Phishing-Welle warnt vor vollem Speicherplatz
24.01.2026 - 00:51:12Eine perfide Phishing-Welle zielt aktuell auf Nutzer großer Cloud- und E-Mail-Dienste ab. Cyberkriminelle versenden massenhaft gefälschte Warnungen vor angeblich vollem Speicherplatz, um an Zugangsdaten und Finanzinformationen zu gelangen. Betroffen sind Kunden von Apple iCloud, Google Drive sowie E-Mail-Anbietern wie GMX und Web.de.
Die gefälschten Nachrichten erzeugen durch Drohungen mit Datenverlust oder Kontosperrung gezielt Druck. Oft setzen die Betrüger eine kurze Frist von nur wenigen Stunden. Das soll die Opfer zu unüberlegten Klicks verleiten.
Phishing-Mails, die mit angeblich vollem Cloud‑Speicher drohen, sind eine der häufigsten Einfallstüren für Datenklau. Wenn Sie auf gefälschte Login‑Seiten hereinfallen, reichen Passwortänderungen oft nicht aus – es braucht gezielte Maßnahmen. Das kostenlose Anti‑Phishing‑Paket erklärt in einer klaren 4‑Schritte‑Anleitung, wie Sie gefälschte Speicherwarnungen erkennen, Kontozugänge sichern, Zwei‑Faktor‑Authentifizierung richtig einrichten und Zahlungsdaten schützen. Praktisch für Unternehmen, IT‑Verantwortliche und sicherheitsbewusste Privatnutzer. Jetzt Anti-Phishing-Paket herunterladen
Die professionell gestalteten E-Mails oder Pop-ups imitieren das Design der echten Anbieter täuschend echt. Sie enthalten offizielle Logos und vertraute Farben. Ihr Ziel: Ein Link oder Button mit Aufschriften wie “Speicherplatz erweitern”.
Dieser Link führt jedoch nicht zum echten Anbieter, sondern auf eine gefälschte Login-Seite der Kriminellen. Dort werden Nutzer zur Eingabe ihrer E-Mail-Adresse, ihres Passworts und manchmal sogar ihrer Kreditkartendaten aufgefordert.
Woran Sie die Falle erkennen
Trotz der täuschenden Optik gibt es verräterische Merkmale:
* Absenderadresse: Sie weicht bei genauer Betrachtung oft von der offiziellen Domain ab.
* Anrede: Unpersönliche Formulierungen wie “Sehr geehrter Kunde” statt Ihres Namens.
* Sprachfehler: Oft verraten sich die Nachrichten durch Grammatik- oder Rechtschreibfehler.
Warum der Angriff so gefährlich ist
Die gestohlenen Zugangsdaten öffnen den Kriminellen Tür und Tor. Sie können private E-Mails lesen, persönliche Fotos einsehen und im Namen des Opfers handeln. Sind Zahlungsinformationen hinterlegt, droht Missbrauch.
Die größte Gefahr: Viele Nutzer verwenden dasselbe Passwort für mehrere Dienste. Erbeutete Daten werden daher oft bei anderen Plattformen wie Online-Shops oder sozialen Netzwerken ausprobiert. Ein geknacktes Konto kann so eine ganze Kettenreaktion auslösen.
Experten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnen: Phishing ist häufig der erste Schritt für weitreichendere Cyber-Delikte.
So schützen Sie sich wirksam
Der beste Schutz bleibt Ihre eigene Wachsamkeit. Folgende Verhaltensregeln sind entscheidend:
- Nie voreilig klicken: Öffnen Sie keine Links oder Buttons in unerwarteten E-Mails mit Eingabeaufforderungen.
- Direkt einloggen: Bei einer Speicher-Warnung ignorieren Sie den E-Mail-Link. Prüfen Sie den Status stattdessen, indem Sie sich direkt auf der offiziellen Website oder in der App des Anbieters anmelden.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen: Aktivieren Sie 2FA, wo immer möglich. Selbst mit dem Passwort können sich Betrüger dann nicht ohne den zweiten Faktor (z.B. einen Code auf Ihrem Handy) einloggen.
- Melden und löschen: Verschieben Sie verdächtige Mails in den Spam-Ordner und löschen Sie sie. Das hilft auch den Anbietern.
Sind Sie bereits auf die Masche hereingefallen? Ändern Sie sofort das Passwort des betroffenen Dienstes und aller Konten mit identischem Passwort. Bei betroffenen Finanzdaten informieren Sie umgehend Ihre Bank oder Ihren Kreditkartenanbieter.


