Philip Morris Aktie: Währungen drücken Prognose
02.06.2026 - 18:26:13 | boerse-global.deWährungsschwankungen zwingen Philip Morris International zu einer zweiten Prognosekorrektur innerhalb von wenigen Wochen. CEO Jacek Olczak nutzte heute die Deutsche-Bank-Konferenz in Paris, um das Zahlenwerk zu justieren — und gleichzeitig Zuversicht in die operative Stärke des Konzerns zu signalisieren.
Neue Jahresziele nach unten verschoben
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet PMI nun ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 8,31 bis 8,46 Dollar — nach einer bisherigen Spanne von 8,36 bis 8,51 Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 10,2 bis 12,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 7,54 Dollar. Die Revision liegt damit am unteren Ende dessen, was Analysten im Schnitt erwartet hatten.
Treiber der Anpassung ist keine operative Schwäche, sondern ein technischer Effekt: Unrealisierte Devisenverluste aus aufgeschobenen Steuerverpflichtungen, verursacht durch den erstarkten russischen Rubel. Hinzu kommt eine nicht zahlungswirksame Wertberichtigung von rund 500 Millionen Dollar auf die Beteiligung an der kanadischen Tochtergesellschaft RBH — ein Abschlag, der das zweite Quartal belastet. Für Q2 sinkt die bereinigte EPS-Spanne auf 1,97 bis 2,02 Dollar.
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Zyn wächst, Japan hält sich
Operativ bleibt das Bild robust. Olczak betonte, andere Risiken wie steigende Energiekosten seien beherrschbar. Das internationale Rauchlosprogramm, angeführt von IQOS, laufe weiterhin nach Plan — trotz der in Japan seit dem 1. April geltenden höheren Verbrauchsteuer, die zunächst für Pantry-Abbau bei Verbrauchern gesorgt hat. Der Marktanteil von IQOS dort blieb nach Unternehmensangaben stabil.
In den USA weitet PMI das Zyn-Portfolio aus. Das neue Produkt Zyn Ultra wird in 9mg- und 11mg-Varianten mit 20 Beuteln je Dose angeboten — zu einem niedrigeren Listenpreis je Beutel als das bisherige 15-Beutel-Standardformat. Die US-Aufsichtsbehörde FDA hatte zuletzt ihre Durchsetzungsregeln bei nicht genehmigten Vaping- und Nikotinprodukten gelockert, was Olczak als "netto positiv" für Zyn bezeichnete: weniger regulatorische Unsicherheit, mehr Wachstumspotenzial für die Kategorie.
Der Markt reagierte verhalten positiv — die Aktie legte nach Bekanntgabe leicht zu. Die nächste wichtige Orientierung dürften die Q2-Zahlen liefern, in denen der RBH-Abschlag konkret sichtbar wird.
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