Perpetua Resources Aktie: Eilantrag stoppt Stibnite am 8. Juni
09.06.2026 - 18:00:02 | boerse-global.de
Das Stibnite-Goldprojekt in Idaho steht erneut vor juristischen Hürden. Einen Tag nachdem das Unternehmen seine Hauptversammlung mit breiter Aktionärszustimmung abgeschlossen hat, reichten Umweltschutzverbände am 8. Juni 2026 einen Eilantrag beim 9. Bundesberufungsgericht ein. Sie wollen die Bauarbeiten stoppen lassen. Der Vorwurf: Der Bau des Projekts gefährde Vielfraße und Bachforellen – und verstoße damit gegen das Bundesgesetz für gefährdete Arten.
Die Aktie notierte am Dienstag bei 19,66 Euro, ein Minus von 1,6 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 32,10 Euro ist der Titel knapp 39 Prozent entfernt. Die Unsicherheit lastet schwer auf dem Papier.
Artenschutz gegen nationale Sicherheit
Das Unternehmen hatte sich zuletzt auf eine wichtige Rückenstärkung berufen: Das Innenministerium hatte das Projekt als strategisch bedeutsam für die heimische Antimonproduktion eingestuft. Antimon ist ein kritisches Mineral für Militärtechnik und Halbleiter. Genau diese Argumentation stellen die Kläger infrage. Ihrer Ansicht nach treibt nicht die Antimonförderung das Projekt an, sondern der Goldabbau.
Am 29. Mai hatte ein Bezirksgericht zwar einen Baustopp abgelehnt. Gleichzeitig stellte es jedoch fest, dass der Fischerei- und Wildtierdienst mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen den Artenschutz verstoßen habe. Das Urteil ließ Raum für weitere Klagen. Genau den nutzen die Umweltschützer jetzt.
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Institutionen bauen Positionen auf
Auffällig ist das Verhalten großer Vermögensverwalter. TD Asset Management hat sein Engagement im vierten Quartal massiv ausgebaut – um 365 Prozent auf 608.857 Anteile. BNP Paribas Financial Markets legte sogar um gut 2.000 Prozent zu und hält nun 408.335 Aktien.
Analysten bleiben zwiegespalten. Der Konsens lautet „Moderat kaufen", die Kursziele streuen allerdings deutlich. Kritiker verweisen auf die fehlenden Umsätze und das Nettoergebnis: ein Verlust von knapp 141 Millionen Dollar zuletzt.
Die Hauptversammlung vom 4. Juni brachte indes klare Verhältnisse. Über 80 Prozent der Aktien waren vertreten, alle neun Direktorenkandidaten erhielten über 99 Prozent Zustimmung. Der aktienbasierte Vergütungsplan wurde ebenfalls mit großer Mehrheit gebilligt.
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Der Ausgang des Berufungsverfahrens bleibt offen. Das Gericht muss prüfen, ob die Umweltbedenken die Bauarbeiten tatsächlich stoppen können. Für Perpetua Resources steht viel auf dem Spiel. Das Unternehmen braucht sowohl juristische Klarheit als auch politischen Rückhalt, um das Milliardenprojekt voranzutreiben.
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