Phishing-Welle raubt Opfer 400.000 Euro
17.02.2026 - 05:49:12Eine massive Phishing-Welle überrollt derzeit Deutschland und Österreich. Ein 58-Jähriger aus Oberösterreich verlor am Wochenende fast 400.000 Euro, nachdem er auf eine gefälschte SMS geklickt hatte. Sicherheitsbehörden wie das BSI verschärfen ihre Warnungen.
So lief der 400.000-Euro-Betrug ab
Der Angriff begann mit einer SMS, die angeblich vom „Finanzamt Österreich“ kam. Darin wurde der Mann aufgefordert, seine FinanzOnline-ID über einen Link zu erneuern. Auf der gefälschten Seite gab er seine Bankdaten ein.
Danach kontaktierten die Täter ihn telefonisch. Sie gaben sich als Bankmitarbeiter aus und behaupteten, sein Konto sei gehackt. Unter massivem Druck überwies das Opfer hohe Summen auf Konten der Betrüger. Ein Komplize erschien sogar persönlich als falscher Polizist, um die Bankkarte abzuholen und Bargeld abzuheben.
Aktuelle Warnungen für Deutschland
Auch hierzulande rollt eine Welle professioneller Phishing-Angriffe. Verbraucherschützer warnen vor gefälschten Nachrichten im Namen bekannter Banken wie der Postbank oder Advanzia Bank. Oft wird mit einer drohenden Kontosperrung Druck aufgebaut.
Kriminelle nutzen aktuelle Themen für ihre Zwecke:
* Gefälschte E-Mails der Deutschen Rentenversicherung fordern zur Datenaktualisierung auf.
* Angebliche Schreiben des Bundesfinanzministeriums verlangen Zugangsdaten zu Krypto-Wallets.
* Selbst OpenAI wird als Absender für Phishing-Mails missbraucht, die eine fehlgeschlagene Abo-Zahlung vortäuschen.
Die Verbraucherzentrale NRW zählte im vergangenen Jahr über 380.000 gemeldete Phishing-E-Mails.
So erkennen Sie die Betrugsversuche
Seriöse Institutionen fordern Sie niemals per E-Mail oder SMS auf, Passwörter oder TANs über einen Link einzugeben. Achten Sie auf diese Alarmsignale:
- Unpersönliche Anrede: „Sehr geehrte Kundin“ statt Ihres vollen Namens.
- Druck und Drohungen: Knappe Fristen oder angedrohte Kontosperrungen.
- Verdächtige Absender: Prüfen Sie die E-Mail-Adresse genau. Auf dem Smartphone können Sie einen Link oft antippen, um die echte Ziel-URL zu sehen.
- Sprachliche Fehler: Trotz KI-Unterstützung bleiben Rechtschreibfehler ein häufiges Indiz.
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KI macht Angriffe immer gefährlicher
Die Professionalisierung der Angriffe hat auch mit Künstlicher Intelligenz zu tun. KI-Tools erstellen in Sekunden personalisierte und fehlerfreie Nachrichten, die kaum von echten zu unterscheiden sind.
Diese Technik kombinieren die Täter mit ausgeklügelten Social-Engineering-Methoden. Sie spielen mit menschlichen Emotionen wie Angst oder Vertrauen. Da technische Sicherungen besser werden, rückt der Mensch selbst in den Fokus der Kriminellen.
Was kommt auf uns zu?
Experten sind sich einig: Die Bedrohung wird weiter zunehmen. KI-gestützte Angriffe werden noch personalisierter, neue Kanäle wie Messenger oder QR-Codes könnten dazukommen.
Technische Lösungen wie Passkeys gelten als sichere Alternative zu Passwörtern. Bis diese sich durchsetzen, bleibt die Wachsamkeit jedes Einzelnen der wichtigste Schutz. Die Polizei rät: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, beenden Sie verdächtige Gespräche sofort und kontaktieren Sie im Zweifel die echten Behörden.
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