Pflanzendrinks, Experten

Pflanzendrinks: Experten warnen vor Nährstofflücken bei Kleinkindern

23.01.2026 - 16:52:12

Ernährungsexperten warnen vor Nährstoffdefiziten bei Kleinkindern durch pflanzliche Drinks. Diese können Kuhmilch nicht gleichwertig ersetzen und erfordern professionelle Beratung.

Pflanzliche Milchalternativen können Kuhmilch für Kleinkinder nicht gleichwertig ersetzen. Das betonen Ernährungsexperten und Mediziner angesichts des wachsenden Trends. Sie sehen erhebliche Risiken für die Nährstoffversorgung in einer kritischen Wachstumsphase.

Warum Kuhmilch so schwer zu ersetzen ist

Immer mehr Eltern geben ihren Kleinkindern Drinks aus Hafer, Mandeln oder Soja. Doch Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) schlagen Alarm. Kuhmilch liefert hochwertiges Eiweiß, Kalzium, Jod und die Vitamine B2 und B12 – viele Pflanzendrinks weisen hier große Lücken auf. In der schnellen Wachstumsphase von Ein- bis Dreijährigen kann das folgenschwere Defizite verursachen.

Diese kritischen Nährstoffe fehlen oft

Das Problem: Die Nährstoffprofile der Pflanzendrinks sind extrem unterschiedlich. Viele Produkte, besonders im Bio-Bereich, sind nicht mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert.

Anzeige

Nährstoffmängel bei Kleinkindern sind oft erst durch Laborwerte eindeutig nachweisbar. Ein 25-seitiger Gratis-Report erklärt verständlich, welche Blutwerte – etwa Eisen, Vitamin B12 oder Jod‑Marker – Eltern und Ärzt:innen beachten sollten und wann eine gezielte Ernährungsberatung nötig ist. Sie erhalten praktische Hinweise, wie Laborbefunde interpretiert werden und welche Tests sinnvoll sind, besonders bei Umstellung auf Pflanzendrinks. Ideal, wenn Sie unsicher sind, ob ein Produkt ausreichend angereichert ist. Jetzt kostenlosen Laborwerte-Report sichern

  • Eiweiß: Der Proteingehalt ist bei den meisten Alternativen – außer bei Soja – deutlich niedriger. Zudem ist die biologische Wertigkeit oft geringer.
  • Kalzium: Nicht angereicherte Drinks enthalten kaum das für den Knochenaufbau essentielle Mineral.
  • Jod & Vitamin B12: Diese Nährstoffe kommen natürlicherweise fast nur in tierischen Lebensmitteln vor. Eine Unterversorgung kann langfristig die Gesundheit beeinträchtigen.

Klare Empfehlungen für besorgte Eltern

Fachorganisationen geben konkrete Richtwerte. Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ empfiehlt für Ein- bis Dreijährige täglich 300 bis 330 ml Kuhmilch oder Milchprodukte. Wer dennoch auf pflanzliche Alternativen umstellen möchte, sollte unbedingt eine qualifizierte Ernährungsberatung in Anspruch nehmen. Nur so lassen sich die Nährstofflücken durch andere Lebensmittel oder speziell angereicherte Produkte sicher schließen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und die DGKJ stellen klar: Pflanzendrinks sind kein gleichwertiger Ersatz.

Zwischen Tierwohl und Kindesgesundheit

Die Motive der Eltern sind vielfältig: ethische Bedenken, Nachhaltigkeit oder Unverträglichkeiten. Doch der boomende Markt für pflanzliche Drinks zielt primär auf Erwachsene ab – nicht auf die speziellen Bedürfnisse von Kleinkindern. Experten raten, Marketingaussagen kritisch zu hinterfragen. Eine kanadische Studie deutete sogar auf einen Zusammenhang zwischen Pflanzendrink-Konsum und geringerer Körpergröße bei Kleinkindern hin.

Mehr Transparenz und Aufklärung nötig

Für die Zukunft fordern Fachleute eine klarere Kennzeichnung, besonders bei angereicherten Produkten. Nur so können Eltern informierte Entscheidungen treffen. Kinderärzte und Beratungsstellen sind als erste Anlaufstellen gefragt, um über Risiken aufzuklären. Bis es speziell für Kleinkinder entwickelte, nährstoffangepasste pflanzliche Produkte gibt, lautet die dringende Empfehlung: Bei Kuhmilch bleiben oder den Verzicht professionell begleiten lassen.

@ boerse-global.de