Pfizer Inc., US7170811035

Pfizer Inc.-Aktie (US7170811035): Fokus auf neue Medikamente nach schwächerem Auftaktquartal 2026

27.05.2026 - 18:56:19 | ad-hoc-news.de

Pfizer aus den USA meldete für das erste Quartal 2026 rückläufige Umsätze und Ergebnisse, setzt aber verstärkt auf neue und zugekaufte Medikamente, um den Druck durch auslaufende Patente abzufedern. Die Aktie bleibt an der NYSE unter dem Ticker PFE handelbar.

Pfizer Inc., US7170811035
Pfizer Inc., US7170811035

Pfizer aus den USA hat mit den Zahlen zum ersten Quartal 2026 den laufenden Umbau des Konzerns untermauert: Der Pharmakonzern verzeichnete laut jüngster Quartalsmitteilung einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, setzt aber verstärkt auf neu eingeführte und im Zuge von Übernahmen erworbene Medikamente, um den Druck durch auslaufende Patente auf etablierte Produkte zu kompensieren, wie aus einer Unternehmenspräsentation hervorgeht (Pfizer Investor-Informationen, Stand 04.2026). Zugleich bleibt die Aktie an der New York Stock Exchange (NYSE) unter dem Kürzel PFE in US-Dollar handelbar, womit der US-Markt als Heimatbörse klar im Fokus steht (NYSE-Daten, Stand 27.05.2026).

Die Aktie von Pfizer notierte am 27.05.2026 an der NYSE bei rund 28,50 USD, wie Kursangaben der Börse New York zeigen (NYSE, Stand 27.05.2026). In Deutschland ist der Wert unter anderem über Tradegate und die Börse Frankfurt in Euro handelbar, sodass auch Privatanleger hierzulande direkt auf die Kursentwicklung des US-Pharmakonzerns reagieren können (Handelsdaten Tradegate, Stand 27.05.2026).

Stand: 27.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktien-Coverage.

Auf einen Blick

  • Name: Pfizer Inc.
  • Sektor/Branche: Pharma und Biotechnologie
  • Hauptsitz/Land: New York, USA
  • Kernmärkte: USA, Europa, internationale Märkte mit Fokus auf Schwellenländer
  • Wesentliche Umsatztreiber: Onkologie, Impfstoffe, seltene Erkrankungen, Entzündungs- und Immunerkrankungen
  • Heimatbörse/Listing: New York Stock Exchange (PFE)
  • Handelswährung: USD

Pfizer Inc.: Geschäftsmodell

Pfizer Inc. zählt zu den weltweit größten forschenden Pharmaunternehmen und konzentriert sich auf die Entwicklung, Zulassung, Produktion und Vermarktung von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln und Impfstoffen. Der Konzern mit Hauptsitz in New York generiert den Großteil seiner Umsätze in den USA, verfügt jedoch über eine ausgeprägte internationale Präsenz in Europa, Asien und den wichtigsten Wachstumsmärkten. Laut Geschäftsbericht und Unternehmensangaben deckt Pfizer ein breites Spektrum therapeutischer Bereiche ab, darunter Onkologie, Impfstoffe, Herz-Kreislauf, seltene Erkrankungen, Entzündungs- und Immunerkrankungen sowie antiinfektive Therapien (Pfizer Geschäftsunterlagen, Stand 2025).

Das Geschäftsmodell basiert auf einem klassischen forschungsintensiven Pharmaansatz mit hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung, dem Aufbau einer breit diversifizierten Pipeline sowie einem globalen Vertriebs- und Marketingnetzwerk. Forschung und klinische Entwicklung sind zentral, um stetig neue Medikamente zur Marktreife zu bringen und Umsatzrückgänge infolge ablaufender Patente auszugleichen. Die jüngsten Jahre waren zudem durch eine verstärkte Nutzung von Partnerschaften und Lizenzabkommen geprägt, mit denen Pfizer ergänzende Technologien und Produktkandidaten in die eigene Pipeline integriert (Pfizer Pipeline-Übersicht, Stand 2026).

