Pflegekompetenzgesetz startet mit erweiterten Befugnissen
01.01.2026 - 17:31:12Das neue Gesetz erweitert die Befugnisse von Pflegekräften zur aktiven Demenzprävention und reduziert Bürokratie. Es ist ein zentraler Baustein der Nationalen Demenzstrategie.
Pflegekräfte erhalten ab heute deutlich mehr Kompetenzen. Das neue Pflegekompetenzgesetz rückt die Präventionsberatung in den Mittelpunkt der häuslichen Versorgung. Damit reagiert die Politik auf eine klare wissenschaftliche Erkenntnis: Bis zu 45 Prozent aller Demenzfälle wären durch Lebensstiländerungen vermeidbar.
Prävention wird zur Kernaufgabe
Ambulante Pflegekräfte und Pflegeberater sind ab sofort nicht nur berechtigt, sondern angehalten, aktiv zu Vorsorgemaßnahmen zu beraten. Das markiert einen Paradigmenwechsel – weg von der reinen Versorgung, hin zur proaktiven Gesundheitsbegleitung. Gleichzeitig reduzieren neue Regelungen bürokratische Hürden. Die Dokumentationspflichten wurden gesenkt, um mehr Zeit für die direkte Arbeit am Menschen zu schaffen.
„Die Pflegekräfte sind oft die engsten Bezugspersonen. Wenn sie nun Risikofaktoren direkt ansprechen dürfen, erreichen wir die Menschen dort, wo Prävention am effektivsten ist“, kommentiert ein Branchenkenner den Start der Reform.
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Die 14 Hebel gegen Demenz
Die Dringlichkeit der Maßnahmen stützt sich auf die Lancet Commission. Deren zuletzt 2024 aktualisierte Analyse identifiziert 14 modifizierbare Risikofaktoren, die fast die Hälfte aller Demenzerkrankungen verhindern oder verzögern könnten.
Zu den Schlüsselfaktoren, die nun im Fokus der Pflegeberatung stehen, zählen:
* Im mittleren Lebensalter: Unbehandelter Bluthochdruck, Übergewicht, hohes LDL-Cholesterin, Diabetes, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum.
* Im höheren Lebensalter: Soziale Isolation, Depressionen sowie unkorrigierte Seh- und Hörverluste.
Besonders Sehverlust und hohes LDL-Cholesterin – die jüngsten Faktoren im Risikokatalog – sollen durch die Pflegekräfte früher erkannt werden. In der häuslichen Umgebung fallen solche Anzeichen oft schneller auf als in der Arztpraxis.
Finale Phase der Demenzstrategie
Das Jahr 2026 markiert nicht nur den Start des Gesetzes, sondern auch das Finale der aktuellen Nationalen Demenzstrategie. Bis Jahresende wird Bilanz über rund 160 eingeleitete Maßnahmen gezogen. Die neuen Pflegekompetenzen gelten als einer der Schlusssteine dieser Phase.
Die Evaluation wird die Grundlage für die Fortführung der Strategie ab 2027 bilden. Die zentrale Frage lautet: Wie gut lässt sich das theoretische Präventionspotenzial von 45 Prozent in die Versorgungsrealität übertragen?
Eine Investition in die Zukunft
Hinter der Reform steht auch eine ökonomische Notwendigkeit. Prognosen gehen von bis zu 2,8 Millionen Demenzerkrankten im Jahr 2050 aus. Analysten betonen: Eine Verzögerung des Krankheitsausbruchs um nur wenige Jahre könnte Milliarden im Pflegesystem einsparen.
Das Gesetz ist somit eine Investition in die Zukunftsfähigkeit der Pflegeversicherung. Können Pflegekräfte Risiken früh minimieren, lässt sich die Phase der schweren Pflegebedürftigkeit verkürzen – oder im besten Fall vermeiden.
Das Jahr der Umsetzung
Mit dem heutigen Tag beginnt das „Jahr der Wahrheit“ für die Demenzprävention. Nun zeigt sich, wie schnell sich die neuen Befugnisse im Pflegealltag etablieren. Umfassende Schulungsprogramme laufen bereits, um das Wissen über die 14 Risikofaktoren flächendeckend zu vermitteln.
Für Patienten und Angehörige bedeutet das konkret: Themen wie Hörgeräteversorgung, soziale Teilhabe oder Cholesterinmanagement werden künftig fester Bestandteil der Pflegeberatung. Die Wissenschaft kommt damit direkt ins Wohnzimmer.
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