Pensana, Aktie

Pensana Aktie: 165 Millionen von Katar für Angola

18.06.2026 - 17:40:02 | boerse-global.de

Pensana-Aktie fällt auf Jahrestief, trotz 165 Mio. Dollar von katarischen Investoren. Das Longonjo-Projekt in Angola soll ab 2027 Seltene Erden liefern.

Pensana Aktie: Neues Jahrestief trotz Katar-Investments
Pensana - Eine stilisierte Karte von Angola mit einem schimmernden Überzug, der Investitionen und Reichtum darstellt, und dezenten Hinweisen auf Katar. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Trotz prominenter Unterstützung aus Katar gerät die Pensana-Aktie massiv unter Druck. Während der strategische Investor Cascade Natural Resources seine Position festigt, flüchten Anleger aus dem Papier. Der Kurs markierte am Donnerstag ein neues Jahrestief.

Katar festigt Einfluss

Sheikh Dr. Badr bin Dalhim Al-Faheid Al-Hajri verstärkt ab sofort das Board von Cascade Natural Resources. Der katarische Investor bekräftigte zudem sein finanzielles Engagement bei Pensana. Insgesamt fließen 165 Millionen US-Dollar in das Bergbauunternehmen.

Das Kapital soll die Entwicklung des Longonjo-Projekts in Angola beschleunigen. Pensana-Chef Paul Atherley sieht darin eine Bestätigung für die globale Bedeutung kritischer Rohstoffe. Parallel dazu strebt das Unternehmen Partnerschaften mit US-Akteuren an.

Produktion ab 2027 geplant

Das Herzstück der Strategie liegt im Zentrum Angolas. Dort baut Pensana das Longonjo-Projekt auf, das Neodym und Praseodym liefern soll. Diese Seltenen Erden sind für Elektromotoren und Windkraftanlagen unverzichtbar.

Das Unternehmen plant die Inbetriebnahme der Mine für 2027. Zunächst will Pensana jährlich 20.000 Tonnen Seltenerd-Karbonat produzieren. Später soll die Kapazität auf 40.000 Tonnen steigen. Ziel ist eine vollständig integrierte Lieferkette von der Mine bis zum fertigen Magneten.

Kurs im freien Fall

An der Börse herrscht derweil Katerstimmung. Die Aktie verlor am Donnerstag knapp zehn Prozent an Wert. Mit einem Kurs von 0,92 Euro erreichte das Papier den tiefsten Stand seit zwölf Monaten.

Innerhalb der letzten 30 Tage summieren sich die Verluste auf über 20 Prozent. Damit notiert der Titel weit unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 1,12 Euro. Die hohe Volatilität von rund 60 Prozent unterstreicht die aktuelle Verunsicherung der Anleger.

Pensana setzt nun alles auf die Karte „Mine-to-Magnet“. Der Erfolg hängt massiv vom Zeitplan in Angola ab. Bis zur geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2027 müssen die Briten beweisen, dass sie die hohen Investitionskosten stemmen können.

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