Pfizer hat mit der COVID-19-Pandemie einen außergewöhnlich hohen, aber temporären Umsatzbeitrag aus Impfstoffen und Therapien erzielt und arbeitet nun daran, die Abhängigkeit von diesen Produkten zu reduzieren. Der Konzern betont gegenüber Investoren, dass der Fokus wieder stärker auf nachhaltig wachsenden Therapiegebieten wie Onkologie, seltenen Erkrankungen und bestimmten Impfstoffprogrammen liegt. Gleichzeitig wird der operative Fußabdruck laufend optimiert: Dazu zählen die Straffung von Strukturen, Portfolioanpassungen und gezielte Veräußerungen von nicht zum Kern gehörenden Aktivitäten (Pfizer Unternehmenspräsentation, Stand 2025).

Digitalisierung und Datenanalyse gewinnen für das Geschäftsmodell an Bedeutung. Pfizer verweist auf Initiativen, die auf eine KI-gestützte Wirkstoffforschung und Prozessoptimierung abzielen, um Entwicklungszeiten zu verkürzen und die Erfolgsquote in der Pipeline zu erhöhen (Pfizer Technologieseiten, Stand 2026). Diese Maßnahmen sollen langfristig dazu beitragen, die Effizienz der klinischen Entwicklung zu steigern und regulatorische Abläufe besser zu unterstützen.

Wesentliche Umsatz- und Produkttreiber von Pfizer Inc.

Der Umsatz von Pfizer verteilt sich auf mehrere Therapiegebiete, wobei Onkologie, Impfstoffe und Spezialtherapien in den vergangenen Jahren an relativer Bedeutung gewonnen haben. Nach Unternehmensangaben stammen wesentliche Erlösbeiträge aus Medikamenten für Brust- und Prostatakrebs, oralen Therapien bei bestimmten Lungenkrebsformen sowie zielgerichteten bzw. immunonkologischen Behandlungen. Hinzu kommen Impfstoffe zur Prävention von Lungenentzündung, Meningokokken-Erkrankungen und anderen Infektionen (Pfizer Produktportfolio, Stand 2026). Die frühere Dominanz der COVID-19-Produkte wurde im Zuge des Normalisierungstrends im Gesundheitswesen deutlich zurückgedrängt.

Pfizer weist in seinen Erläuterungen darauf hin, dass die Umsätze bei etablierten Blockbustern zunehmend unter Patentabläufen und generischem Wettbewerb leiden. Um diese „Loss of Exclusivity“-Phase abzufedern, setzt der Konzern auf eine Kombination aus neu eingeführten Produkten, Pipelinekandidaten und zugekauften Wirkstoffen. Laut einem aktuellen Überblick zielt Pfizer darauf ab, bis 2030 einen wesentlichen Anteil der Umsätze aus Produkten zu generieren, die heute noch in der Pipeline oder erst seit kurzer Zeit auf dem Markt sind (Pfizer Investor-Informationen, Stand 2026; Zacks-Analyse, Stand 05.2026).

Zu den strategisch hervorgehobenen Bereichen zählen Arzneimittel gegen seltene genetische Erkrankungen, Immuntherapien bei entzündlichen Krankheiten und neue Präparate im Bereich der Infektionsbekämpfung. Parallel treibt der Konzern die Weiterentwicklung seiner Impfstoffplattformen voran, um über das COVID-19-Segment hinaus Wachstumspotenzial in weiteren Indikationen wie RSV, Influenza oder Kombinationsimpfstoffen zu erschließen (Pfizer Produktinformationen, Stand 2026). Diese Schwerpunkte sollen die bisherige Umsatzstruktur diversifizieren und die Abhängigkeit von einzelnen Blockbustern verringern.

Im Segment der Gehirn- und Nervenerkrankungen sowie der Schmerztherapie verfolgt Pfizer eine selektivere Strategie. Hier konzentriert sich der Konzern auf wenige, aus Sicht des Managements aussichtsreiche Programme, während Projekte mit geringerem Potenzial oder zu hoher Entwicklungsunsicherheit früher beendet werden. Insgesamt steht die Kapitalallokation stärker unter Renditegesichtspunkten, um Forschungsschwerpunkte dort zu setzen, wo langfristig überdurchschnittliche Margen erwartet werden (Pfizer Kapitalmarktmaterialien, Stand 2025).

