Pepsi, Aktie

Pepsi Aktie: 184 Stellen in Tulsa weg

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 03:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

PepsiCo schließt Lager in Oklahoma und setzt auf autonome Lkw. Analysten senken Gewinnprognosen, während Optionshändler auf starke Kursausschläge wetten.

PepsiCo-Aktie: Sparprogramm und Optionswetten verunsichern Anleger
Leere Industrielagerhalle bei gedimmtem Licht als Symbol für Stellenabbau und wirtschaftliche Umstrukturierung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

PepsiCo baut sein Logistiknetz um. Gleichzeitig wetten Optionshändler auf heftige Kursbewegungen. Die Aktie beendete die Woche bei 120,42 Euro, ein Freitagsplus von 1,53 Prozent — doch der Trend der vergangenen Wochen zeigt klar nach unten.

Lagerschließung in Oklahoma

PepsiCo hat eine WARN-Meldung eingereicht. Der Konzern schließt damit den Lagerbetrieb an seinem Produktionsstandort in Tulsa, Oklahoma. Die Maßnahme greift im November 2026 und trifft 184 Beschäftigte, die ihren Job verlieren.

Die Lagerfunktionen ziehen an einen neuen, bislang nicht genannten Standort in der Region Tulsa um. Die Getränkeproduktion am bisherigen Werk läuft nach Unternehmensangaben unverändert weiter. Die Schließung reiht sich ein in PepsiCos Strategie, durch Automatisierung und Digitalisierung die operative Effizienz zu steigern.

Autonome Lkw und sinkende Gewinnschätzungen

Der Umbau in Oklahoma folgt auf einen anderen Schritt: PepsiCo lässt bereits fahrerlose Lastwagen einsetzen. Zusammen mit dem Technologiepartner Gatik fahren die Fahrzeuge auf ausgewählten Strecken in Texas, Arizona und Arkansas. Ziel ist es, Kapazitätsengpässe zu lösen und die Lieferkette stabiler zu machen.

Trotz dieser langfristigen Effizienzpläne bleibt der Druck auf die kurzfristige Profitabilität bestehen. Die Analysten von Zacks Research senkten am Donnerstag ihre Schätzung für den Gewinn je Aktie im dritten Quartal von 2,43 auf 2,32 US-Dollar. Als Grund nannten sie eine vorsichtigere Einschätzung der kurzfristigen Margenentwicklung. Die langfristigen Jahresprognosen der Analysten liegen jedoch weiterhin über dem breiteren Marktkonsens — ein Hinweis darauf, dass das grundlegende Gewinnpotenzial des Geschäfts intakt bleibt.

Ungewöhnliche Optionsaktivität

Die Kombination aus Lieferketten-Umbau und gesenkten Gewinnschätzungen hat am Optionsmarkt für Bewegung gesorgt. Am Freitag wechselten 45.880 Call-Optionen den Besitzer — rund 70 Prozent mehr als im üblichen Tagesdurchschnitt. Solche Ausschläge deuten meist darauf hin, dass Investoren mit stärkeren Kursbewegungen in naher Zukunft rechnen.

Charttechnisch befindet sich die Aktie seit Monaten in einem zähen Abwärtstrend. Der aktuelle Kurs von 120,42 Euro liegt klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 123,59 Euro und noch deutlicher unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 128,70 Euro. Der 14-Tage-RSI von 46,7 signalisiert allerdings eine neutrale Marktdynamik — weder überkauft noch überverkauft.

Die nächste Standortbestimmung liefert PepsiCo im Oktober 2026 mit den Quartalszahlen. Dann zeigt sich, ob die angekündigten Sparmaßnahmen tatsächlich in besseren Margen ankommen — oder ob die Skepsis der Optionshändler berechtigt war.

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