PayPal Aktie: Druck von zwei Seiten
03.04.2026 - 18:53:55 | boerse-global.dePayPal kämpft gleichzeitig an zwei Fronten. Eine Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs nähert sich einem entscheidenden Datum, und die US-Handelsaufsicht FTC hat dem Unternehmen einen formellen Warnbrief zugestellt. Beides trifft einen Titel, der seit Monaten unter erheblichem Druck steht.
FTC-Warnung wegen Kontosperrungen
FTC-Vorsitzender Andrew N. Ferguson schickte am 26. März 2026 offizielle Warnbriefe an die Vorstandschefs von PayPal, Stripe, Visa und Mastercard. Im Mittelpunkt steht der Vorwurf, dass diese Zahlungsdienstleister Kunden aufgrund politischer Überzeugungen, Geschäftsaktivitäten oder religiöser Ansichten den Zugang zu ihren Diensten verweigert haben sollen.
Die FTC fordert Auskunft über Kontokündigungen, Risikobewertungsverfahren und die Kommunikation mit betroffenen Nutzern. Auch der Einsatz automatisierter Systeme oder externer Datendienste bei Kontosperrungen steht auf dem Prüfstand. Einen konkreten Vorwurf erhebt die Behörde bislang nicht — die Briefe sind Teil einer breiteren Untersuchung zum Verbraucherschutz im digitalen Zahlungsverkehr.
Am Tag der Veröffentlichung verloren Visa und Mastercard jeweils über 5 %, PayPal gab 1,6 % nach.
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Sammelklage mit Frist am 20. April
Parallel läuft eine Wertpapier-Sammelklage gegen PayPal in eine kritische Phase. Die Kanzlei Faruqi & Faruqi erinnert Anleger an die Frist zum 20. April 2026, um die Rolle des Hauptklägers zu übernehmen.
Die Klage wirft dem Unternehmen vor, Investoren mit irreführenden Aussagen zur Umsatzentwicklung und zum Wachstum getäuscht zu haben. Den Auslöser lieferte der 3. Februar 2026: PayPal verfehlte die Konsensschätzungen für Umsatz und Gewinn im vierten Quartal 2025 und gab gleichzeitig einen überraschenden CEO-Wechsel bekannt. Die Aktie brach daraufhin um 20,3 % auf 41,70 Dollar ein.
Neuer CEO, schwieriges Erbe
Seit dem 1. März 2026 führt Enrique Lores das Unternehmen als President und CEO. Der Verwaltungsrat begründete den Wechsel damit, dass die Umsetzung hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei, und setzt auf Lores' drei Jahrzehnte Führungserfahrung. Er übernimmt jedoch ein Unternehmen mit strukturellen Problemen.
Die Prognosen für das Gesamtjahr 2026 sehen einen Rückgang bei den Transaktionsmargen und beim bereinigten Gewinn je Aktie vor. Für das erste Quartal erwartet das Management nur ein niedriges einstelliges Umsatzwachstum — deutlich unter den Analystenerwartungen. Hinzu kommt wachsender Wettbewerbsdruck durch Block, Visa und Mastercard, die in neuen Zahlungstechnologien besser positioniert sind.
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Analysten stufen die Aktie mehrheitlich mit „Hold" ein. Das durchschnittliche Kursziel von 50,50 Dollar impliziert ein Aufwärtspotenzial von rund 11 % — bei einem Titel, der in den vergangenen zwölf Monaten rund 31 % verloren hat.
Mit dem Ablauf der Klagefrist am 20. April und einem CEO, der erst seit wenigen Wochen im Amt ist, bleibt der Ausblick für PayPal vorerst belastet.
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