Ergänzend setzt Pfizer auf die Optimierung bestehender Produkte durch neue Darreichungsformen, Kombinationstherapien oder die Erschließung weiterer Indikationen. Solche Lebenszyklusmaßnahmen können die wirtschaftliche Nutzungsdauer von Medikamenten verlängern, auch wenn der ursprüngliche Patentschutz ausläuft. Dies ist insbesondere im Onkologie- und Immunologieportfolio relevant, in dem Kombinationen mit neueren Wirkstoffen zusätzliche Umsatzquellen erschließen können.

Aktuelle Unternehmensmaßnahmen

In den vergangenen Monaten standen bei Pfizer mehrere operative und finanzielle Maßnahmen im Fokus, die das Profil des Konzerns mittelfristig prägen dürften. Nach Angaben von Analysehäusern setzt der Konzern darauf, die Lücke aus ablaufenden Patenten durch Zukäufe und Partnerschaften zu schließen. Zacks Research verweist darauf, dass Pfizer verstärkt auf neu eingeführte und im Zuge von Übernahmen erworbene Medikamente setzt, um den Druck durch Patentabläufe auf ältere Produkte auszugleichen (Zacks via TradingView, Stand 05.2026). Unter anderem sind Onkologie-Assets und Therapien für seltene Erkrankungen in den Blickpunkt gerückt.

Gleichzeitig wurden umfangreiche Kostensenkungsprogramme aufgesetzt, die laut Unternehmensangaben operative Ausgaben in Milliardenhöhe über mehrere Jahre reduzieren sollen. Diese Programme umfassen Einsparungen in der Verwaltung, der Fertigung sowie eine Priorisierung der Forschungsprojekte. Der Schwerpunkt liegt darauf, Ressourcen auf Projekte mit höherem wirtschaftlichem Potenzial zu konzentrieren und die Organisation schlanker aufzustellen (Pfizer Unternehmensinformationen, Stand 2025/2026).

Kapitalmarktseitig verfolgt Pfizer eine ausgewogene Ausschüttungspolitik. Die Dividende in US-Dollar wurde in den vergangenen Jahren regelmäßig ausgeschüttet, wobei der Konzern neben der Dividende auch die Möglichkeit von Aktienrückkäufen nutzt, wenn das Management dies als sinnvoll erachtet. Angaben aus dem Umfeld von Marktbeobachtern und Unternehmen zufolge steht die Stabilität der Dividende hoch auf der Prioritätenliste, auch wenn das operative Umfeld durch Preis- und Wettbewerbsdruck anspruchsvoller geworden ist (Unternehmensangaben und Analystenkommentare, Stand 2025/2026).

An der Eigentümerseite sind laut einer Analyse von MarketBeat unter anderem institutionelle Investoren aktiv. So hat King Luther Capital Management Corp seine Beteiligung an Pfizer im vierten Quartal um 4,4 Prozent reduziert, indem das Haus 117.825 Aktien veräußerte (MarketBeat-Meldung, Stand 27.05.2026). Solche Portfolioumschichtungen spiegeln die laufende Neubewertung der Aktie wider, liefern aber für sich genommen keine klare Richtungsaussage zur langfristigen Entwicklung des Unternehmens.

Parallel lädt Pfizer Investoren und Öffentlichkeit regelmäßig zu Webcasts und Konferenzen ein. So wurde für Ende Mai 2026 eine Investorenveranstaltung angekündigt, bei der CEO Albert Bourla die strategische Ausrichtung und die Pipeline im Detail erläutern soll. Die Teilnahme ist über die Investor-Relations-Seite des Unternehmens möglich (Pfizer Pressemitteilung, Stand 05.2026). Solche Formate dienen dazu, den Kapitalmarkt über Fortschritte bei der Umsetzung der Strategie zu informieren.

