PC-Händler, Rabattaktionen

PC-Händler starten neue Rabattaktionen trotz Komponentenmangel

24.01.2026 - 09:03:12

Japanische Elektronikhändler locken PC-Bastler mit gezielten Rabattaktionen, obwohl Speicher und SSDs weiter knapp bleiben. Die Angebote markieren einen Strategiewechsel nach den großen Neujahrsverkäufen.

Tokio – Auch nach dem Höhepunkt der traditionellen Neujahrsverkäufe („Hatsuuri“) gibt es für PC-Enthusiasten in Japan noch Rabattchancen. Führende Händler wie Dospara und PC Kobo haben diese Woche neue Kampagnen gestartet. Sie setzen dabei jedoch weniger auf massive Preisnachlässe, sondern auf Gutscheine, Punktesysteme und Verlosungen. Hintergrund sind anhaltende Lieferengpässe bei Kernkomponenten, die den Markt seit Ende 2025 prägen.

Die aktuellen Kampagnen sind gezielter und kleiner als die traditionellen Neujahrs-Schlussverkäufe. Dospara führt bis zum 30. Januar eine „Halbjahres-Abverkaufssale“ mit Rabattcoupons und einer Verlosung für Einkäufe über 5.000 Yen (etwa 31 Euro). PC Kobo verlängert seine „New Life Start Dash“-Aktion sogar bis zum 10. Februar und bietet hohe Punkte-Gutschriften im Wert von bis zu 7.000 Yen.

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Der Händler Tsukumo setzt unterdessen auf sein bewährtes Modell: Nach den großen Neujahrsaktionen finden weiterhin regelmäßige „Tsukumo-Tage“ an Datumsenden mit der Neun statt – der nächste ist für den 29. Januar angekündigt.

Komponenten-Knappheit belastet weiterhin den Markt

Die Rabattaktionen täuschen nicht über die grundlegenden Probleme hinweg. Seit Ende 2025 kämpft der japanische PC-Markt mit erheblichen Lieferengpässen bei DDR5-Arbeitsspeicher und SSDs. Die Lagerbestände schrumpften, die Preise explodierten. Einige Händler mussten sogar den Verkauf individuell konfigurierter PCs (BTO) vorübergehend aussetzen.

Die Knappheit bei Neuware wirkt sich auch auf den Gebrauchtmarkt aus. Der Akihabara-Händler Sofmap rief Anfang Januar öffentlich dazu auf, gebrauchte PCs zu verkaufen – ein deutliches Zeichen für den herrschenden Lagerleerstand.

Kältewelle verzögert Lieferungen

Eine zusätzliche Herausforderung ist die aktuelle Kältewelle in Japan. Einige Händler, darunter PC Kobo, warnten bereits vor möglichen Lieferverzögerungen. Die winterlichen Bedingungen beeinträchtigen das gesamte Logistiknetzwerk des Landes.

Strategischer Wandel: Wert statt Preis

Was bedeuten diese Entwicklungen für Verbraucher? Die Händler passen ihre Strategie an die Marktrealität an. Statt mit großen Preisaktionen locken sie mit alternativen Wertversprechen. Da breite Rabatte bei knappen und teuren Komponenten kaum möglich sind, setzen sie auf Punkte-Rückvergütungen oder Gewinnspiele.

Für Käufer heißt das: Auf flächendeckende Preisstürze sollte man nicht hoffen. Die Engpässe werden voraussichtlich noch eine Weile anhalten. Wer also ein Schnäppchen machen will, sollte die Enddaten der aktuellen Kampagnen im Auge behalten und bei Online-Bestellungen mögliche Lieferverzögerungen einkalkulieren.

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