Paystand bringt Bitcoin-Stablecoin für Unternehmen auf den Markt
28.04.2026 - 05:32:24 | boerse-global.deDer B2B-Zahlungsdienstleister Paystand launcht USDb – den ersten Stablecoin für den globalen Geschäftskundenmarkt, der auf der Bitcoin-Blockchain basiert.
SANTA CRUZ. Paystand, ein führendes Netzwerk für B2B-Zahlungen auf Blockchain-Basis, hat am Montag die Einführung von USDb bekannt gegeben. Der neue Stablecoin wurde speziell für das 100 Billionen Dollar schwere globale B2B-Ökosystem entwickelt und auf der Bitcoin-Konferenz in Las Vegas vorgestellt. Das digitale Asset soll direkt in Unternehmensfinanzsysteme integriert werden – von Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung über Lohnabrechnung bis hin zum Treasury-Management.
Der Start erfolgt in einer Phase rasanter institutioneller Adoption digitaler Währungen. Laut Daten von Artemis Analytics erreichten Stablecoin-Transaktionsvolumina 2025 rund 33 Billionen Dollar – ein Anstieg von 72 Prozent im Jahresvergleich. Damit ziehen die digitalen Zahlungsmittel mit großen globalen Zahlungsnetzwerken gleich. Paystand will USDb als spezialisierte Abwicklungsinfrastruktur für Unternehmen etablieren und sich von den bisher dominierenden Handels- und Spekulationsanwendungen abheben.
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Bitcoin als Basis für globale Unternehmenszahlungen
USDb ist eins zu eins durch Dollar-Reserven gedeckt und wird nativ über Layer-2-Lösungen der Bitcoin-Blockchain abgewickelt – darunter Blockstreams Liquid Network und Rootstock. Die Architektur kombiniert die Sicherheit und Endgültigkeit der Bitcoin-Blockchain mit der Preisstabilität, die Unternehmen für Buchhaltung und Finanzplanung benötigen.
Die technische Plattform ist auf Hochvolumen-Umgebungen mit automatisierten Prozessen ausgelegt. Der Stablecoin ist mit dem Bitcoin Lightning Network kompatibel und lässt sich nahtlos in Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP) integrieren. Jeremy Almond, CEO von Paystand, bezeichnete die Kombination aus Bitcoin als Kapitalbasis, KI als Arbeitskraft-Einsparer und Stablecoins als Finanzdienstleistungsschicht als „grundlegenden Wandel für den globalen Handel".
Zum Start wird USDb von einem Netzwerk strategischer Partner unterstützt. Ibex fungiert als erster Minting-Partner und Liquiditätsanbieter. Weitere Partner sind Blockstream, Anbieter von Bitcoin-Infrastruktur für institutionelle Finanzen, sowie Rootstock als dezentrale Infrastrukturschicht.
Bitwage-Übernahme sichert sofortige Nutzerbasis
Anders als viele Digital-Asset-Projekte startet USDb nicht ohne etablierte Nutzerbasis. Der entscheidende Faktor: Paystands Übernahme von Bitwage im November 2025. Das Unternehmen gilt als Pionier für Stablecoin-basierte grenzüberschreitende Lohnzahlungen und brachte ein Netzwerk von über 90.000 Arbeitnehmern und 4.500 Unternehmen aus knapp 200 Ländern in den Paystand-Konzern ein.
Dank dieser Integration verfügt USDb ab dem ersten Tag über einen funktionierenden globalen Zahlungskorridor. Die Akquisition war ein zentraler Bestandteil von Paystands Strategie, Stablecoins von spekulativen Assets zu verlässlichen Treasury-Werkzeugen zu machen. Die kombinierte Plattform ermöglicht nahezu sofortige grenzüberschreitende Abwicklung und automatisierte On-Chain-Abstimmung – was nach Angaben des Unternehmens die typischen Bankgebühren und Reibungsverluste bei internationalen B2B-Transaktionen drastisch reduzieren soll.
Seit seiner Gründung 2013 hat Paystand durch mehrere prominente Übernahmen – darunter Yaydoo und Teampay – sein Geschäft ausgebaut. Bisher hat das Netzwerk über 20 Milliarden Dollar Zahlungsvolumen für mehr als eine Million Unternehmen in Nord- und Lateinamerika abgewickelt.
Regulierung: Paystand setzt auf doppelte Lizenzstrategie
Der Start von USDb fällt in eine Phase, in der sich globale Regulierungsrahmen für digitale Assets verfestigen. In den USA verfolgt Paystand eine doppelte Lizenzstrategie für Inlands- und Auslandsgeschäfte. Das Unternehmen erwartet, dass seine US-Aktivitäten bis Ende 2026 die Standards des GENIUS Act vollständig erfüllen.
International besitzt Paystand bereits Lizenzen für digitale Assets und Wallet-Operationen in mehreren relevanten Jurisdiktionen. Meredith Petty, General Manager bei Paystand, betonte, dass sowohl die US- als auch die internationalen Angebote vollständig eins zu eins durch Dollar-Reserven gedeckt seien – unabhängig von regionalen Unterschieden in Regulierung und Vertrieb.
Der Wettbewerb im Markt hat sich verschärft, seit traditionelle Finanzriesen in den Bereich drängen. Bereits im Frühjahr 2026 kündigten mehrere große Zahlungsdienstleister und Geldtransferfirmen eigene Stablecoin-Initiativen an – oft mit Verweis auf die Notwendigkeit rund um die Uhr verfügbarer grenzüberschreitender Abwicklung. Ein Bericht von Ernst & Young zeigt zudem: 87 Prozent der befragten Unternehmen glauben, dass Stablecoin-Adoption einen Wettbewerbsvorteil beim Zugang zu globaler Liquidität verschaffen kann.
Zukunft: Maschine-zu-Maschine-Finanztransaktionen
Paystand hat USDb auch für den wachsenden Bedarf an KI-gesteuerten Maschine-zu-Maschine-Transaktionen konzipiert. Je mehr „agentische" Systeme – KI-Modelle mit autonomer Entscheidungsfähigkeit – Finanzoperationen übernehmen, desto wichtiger wird programmierbares, On-Chain-Geld. USDb soll hier als programmierbarer Dollar für automatisierte Workflows dienen.
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Der Rollout beginnt zunächst im eigenen Unternehmensnetzwerk. Im Laufe des Jahres 2026 will Paystand den Zugang für externe Partner, weitere Firmenkunden und breitere Bitcoin-Infrastrukturanbieter öffnen. Ziel ist es, Stablecoin-Abwicklung direkt in die CFO-Operationen zu integrieren – und Unternehmen so die Modernisierung globaler Lieferketten und Treasury-Funktionen zu ermöglichen, ohne die Komplexität traditioneller Banken-Zwischenhändler.
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