Was Banken und Researchhäuser zu Pfizer Inc. sagen

Laut MarketBeat ergibt sich für Pfizer per Ende Mai 2026 ein Analystenkonsens mit der Einstufung „Hold“ und einem durchschnittlichen Kursziel von 28,61 USD, basierend auf der Auswertung mehrerer Analystenmeinungen (MarketBeat, Stand 27.05.2026).

Analyst-Snapshot

Weitere US-Häuser wie Morgan Stanley, JPMorgan oder Goldman Sachs äußern sich regelmäßig zur Aktie, wobei sich die Einschätzungen je nach Marktphase im Spektrum von „Overweight“ bis „Equal-Weight“ bzw. „Neutral“ bewegen. Ein gemeinsamer Nenner vieler Studien sind die Chancen durch neue Onkologie- und Impfstoffprodukte sowie die Risiken durch Patentabläufe und Preisdruck im US-Gesundheitsmarkt (Analystenkommentare, Stand 2026). Für Privatanleger wichtig bleibt, dass Einschätzungen der Researchhäuser regelmäßig an neue Datenpunkte wie Quartalszahlen, Studienergebnisse oder regulatorische Entscheidungen angepasst werden.

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Branchentrends und Wettbewerbsposition

Pfizer agiert in einem global stark regulierten und wettbewerbsintensiven Pharmamarkt. Zu den wichtigsten Wettbewerbern zählen unter anderem Merck & Co, Johnson & Johnson, Bristol Myers Squibb, Novartis, Roche, Sanofi und andere große forschende Pharmaunternehmen. Der Markt ist geprägt von hohen Entwicklungskosten, strengen Zulassungsvoraussetzungen, zunehmender Preissensitivität der Kostenträger und einem sich wandelnden Wettbewerbsumfeld mit wachsender Bedeutung von Biopharmazeutika und Biosimilars (Branchenanalysen führender Gesundheitsdienstleister, Stand 2026).

Ein wesentlicher Trend ist die Verschiebung des Umsatzschwerpunkts hin zu komplexen Therapien, etwa in der Onkologie, bei seltenen Erkrankungen und in der Immunologie. Hier verfügt Pfizer über eine solides, aber nicht in allen Indikationen führendes Portfolio. In bestimmten Bereichen, zum Beispiel bei oralen Therapien für Brustkrebs oder bei Impfstoffen, nimmt der Konzern eine starke Position ein, während er in anderen Segmenten auf Allianzen oder Zukäufe angewiesen ist, um den Anschluss an die Spitze zu halten (Pfizer und Wettbewerberberichte, Stand 2025/2026).

Der Kostendruck in den etablierten Märkten USA und Europa zwingt die Branche zu Effizienzsteigerungen und verstärkten Preisverhandlungen mit Krankenkassen und staatlichen Kostenträgern. Parallel entstehen in Schwellenländern neue Absatzchancen, die jedoch mit besonderen regulatorischen Anforderungen und teils höheren Markteintrittshürden einhergehen. Pfizer versucht, diese Entwicklung durch eine differenzierte Marktzugangsstrategie zu nutzen, etwa über angepasste Preis- und Erstattungsmodelle, Kooperationsprojekte mit lokalen Partnern oder die Nutzung globaler Produktionsnetzwerke (Unternehmensangaben, Stand 2025/2026).

Technologische Innovationen, insbesondere in den Bereichen Gen- und Zelltherapie, mRNA-Plattformen und zielgerichtete Therapien, verändern das Wettbewerbsumfeld zusätzlich. Pfizer investiert in diese Technologien, teils über eigene F&E-Strukturen, teils über Kooperationen mit spezialisierten Biotech-Unternehmen. Gleichzeitig steigt die Komplexität der klinischen Studien und der Nachweis von Zusatznutzen in der Versorgung, was die Anforderungen an Datenqualität und Studienplanung erhöht.

