schlagen Alarm. Eine professionelle Phishing-Welle zielt derzeit auf Bankkunden in ganz Deutschland ab. Unter dem Vorwand eines obligatorischen „Jahreswechsel-ID-Checks“ versuchen Kriminelle, an sensible Online-Banking-Daten zu gelangen. Die täuschend echten Nachrichten per E-Mail und SMS können selbst versierte Nutzer in die Falle locken.
Die Betrüger nutzen den Jahresbeginn geschickt aus. Viele Menschen erwarten in dieser Zeit administrative Aufgaben. Die gefälschten Nachrichten geben vor, von der eigenen Hausbank zu stammen. Sie behaupten, neue gesetzliche Vorschriften erforderten eine sofortige Identitätsprüfung. Bei Nichtbefolgung drohen die Absender mit Kontosperrung oder Gebühren – ein klassischer Druckmechanismus.
Die Angreifer setzen auf eine mehrstufige und psychologisch ausgeklügelte Taktik. Zuerst landet eine täuschend echte E-Mail oder SMS (Smishing) beim Opfer. Offizielle Logos und das Design bekannter Banken imitieren Seriosität. Ein Link in der Nachricht führt auf eine gefälschte Banking-Webseite.
Dort werden die Opfer aufgefordert, ihre Zugangsdaten wie PIN und eine Transaktionsnummer (TAN) einzugeben. Mit diesen Daten haben die Täter vollen Zugriff auf das Konto. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt, dass die Methoden immer professioneller werden, teilweise durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz für fehlerfreie Texte.
Viele Android-Nutzer übersehen diese 5 Sicherheitsmaßnahmen – und legen Kriminellen damit den Zugang zu Banking‑Apps frei. Der Gratis‑Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, wie Sie WhatsApp, Online‑Shopping, PayPal und Online‑Banking gegen Phishing & Smishing absichern: sichere Einstellungen, Update‑Check, App‑Prüfung und 2FA‑Anleitungen. Holen Sie sich die einfache Checkliste und setzen Sie die wichtigsten Schutzmaßnahmen sofort um. Kostenlos per E‑Mail. Gratis-Sicherheitspaket für Android anfordern
Diese Warnsignale sollten Sie kennen
Trotz steigender Raffinesse gibt es klare Anzeichen für einen Betrugsversuch. Ein erstes Indiz ist eine unpersönliche Anrede wie „Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde“. Seriöse Banken sprechen ihre Kunden in der Regel namentlich an.
Weitere rote Flaggen sind:
* Dringlichkeit und Drohungen: Die Nachrichten erzeugen Zeitdruck und drohen mit Kontosperrung.
* Aufforderung zum Klicken: Echte Institute fordern nie per E-Mail oder SMS auf, Links für Dateneingaben zu nutzen.
* Fehler und Ungereimtheiten: Oft verraten sich die Mails trotz allem durch Rechtschreibfehler.
* Verdächtige Absenderadresse: Die E-Mail-Adresse passt nicht zur offiziellen Domain der Bank.
So schützen Sie sich wirksam
Der beste Schutz ist ein gesundes Misstrauen. Klicken Sie niemals auf Links in unaufgeforderten Nachrichten, die Bankdaten abfragen. Bei Unsicherheit kontaktieren Sie Ihre Bank über die offiziellen, bekannten Kanäle – etwa die Servicenummer von der Rückseite Ihrer Karte.
Zusätzliche Sicherheit bieten:
* Starke, einzigartige Passwörter für jedes Konto
* Die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), wo immer möglich
Sollten Sie Daten preisgegeben haben, handeln Sie sofort: Sperren Sie das Konto bei Ihrer Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Cyberkriminalität erreicht neues Niveau
Die aktuelle Welle ist Teil eines besorgniserregenden Trends. Laut einer Umfrage des Bankenverbands war bereits knapp ein Viertel der Befragten innerhalb von zwei Jahren Opfer eines Online-Betrugsversuchs. Phishing macht dabei rund 30 Prozent der Fälle aus.
Die Angriffe werden nicht nur professioneller, sie weiten sich auch aus. Kriminelle Netzwerke missbrauchen zunehmend die Namen bekannter Marken aus Logistik, Handel oder von Behörden, um Vertrauen zu erschleichen. Der finanzielle Schaden ist enorm.
Ständige Wachsamkeit wird zur Normalität
Experten gehen davon aus, dass die Bedrohung weiter zunimmt. Die fortschreitende Digitalisierung bietet immer neue Angriffsflächen. Zukünftige Maschen könnten durch den Missbrauch von KI und gestohlenen Daten noch personalisierter und überzeugender werden.
Für Verbraucher bedeutet das: Ein gesundes Misstrauen gegenüber digitalen Nachrichten gehört zur neuen Normalität. Die wichtigste Verteidigungslinie bleibt die Sensibilisierung der Nutzer selbst. Die goldene Regel gilt unverändert: Geben Sie niemals sensible Daten auf Anforderung per E-Mail, SMS oder Telefon preis.
PS: Diese 5 Maßnahmen machen Ihr Smartphone spürbar sicherer – Tipp 3 schließt eine Lücke, die Phisher per SMS & E‑Mail ausnutzen. Der kostenlose Leitfaden liefert einfache Schritt‑für‑Schritt‑Anweisungen, darunter 2FA‑Einrichtung, App‑Prüfungen und Update‑Checks, damit Sie Banking‑Apps sicher nutzen können. Einfach umsetzbar, auch für weniger technikaffine Nutzer. Jetzt kostenloses Android-Schutzpaket herunterladen


