Pfizer, Aktie

Pfizer Aktie: Druck wächst

08.01.2026 - 20:27:32

Pfizer sieht sich mit einer Patentklage von Bayer zur mRNA-Technologie konfrontiert, während Analysten auf strukturelle Herausforderungen und eine hohe Dividendenrendite verweisen.

Der Pharma-Riese Pfizer steht am heutigen Donnerstag gleich von zwei Seiten unter Beschuss. Neben den bekannten strukturellen Herausforderungen durch auslaufende Patente sorgt nun ein juristischer Vorstoß von Bayer für zusätzliche Unruhe. Während der deutsche Konkurrent Urheberrechtsverletzungen bei der profitablen mRNA-Technologie geltend macht, stellt sich für Anleger die Frage: Überwiegen die Risiken oder bietet die hohe Dividendenrendite ausreichend Schutz gegen die neuen Unsicherheiten?

Neue juristische Front

Auslöser für die gedämpfte Stimmung ist eine Patentklage der Bayer AG gegen Pfizer, BioNTech und Moderna. Berichten zufolge wirft Bayer den Unternehmen vor, dass die im COVID-1ikopter Comirnaty verwendete mRNA-Technologie Patente verletzt, die ursprünglich von Monsanto entwickelt wurden und nun im Besitz von Bayer sind. Während die Bayer-Aktie positiv auf diesen offensiven Schritt reagierte, müssen Pfizer-Aktionäre potenzielle langfristige Haftungsrisiken gegen die aktuelle Finanzkraft des Konzerns abwägen.

Parallel dazu bekräftigte das Analysehaus Berenberg sein „Hold“-Rating mit einem Kursziel von 25,00 US-Dollar. Analystin Luisa Hector verwies auf signifikanten Gegenwind für wichtige Umsatzgaranten wie Eliquis, Ibrance und Xeljanz. Zudem belastet das schrumpfende Geschäft mit COVID-Produkten (Paxlovid und Comirnaty) weiterhin die Bilanz. Lichtblicke sieht die Expertin hingegen beim Herzmedikament Vyndaqel und dem Krebsmittel Padcev, die weiterhin starkes Wachstum verzeichnen.

Bewertung und Hoffnungsträger

Der Markt preist die Skepsis bereits deutlich ein: Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 8,5 handelt die Aktie weit unter dem Branchendurchschnitt von rund 19,9. Dieser Abschlag reflektiert die Sorge vor dem sogenannten „Patent-Cliff“, dem Auslaufen des Patentschutzes für mehrere Top-Seller zwischen 2026 und 2028. Ein gewichtiges Argument für das Papier bleibt jedoch die Dividendenrendite von rund 6,8 Prozent, die für viele institutionelle Investoren eine wichtige Absicherung nach unten darstellt.

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Strategisch gilt das Jahr 2026 als Übergangsphase. Der Fokus verschiebt sich aggressiv auf die Pipeline, insbesondere nach der Übernahme von Metsera Ende 2025. Anleger warten gespannt auf die Phase-2b-Daten des Adipositas-Kandidaten MET-097i, die noch im ersten Quartal erwartet werden. Ein Erfolg in diesem Bereich könnte der entscheidende Katalysator sein, um die Wahrnehmung der Aktie weg von Patentrisiken hin zu neuen Wachstumsfeldern zu lenken.

Kurzfristig sollten Anleger zwei Termine im Blick behalten: Am 23. Januar 2026 wird die Aktie voraussichtlich ex-Dividende gehandelt, was das Handelsvolumen beeinflussen dürfte. Am 3. Februar folgt der Quartalsbericht, der zeigen muss, ob die angekündigten Sparmaßnahmen in Höhe von 4 Milliarden US-Dollar effektiv greifen. Technisch dient der Bereich um 24,00 US-Dollar als wichtige Unterstützung, während erst ein Ausbruch über den Widerstand bei 26,00 US-Dollar das charttechnische Bild aufhellen würde.

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