Warum Pfizer Inc. für Anleger im Heimatmarkt USA relevant ist

Als einer der größten US-Pharmakonzerne ist Pfizer ein fester Bestandteil des US-Aktienmarktes. Die Aktie ist im S&P 500 vertreten und wird an der New York Stock Exchange gehandelt, womit sie in vielen institutionellen Portfolios und Indexfonds eine wichtige Rolle spielt. Für US-Anleger verbindet der Wert regelmäßige Dividendenzahlungen mit der Chance auf Kursentwicklung durch neue Medikamente und Pipelinefortschritte (Index-Informationen und Unternehmensangaben, Stand 2026).

Für Anleger in Deutschland ist Pfizer darüber hinaus über verschiedene Handelsplätze wie Xetra, Frankfurt oder Tradegate zugänglich, meist als in Euro geführte Zweitnotiz. Dadurch können auch hiesige Anleger an der Entwicklung des US-Konzerns teilhaben, ohne direkt an US-Börsen investieren zu müssen. Zu beachten ist dabei, dass neben dem unternehmensspezifischen Risiko auch Währungsschwankungen zwischen US-Dollar und Euro auf die Rendite wirken (Handelsdaten deutscher Börsen, Stand 27.05.2026).

Die Bedeutung des US-Gesundheitssystems und der regulatorischen Rahmenbedingungen der US-Arzneimittelaufsicht FDA für die Umsatz- und Gewinnentwicklung von Pfizer ist hoch. Änderungen im US-Gesundheitsrecht, etwa im Bereich der Arzneimittelpreisregulierung oder der Erstattungsregeln durch Medicare und Medicaid, können direkten Einfluss auf die Profitabilität des Unternehmens haben. Dies macht die Aktie für alle Anleger, unabhängig vom Heimatmarkt, auch zu einem Indikator für regulatorische Trends im US-Pharmasektor.

Risiken und offene Fragen

Zu den zentralen Risiken für Pfizer zählen die bereits erwähnten Patentabläufe bei umsatzstarken Produkten. Sobald der Schutz entfällt, können Generika- und Biosimilar-Anbieter in den Markt eintreten, was in der Regel zu deutlichen Preis- und Umsatzrückgängen führt. Der Erfolg neuer Produkte muss ausreichen, um diese Lücke zu schließen. Gelingt dies nicht, gerät die Wachstumsdynamik des Konzerns unter Druck (Branchenanalysen und Unternehmensangaben, Stand 2025/2026).

Ein weiteres Risiko liegt in der klinischen Entwicklung selbst. Nicht alle Projektkandidaten erreichen die Zulassung; Rückschläge in fortgeschrittenen Studienphasen können zu erheblichen Wertberichtigungen und Vertrauensverlusten am Kapitalmarkt führen. Dies gilt insbesondere für Schlüsselprojekte in der Onkologie oder bei seltenen Erkrankungen, die im Erfolgsfall hohe Umsatzpotenziale bieten, im Scheiternsfall aber hohe Vorlaufkosten verursachen (Pfizer Pipeline-Informationen, Stand 2026).

Regulatorische Risiken spielen ebenfalls eine Rolle. Änderungen in Zulassungsverfahren, strengere Anforderungen an Sicherheitsdaten oder verschärfte Preisregulierungen können die Wirtschaftlichkeit von Projekten beeinflussen. Darüber hinaus können Rechtsstreitigkeiten, etwa im Zusammenhang mit Produkthaftung, Patenten oder Marketingpraktiken, zu finanziellen Belastungen führen. Solche Verfahren gehören im Pharmasektor zwar zum Tagesgeschäft, können im Einzelfall aber hohe Vergleichszahlungen nach sich ziehen.

Schließlich sind konjunkturelle und währungsspezifische Risiken zu nennen. Obwohl Gesundheitsausgaben in vielen Ländern relativ konjunkturresistent sind, kann ein schwächeres wirtschaftliches Umfeld zu restriktiveren Budgetentscheidungen der Kostenträger führen. Gleichzeitig wirkt sich ein starker US-Dollar negativ auf im Ausland erzielte Umsätze aus, wenn diese in die Berichtswährung umgerechnet werden. Umgekehrt kann ein schwächerer Dollar die in US-Dollar ausgewiesenen Erlöse aus internationalen Märkten erhöhen.

