Pfizer, Aktie

Pfizer Aktie: BioNTech übergibt COVID-Produktion bis Oktober 2026

23.05.2026 - 21:53:06 | boerse-global.de

BioNTech übergibt Impfstoff-Fertigung an Pfizer. Der Pharmakonzern setzt nun auf Abnehm-Medikamente und startet Phase-III-Studie.

Pfizer Aktie: BioNTech übergibt COVID-Produktion bis Oktober 2026 - Foto: über boerse-global.de
Pfizer Aktie: BioNTech übergibt COVID-Produktion bis Oktober 2026 - Foto: über boerse-global.de

BioNTech baut seine Fertigung um – und gibt die COVID-19-Produktion vollständig an Pfizer ab. Der Schritt ist Teil einer Konzernstrategie, die den Pharmariesen langfristig auf neue Wachstumsfelder ausrichten soll.

Produktion wird konsolidiert

Bis Oktober 2026 will BioNTech sein Fertigungsnetzwerk straffen. Die Verantwortung für die Impfstoff-Produktion geht dann komplett auf Pfizer über. Betroffen sind Standorte in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur. Für Pfizer bedeutet das: mehr Kontrolle über die Lieferkette, aber auch höhere Fixkosten in einem Markt, der nach der Pandemie deutlich geschrumpft ist.

Parallel dazu treibt Pfizer den Einstieg in den Adipositas-Markt voran. Der Kandidat PF'3944 erzielte in der Phase-IIb-Studie VESPER-3 eine Gewichtsreduktion von 12,3 Prozent nach 28 Wochen. Das klingt solide. Allerdings: Die placeboadjustierten Werte liegen bei rund 12 Prozent – Konkurrent Zepbound kommt auf 16 Prozent.

Pfizer setzt jetzt auf eine höhere Dosis. Ab 2026 soll eine Phase-III-Studie mit 9,6 Milligramm starten. Ziel: 15,8 Prozent Gewichtsverlust. Nähere Details erwartet die Branche im Juni auf der ADA-Konferenz.

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Analysten bleiben vorsichtig

Die Aktie notierte zuletzt bei 22,38 Euro – knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt und rund neun Prozent unter dem Jahreshoch. Der RSI von 44,7 signalisiert leichte Schwäche, aber keinen Ausverkauf.

21 Analysten bewerten Pfizer im Schnitt mit "Halten". Das durchschnittliche Kursziel liegt bei umgerechnet rund 26 Euro. Die Spanne reicht von 23 bis 33 Euro.

Institutionelle Anleger halten knapp 69 Prozent der Aktien. Mehrere Vermögensverwalter haben ihre Positionen zuletzt aufgestockt – ein Vertrauenssignal in einer Phase des Umbaus.

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Die Finanzbasis steht: Pro Quartal fließen 0,43 US-Dollar Dividende, das ergibt eine annualisierte Rendite von rund 6,6 Prozent. Der Ausblick für 2026 sieht einen Umsatz zwischen 59,5 und 62,5 Milliarden Dollar vor – bestätigt nach einem starken ersten Quartal mit 0,75 Dollar Gewinn je Aktie.

Bleibt die Frage, ob die Adipositas-Pipeline das Versprechen einlöst. Die Phase-III-Daten im nächsten Jahr werden zeigen, ob Pfizer gegen Eli Lilly und Novo Nordisk bestehen kann. Der Juni gibt erste Hinweise.

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