PayPal, Aktie

PayPal Aktie: Entscheidungstag

02.02.2026 - 17:18:31

PayPal stellt Quartalsergebnisse vor, wobei die Transaktionsmargen und die Auswirkungen der jüngsten KI-Übernahme von Cymbio im Mittelpunkt der Marktbeobachtung stehen.

PayPal steht diese Woche vor einem wichtigen Termin: Am Dienstag vor US-Börsenstart legt der Zahlungsdienstleister die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Der Markt will vor allem eines sehen: Tragen die jüngsten Schritte Richtung KI-gestütztem Einkauf schon messbar zu Wachstum und Profitabilität bei?

Was PayPal für Q4 in Aussicht stellt

Das Management hat für das vierte Quartal eine Transaktionsmarge („transaction margin dollars“) von 4,02 bis 4,12 Mrd. US-Dollar in Aussicht gestellt. Am Mittelpunkt entspricht das rund 3,5% Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Ohne Zinsen auf Kundenguthaben sollen die Transaktionsmargen sogar um etwa 5% steigen – allerdings wäre das eine spürbare Abkühlung gegenüber den 7% Wachstum, die PayPal in den ersten drei Quartalen 2025 erreicht hatte.

Beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt PayPal 1,27 bis 1,31 US-Dollar an. Das würde einem Plus von 7% bis 10% entsprechen. Bemerkenswert: In den vergangenen vier Quartalen hat das Unternehmen die Schätzungen jeweils übertroffen, zuletzt im dritten Quartal 2025 mit einer positiven Überraschung von 12,6%.

Nutzerzahlen: Wachstum da, aber kein Sprint

Im dritten Quartal meldete PayPal 438 Mio. aktive Accounts – ein Plus von 1%. Die monatlich aktiven Konten stiegen um 2% auf 227 Mio.. Gleichzeitig zog die Aktivität je Nutzer an: Die Transaktionen pro aktivem Account (ohne Payment-Service-Provider-Aktivität) legten um 5% zu.

Das Bild dahinter: PayPal wächst bei der Reichweite nur noch moderat, versucht aber, die vorhandene Basis stärker zu aktivieren. Genau hier wird der Q4-Bericht wichtig – weil er zeigen kann, ob sich dieser Hebel weiter durchsetzt.

KI-Commerce und Cymbio: Mehr Präsenz im digitalen Schaufenster

Am 22. Januar 2026 kündigte PayPal die Übernahme von Cymbio an, einer Plattform für Multichannel-Orchestrierung. Der Kern: Marken sollen ihre Produkte leichter auf KI-getriebenen Oberflächen platzieren können – genannt werden unter anderem Microsoft Copilot und Perplexity. PayPal will damit seine „agentic commerce“-Fähigkeiten beschleunigen.

Cymbio liefert dabei die Technologie hinter Store Sync: Produktdaten von Händlern werden so aufbereitet, dass sie in diesen KI-Kanälen auffindbar sind. Laut Mitteilung sind bereits mehrere Marken mit Store Sync auf Copilot und Perplexity live. Der Abschluss der Transaktion wird in der ersten Hälfte 2026 erwartet, finanzielle Details wurden nicht genannt.

Konkurrenzdruck bleibt der Gegenspieler

Der Markt für digitale Zahlungen wird enger. Im Text werden als dynamische Wettbewerber Apple Pay, Shop Pay sowie Stripe Link genannt. Zusätzlich sorgt der Boom bei Buy Now, Pay Later (BNPL) für noch mehr Fragmentierung.

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PayPal hält bei BNPL dagegen: Das BNPL-Volumen wuchs im dritten Quartal 2025 um mehr als 20%, besonders stark in den USA. Dieses Momentum soll laut Artikel auch ins vierte Quartal hineinreichen.

Wichtige jüngste Partnerschaften (aus dem Quelltext):
13. Januar 2026: Deutsche Bank baut die Unterstützung aus, um globale Zahlungsfähigkeiten zu stärken
11. Januar 2026: Integration als Zahlungsoption in Googles neuem Universal Commerce Protocol (KI-gestützter Checkout)
8. Januar 2026: Paychex kooperiert mit PayPal für Alternativen zur Direktüberweisung in Paychex Flex Perks

Was der Markt kurzfristig einpreist

Im Optionsmarkt wird für die Zeit nach den Zahlen eine Bewegung von rund 7,3% in die eine oder andere Richtung erwartet (Kontrakte bis 6. Februar 2026). Historisch fiel die Aktie nach drei der letzten vier Quartalsberichte – zuletzt nach Q3 2025 um 4,6%.

Im Kursbild zeigt sich der Druck ohnehin: Mit 44,13 € liegt die Aktie nahe dem jüngsten 52-Wochen-Tief und ist in den letzten 30 Tagen deutlich gefallen.

Zum Termin am Dienstag, 3. Februar 2026, wird es daher vor allem um zwei Punkte gehen: ob PayPal die angepeilte Margenentwicklung im Q4 bestätigt – und ob KI-Partnerschaften plus Cymbio-Deal bereits greifbar helfen, die Wachstumsdynamik zu stabilisieren.

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