Wichtige Termine und Katalysatoren

Für die weitere Kursentwicklung der Pfizer-Aktie sind eine Reihe von Terminen und Ereignissen relevant. Zu den wichtigsten zählen die Veröffentlichung der Quartalszahlen, die in der Regel im Abstand von drei Monaten erfolgt. Anleger achten dabei insbesondere auf die Entwicklung der Umsätze in den Kernsegmenten, die operative Marge sowie Aussagen des Managements zum Ausblick. Zusätzlich liefern Kapitalmarkttage und größere Konferenzen Hinweise auf strategische Anpassungen und Prioritäten in der Pipeline (Pfizer Finanzkalender, Stand 2026).

Darüber hinaus stehen laufend klinische Studien in unterschiedlichen Phasen an, deren Zwischenergebnisse oder finale Auswertungen als Kurskatalysatoren wirken können. Dies gilt vor allem für Phase-III-Studien und Zulassungsanträge bei den Behörden. Erfolgreiche Studien mit positiven Daten können die Bewertung der Pipeline stärken, während negative oder uneindeutige Resultate für Kursbelastung sorgen können. Investoren verfolgen daher regulatorische Entscheidungen der FDA in den USA und der EMA in Europa aufmerksam.

Zu den wiederkehrenden Terminen zählt zudem die Hauptversammlung, auf der unter anderem die Dividende beschlossen und die strategische Ausrichtung diskutiert wird. In den USA findet die Abstimmung über Vergütungs- und Governance-Themen in der Regel jährlich statt, was Einblicke in die Haltung institutioneller Investoren gibt. Auch größere M&A-Transaktionen, etwa der Erwerb von Biotech-Unternehmen mit aussichtsreichen Projekten, können kurzfristig für Bewegungen in der Aktie sorgen.

Fazit

Pfizer befindet sich nach den außergewöhnlichen COVID-19-Jahren in einer Übergangsphase, in der der Konzern sein Geschäftsmodell wieder stärker auf klassische Wachstumsfelder wie Onkologie, Impfstoffe und seltene Erkrankungen ausrichtet. Der Rückgang von Umsatz und Gewinn im ersten Quartal 2026 unterstreicht zwar die Herausforderungen durch auslaufende Patente und normalisierte Pandemieumsätze, zeigt zugleich aber auch, wie wichtig neue Produkte und Pipelinefortschritte für die zukünftige Entwicklung sind. Die Heimatbörse in den USA mit der Notierung an der New York Stock Exchange macht Pfizer zu einem zentralen Wert im globalen Gesundheitssektor.

Für Anleger steht die Frage im Vordergrund, ob es dem Management gelingt, die neuen und akquirierten Medikamente hinreichend schnell zu skalieren, um den Druck durch generische Konkurrenz auszugleichen. Analysten sehen die Aktie im Mittel mit einem „Hold“-Votum und einem Kursziel im Bereich um 28 bis 30 USD, was die abgewogene Sicht des Marktes auf Chancen und Risiken widerspiegelt. Ausschlaggebend für die weitere Kursentwicklung dürften insbesondere klinische Daten aus Schlüsselstudien, mögliche regulatorische Entscheidungen sowie Fortschritte bei der Umsetzung des Effizienzprogramms sein.

Anleger in Deutschland können über die hiesigen Handelsplätze an dieser Entwicklung partizipieren, sollten aber neben den unternehmensspezifischen Faktoren auch Währungsbewegungen zwischen US-Dollar und Euro im Blick behalten. Ungeachtet kurzfristiger Schwankungen bleibt Pfizer ein bedeutender Akteur im weltweiten Pharmamarkt, dessen Aktienkurs stark von medizinischer Innovation, regulatorischen Rahmenbedingungen und strategischen Weichenstellungen abhängt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Der umfassende Inhalt dieses informativen Artikels wurde unter Einsatz von a.i. erstellt. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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