Pharming Aktie: Joenja +34% kompensiert RUCONEST-Rückgang
20.05.2026 - 04:53:00 | boerse-global.deDie niederländische Biotech-Firma Pharming zeigt ein gespaltenes Bild. Der Gesamtumsatz fiel im ersten Quartal um acht Prozent. Dahinter steckt aber eine entscheidende Verschiebung: Das Flaggschiff Joenja wächst rasant, während das alte Standbein RUCONEST schwächelt.
Die Aktie notiert bei 1,09 Euro – rund 39 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn verlor das Papier mehr als ein Viertel. Der RSI liegt bei 38,2, was auf eine überverkaufte Verfassung hindeutet.
Joenja als Wachstumstreiber
Die Immuntherapie Joenja (Leniolisib) steigerte die Erlöse im Vorjahresvergleich um 34 Prozent. In den USA stieg die Zahl der behandelten Patienten auf 127 – ein Plus von 25 Prozent. Pharming treibt parallel die internationale Zulassung voran: Nach einer positiven CHMP-Empfehlung in Europa im März folgte im gleichen Monat die behördliche Genehmigung in Japan. In den USA liegt ein ergänzender Zulassungsantrag für die Höchstdosierung vor.
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RUCONEST unter Druck
Ganz anders die Entwicklung bei RUCONEST, dem Mittel gegen erbliche Angioödeme. Die Einnahmen brachen um 15 Prozent ein. Das Management führt den Rückgang auf zwei Faktoren zurück: einen Lagerabbau um acht Prozent und den geplanten Rückzug aus Märkten außerhalb der USA (minus drei Prozent).
Für das Gesamtjahr 2026 gibt Pharming eine Umsatzprognose von 405 bis 425 Millionen Dollar ab. Das entspricht einem erwarteten Wachstum von acht bis 13 Prozent. Die operativen Kosten sollen zwischen 330 und 335 Millionen Dollar liegen.
Pipeline mit nächsten Meilensteinen
Neben den vermarkteten Produkten arbeitet Pharming an zwei vielversprechenden Kandidaten. Für Leniolisib werden im zweiten Halbjahr 2026 Topline-Ergebnisse aus der Phase-II-Studie zu primären Immundefekten erwartet. Beim Mitochondrien-Wirkstoff Napazimone läuft die Phase-II-FALCON-Studie; der Rekrutierungsabschluss ist für Ende 2026 geplant.
Die Pipeline könnte mittelfristig neue Umsatzquellen erschließen – vorausgesetzt, die Studien liefern positive Daten. Bis dahin bleibt das erste Halbjahr ganz im Zeichen von Joenja. Das Unternehmen muss zeigen, ob das Wachstumstempo reicht, um den RUCONEST-Rückgang zu kompensieren und die Jahresziele zu erreichen.
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