Pendlerzahlen in NRW: Düsseldorf und Neuss mit Rückgang
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 06:48 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAllerdings haben mehrere NRW-Großstädte in der jüngsten Pendler-Statistik Rückgänge zu verzeichnen. Das geht aus einer Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) auf Basis von Daten der Bundesagentur für Arbeit hervor.
So sank die Zahl der täglichen Pendler in Düsseldorf im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um 1.700 oder 0,6 Prozent. Weniger Pendler fuhren auch nach Wuppertal (-200 oder -0,4 Prozent). Den stärksten prozentualen Rückgang verzeichnete Neuss (-2,3 Prozent oder -1.300).
Den prozentual stärksten Zuwachs verzeichnete Münster mit 2,9 Prozent oder 2.800 zusätzlichen Pendlern. In Köln stieg die Pendlerzahl um 2.900 oder 0,9 Prozent. Essen verzeichnet mit 300 oder 0,2 Prozent ein leichtes Plus, Dortmund mit 1.800 oder 1,5 Prozent ein stärkeres. Mönchengladbach legte um 900 Pendler oder 1,9 Prozent vergleichsweise stark zu.
Mehr als 20 Millionen Pendler bundesweit
Bundesweit arbeiteten demnach 20,64 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte außerhalb ihres Wohnorts - rund 50.000 mehr als im Vorjahr. Ihr Anteil lag bei 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. In die 80 deutschen Großstädte pendelten 7,02 Millionen Menschen ein. Das war knapp die Hälfte der dort Beschäftigten.
Der durchschnittliche einfache Arbeitsweg lag bundesweit bei 17,3 Kilometern. Im Vorjahr waren es 17,2 Kilometer. Für 7,29 Millionen Pendlerinnen und Pendler lag die Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort bei mehr als 30 Kilometern. 4,10 Millionen legten mehr als 50 Kilometer zurück, 2,39 Millionen mehr als 100 Kilometer.
Die Auswertung basiert auf den Wohn- und Arbeitsorten sozialversicherungspflichtig Beschäftigter zum 30. Juni 2025. Beschäftigte mit Wohnsitz im Ausland sind nicht enthalten. Die Daten geben laut BBSR weder Auskunft darüber, wie häufig Beschäftigte tatsächlich zu ihrem Arbeitsort fahren, noch darüber, welches Verkehrsmittel sie nutzen.
